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Nicht nur in unserem Körper, sondern auch auf unserer Haut tummeln sich eine Vielzahl winziger Mikroorganismen. Sie bilden das Haut-Mikrobiom – eine äußere Schutzschicht, die die Haut gesund hält. Wie man sie stärken kann, weiß die Wissenschaftlerin Dr. Barbara Paldus.
Dein Haut-Mikrobiom könnte der Schlüssel zu strahlender, gesunder Haut sein. Erfahre jetzt, wie du es mit einfachen Schritten stärken kannst!
Sowohl der Lebensstil, als auch die richtige Pflege sorgen für ein gesundes Haut-Mikrobiom. Foto: Pexels/Ron Lach
Unter dem Begriff Haut-Mikrobiom, früher auch Hautflora genannt, sind alle Mikroorganismen zu verstehen, die sich auf der Hautoberfläche befinden. Diese Ansammlung an winzigsten Bakterien, Mikroalgen, Viren und Pilze ist bei jedem Menschen individuell – wie ein Fingerabdruck.
Dabei sind die Milliarden von Mikroorganismen, ähnlich denen in unserem Darm, in keiner Weise gesundheitsschädlich. Ganz im Gegenteil! Sie sind unentbehrlich für die Haut und halten sie gesund. Denn das Mikrobiom der Haut funktioniert wie eine erste Verteidigungslinie gegen äußere schädliche Einflüsse und wehrt zum Beispiel Krankheitserreger ab. Zudem sorgt es für eine intakte Schutzbarriere – nur so kann die Haut ausreichend Feuchtigkeit speichern und trocknet nicht aus.
Aggressive Konservierungsstoffe in Pflegeprodukten, Medikamente wie Antibiotika und eine zuckerreiche Ernährung: Es gibt viele Faktoren, die das empfindliche Gleichgewicht des Mikrobioms durcheinanderbringen und so auch die schützende Barriere stören können. Mögliche Folgen sind Unreinheiten und allergische Reaktionen. Zudem können sich die Symptome von Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Akne oder Rosazea verstärken.
Die gute Nachricht: „Wir kennen mittlerweile einige Möglichkeiten, das Mikrobiom der Haut zu stärken und es intakt zu halten. Ein gesunder Lifestyle hilft dabei ebenso wie spezielle Produkte“, erklärt Dr. Barbara Paldus. Die gebürtige Kanadierin mit tschechischen Wurzeln ist Wissenschaftlerin und Gründerin der Derma-Kosmetikmarke Codex Labs.
Die Wissenschaftlerin Dr. Barbara Paldus ist Expertin zum Thema Haut-Mikrobiom. Foto: Codex Labs
„Es war mein Sohn, der mich dazu brachte, eine eigene Biotech-Hautpflege-Linie ins Leben zu rufen, denn er reagierte auf viele herkömmliche Hautprodukte allergisch. Schuld daran waren Konservierungsstoffe wie Phenoxyethanol“, erzählt die Wissenschaftlerin.
Die Codex Labs-Produkte basieren auf wissenschaftlichen Studien und haben das Ziel, ein ausgewogenes Mikrobiom für eine gesündere Haut zu fördern. „Das Haut-Mikrobiom kommuniziert mit unserem Darm, wo die meisten Immunzellen sitzen. Es intakt zu halten, sollte für jeden Menschen oberste Priorität haben. Schließlich spiegelt unsere Haut den Zustand unseres Körpers wider.“
Ernährung spielt eine zentrale Rolle für ein gesundes Haut-Mikrobiom. Präbiotika sind das Futter für nützliche Bakterienstämme, die dabei helfen, das Gleichgewicht der Mikroorganismen auf der Haut aufrechtzuerhalten und das Wachstum von schädlichen Bakterien zu hemmen. Zu finden sind Präbiotika auf natürliche Weise in ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, Haferflocken und Nüssen. Auch Chicorée, Schwarzwurzeln und Topinambur enthalten Präbiotika, welche die guten Darmbakterien gedeihen lassen.
Es ist auch ratsam, Lebensmittel zu vermeiden, die viele Konservierungsstoffe und Zucker enthalten, denn sie fördern entzündliche Prozesse im Körper bzw. auf der Haut.
Probiotika hingegen sind in Produkten enthalten, die spezielle Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien beinhalten. Sie sind mittlerweile in vielen Hautpflege-Artikeln genauso wie in Nahrungsergänzungsmitteln zu finden. Probiotika stärken und schützen das natürliche Mikrobiom, indem sie es mit gesunden Bakterienstämmen versorgen.
Um das Haut-Mikrobiom gesund zu halten, sollte man bei der Reinigung auf milde Produkte setzen, die den natürlichen pH-Wert der Haut nicht stören. Denn wenn dieser sich verändert, beeinträchtigt das die Barrierefunktion der Haut.
Auch zu häufiges und heißes Duschen wäscht nützliche Mikroorganismen von der Haut ab. Dadurch gerät das Mikrobiom der Haut in Gefahr, aus dem Gleichgewicht zu geraten.
Zudem gilt: Je weniger Inhaltsstoffe ein Produkt enthält, desto besser. „Als besonders schädliche Substanzen gelten beispielsweise Sodium Lauryl Sulfate (SLS), Phthalate, Triclosan, Formaldehyd, Aluminiumsalze, Tenside, und Emulgatoren“, erklärt Dr. Barbara Paldus.
Für ein intaktes Haut-Mikrobiom empfehlen sich Cremes ohne aggressive Konservierungsstoffe. Foto: Pexels/Sora Shimazaki
Bestimmte Pflege-Produkte mit Probiotika wiederum sind selbst für extrem empfindliche Haut geeignet und können die Symptome von Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Rosazea lindern. „Wir verwenden bei Codex Labs etwa ein einzigartiges Konservierungssystem namens PreservX, das selbst von den empfindlichsten Hauttypen vertragen wird und der Haut hilft, Feuchtigkeit zu speichern“, erklärt die Expertin. „Denn nur eine gesunde Haut kann strahlen.“
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