Selfcare für Körper, Geist und Seele: So gelingt die Umsetzung im Alltag

Stressige Arbeitswoche, soziale Verpflichtungen, Haushalt, Familie & Co. Wer dabei oft vergessen wird? Wir selbst. Und dabei ist es so wichtig, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, rücksichtsvoll mit sich selbst umzugehen und sich Zeit zu nehmen. Vom Buzzword Selfcare ist dabei die Rede. Doch was bedeutet diese Selbstfürsorge tatsächlich und wie kann es sinnvoll im Alltag integriert werden?

Frau in einem geblümten Kleid genießt einen Moment der Ruhe in der Natur, Symbol für Selfcare und Achtsamkeit im stressigen Alltag.
Selfcare ist die körperliche, geistige und emotionale Selbstfürsorge. Mit etwas Übung und Geduld kann es jede:r umsetzen. Foto: pexels.com/joushuaabner

Was Selfcare bedeutet

Selfcare (auch Self Care) wird damit verbunden, auf sich und seine Bedürfnisse zu hören. Es steht für Selbstliebe sowie Selbstfürsorge und umfasst alle Aktivitäten, die das eigene körperliche, geistige und emotionale Wohlbefinden steigern. Das hat ganz und gar nichts mit Egoismus zu tun, sondern ist eine notwendige Grundlage, um produktiver, zufriedener, gesünder und ausgeglichener zu sein.

Ist ein Schaumbad nach einer stressigen Arbeitswoche schon Selfcare? Das gelegentliche Bad tut zwar gut und sollte auch weiterhin eingelassen werden, wenn es zu mehr Entspannung führt. Das allein ist jedoch keine ganzheitliche Selfcare-Strategie. Selbstfürsorge sollte jeden Tag passieren und zur Gewohnheit werden, um Erschöpfung und Unzufriedenheit zu vermeiden.

Selfcare bedeutet nicht nur, sich bewusst Zeit für sich zu nehmen sondern auch mentale Belastungen wie den sogenannten Mental Load zu reduzieren. Erfahren Sie in unserem Artikel mehr darüber, warum vor allem Frauen davon betroffen sind und welche Strategien helfen, die psychische Last zu bewältigen. 

Ein entspannendes Schaumbad mit Kerzenlicht, einem Buch und einer Tasse Tee für Selfcare und Selbstfürsorge zur Förderung von Wohlbefinden und Balance.

Foto: pexels.com/Taryn Elliott

Die drei Dimensionen der Selfcare

Ob nun Dreieck, Säulen oder Dimensionen genannt: Wie so viele Theorien setzt sich eine holistische Selfcare-Routine aus drei Anteilen zusammen. Diese sind:

  • Körperliche Selfcare
  • Mentale Selfcare
  • Emotionale Selfcare
Eine Frau in Sportkleidung und Kopfhörern dehnt sich in einer urbanen Umgebung und konzentriert sich auf ihre Beweglichkeit.

Foto: unsplash.com/Avi Richards

Körperliche Selfcare

Bei der ersten Dimension dreht sich alles um den Körper selbst. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Check-ups bei Arzt oder Ärztin sind hierbei die Grundelemente. Schon ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause, feste Schlafzeiten oder die wöchentliche Meal-Prep können Wunder bewirken. Oder wie wäre es damit, eine neue Sportart auszuprobieren?

Und auch unsere Haut profitiert gerne von Selfcare. Eincremen und mit wohltuenden Masken pflegen ist ein einfaches, aber effektives kleines Wellness-Ritual.

Mentale Selfcare

„Suchen Sie sich eine bequeme Position, die es Ihnen ermöglicht, aufmerksam und dennoch entspannt zu sein. Schließen Sie die Augen und beginnen Sie, Ihre Atemzüge zu verlangsamen.“

Hört sich bekannt an? Keywords im Bereich der mentalen Selfcare sind Meditation und Mindfulness. Denn hier geht es um den Geist.

Achtsamkeitsübungen, Atemtechniken und digitale Pausen können als kleine Helferlein dienen. Außerdem gibt es mittlerweile zahlreiche Meditations-Apps, die schon ab 60 Sekunden eine spürbare Veränderung versprechen.

Eine Frau im Lotussitz meditiert auf einer Yogamatte, umgeben von Kerzenlicht, als Teil ihrer Selfcare-Routine für mentale Entspannung und Achtsamkeit.

Foto: pexels.com/Elly Fairytale

Eine Frau steht auf einem Felsen am Meer bei Sonnenuntergang, hebt die Arme in die Luft und genießt einen Moment der Selfcare, um emotionale Balance und Ruhe zu finden.

Foto: unsplash.com/Benjamin Wedemeyer

Emotionale Selfcare

Bewegung, Ernährung, Schlaf und Meditation können mit Links abgehakt werden? Dann geht es nun an die Königsdisziplin: Die emotionale Selfcare. Denn auch diese Dimension darf bei einer holistischen Selfcare-Routine nicht fehlen.

Hier geht es darum, Grenzen zu setzen, Zeit für sich selbst zu nehmen, sich mit sich und seinen Bedürfnissen zu befassen und toxische Beziehungen zu vermeiden.

Und das Schaumbad? Auch Wellness-Treatments sind ein toller Ausgleich für hektische Tage. Sie sollten jedoch nicht alleinstehen, sondern stets mit anderen Ritualen kombiniert werden.

So gelingt die Umsetzung im Alltag

Wer kennt es nicht? Wir nehmen uns Vorsätze fürs neue Jahr, die neue Woche oder den neuen Monat vor. Diese einzuhalten ist jedoch die andere Sache. Mit diesen Tricks kann Selfcare in den Alltag integriert werden:

  1. Individuelle Anpassung: Herausfinden, was einem selbst guttut, denn Selfcare sieht für jede:n anders aus.
  2. Routine: Einfache Rituale wie ein fünfminütiges Morgenritual, ein paar Seiten lesen oder einen Spaziergang nach dem Mittagessen einführen.
  3. Planung: Zeitfenster für die Selfcare-Rituale im Kalender blockieren und diese genauso wie andere verbindliche Termine einhalten

Selbstfürsorge ist kein „vielleicht morgen“

Für eine gelungene Selfcare benötigt es nicht unbedingt ein teures Retreat. Denn mit etwas Übung und Geduld kann jede:r Selbstfürsorge in den eigenen Alltag integrieren. Schon ein paar Minuten Zeit für das eigene Ich verbessern das Wohlbefinden sowie die Resilienz gegen Stress und andere Herausforderungen. Wichtig ist dabei alle drei Dimensionen der Selfcare im Blick zu behalten.

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