Bye-bye Bad Hair Days! Der SteamPod 4 von L’Oréal im Test

Haare sind notorisch unkooperativ. Sie reagieren auf Luftfeuchtigkeit, Schlafpositionen und auf Launen, die man ihnen nie ganz austreiben kann. Es ist erstaunlich, wie viel ein Kopfhaar erzählen kann, ohne dabei auch nur ein Wort zu sagen. Sie sind, wenn man so will, wie ein kleines Tagebuch. Daher braucht es nicht nur die richtige Pflege um sie zu bändigen, sondern auch passende Tools, die gekonnt unterstützen.

Der SteamPod 4 von L'Oréal kann mehr als nur glätten. Er ist ein wahres Wunder-Tool und wir haben ihn getestet. Foto: L'Oréal/PR

Der Kampf mit den Styling-Tools

Wenn es um das Haarstyling geht, kann es schnell mal knifflig werden. Ein gutes Gerät zu finden, ist nämlich gar nicht so einfach und bei der herrschenden Auswahl ist es auch erstaunlich schwer, sich zu entscheiden. So erging es mir jahrelang und mein Geld floss in mal mehr und mal weniger teure Geräte. Von Glätteisen über Lockenstäbe bis hin zu Welleneisen war ausnahmslos alles dabei. Und jetzt liegen diese Tools nach einmaliger Nutzung in meinem Badezimmerschrank und warten, bis sie jemand aus ihrer langweiligen Lage befreit. 

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Foto: Susann Beule

Gerade das Thema Haare nimmt bei mir viel Raum ein, da ich gerne alles mögliche ausprobiere – angefangen bei der Haarfarbe. Und wer wie ich gerne zu Styling-Tools greift und dann noch blondiert ist, wird die Misere kennen, denn das Haar ist äußerst nachtragend, wenn man nicht aufpasst und wirkt schnell stumpf. Auch was Frisuren angeht, mag ich es, neue Styles zu kreieren. Eines bleibt allerdings erstaunlich stabil: wie ich meine Haare trage. Seit knapp 8 Jahren mache ich mir jedesmal sanfte Wellen ins Haar, ganz selten bleiben sie Aalglatt. Daher war es für mich fast schon ein Muss, den SteamPod 4 von L’Oreal an mein langes Haar zu lassen. 

Ganz schön Haarig

Ein Blick unter die Oberfläche hilft dabei, das Ganze besser zu verstehen. Ein Haar besteht im Kern aus Keratinfasern, die von einer schützenden Schuppenschicht umgeben sind. Diese feinen Schuppen liegen im Idealfall glatt an, reflektieren Licht und sorgen für einen tollen Glanz. Werden sie jedoch durch viel Hitze, Reibung oder Umwelteinflüsse aufgeraut, wirkt das Haar stumpf und verliert an Widerstandskraft. Gleichzeitig bestimmen Dinge wie Haarstruktur, Dicke und natürliche Form, wie es auf Styling reagiert. Feines Haar zum Beispiel lässt sich zwar leichter formen, gibt aber schneller wieder nach. Dickes oder lockiges Haar ist oft robuster, braucht dafür aber mehr Handarbeit. Und dann ist da noch die Feuchtigkeit – der heimliche Spielverderber und beste Freund zugleich. Sie entscheidet darüber, ob eine Frisur hält oder sich nach kurzer Zeit wieder in ihre ursprüngliche Bewegung zurückzieht. Haare sind also weniger formbares Material als vielmehr ein ziemlich sensibles System mit eigenen Regeln. Und diese Regeln sollte man strikt beachten.

Das kann der SteamPod 4 von L’Oréal im Detail

Zurück zum SteamPod 4. Er wirkt auf den ersten Blick wie ein klassisches Glätteisen: Keramikplatten, Temperaturregler und ein ergonomischer Griff. Und doch steckt in ihm eine kleine Revolution, denn ein trockener Dampf durchzieht während des Stylings das Haar. Unser Haar besteht, wie bereits erwähnt, aus Keratin, einem Protein, das sich unter Hitze verformen lässt. Der Trick des SteamPods besteht darin, diese Verformung mit Feuchtigkeit zu begleiten. Dadurch wird weniger schädliche Hitze eingesetzt. Das Ergebnis: Bis zu 95 Prozent weniger Haarschäden und deutlich schnellere, haltbare Ergebnisse. 

Der SteamPod 4 ist kein einfacher, eindimensionaler Glätter, sondern ein wahrer Allrounder. Egal ob glätten, wellen oder locken – dieses besondere Tool ist das Schweizer Taschenmesser unter den Styling-Tools. Breitere, abgerundete Platten lassen ihn näher an den Haaransatz, während die beheizte Lockenführung fast beiläufig definierte Wellen erzeugt. Während früher das perfekte Haar als Ergebnis stundenlanger Disziplin galt, suggerieren solche Geräte heute eine gewisse Nonchalance. Als wäre das makellose Finish einfach so im Handumdrehen (wortwörtlich) passiert.

Kommen wir zum eigentlichen Highlight: Die Dampffunktion. Statt es nur mit trockener Hitze zu formen, wird ein feiner Dampfstrom eingesetzt, der die Haarfaser geschmeidiger macht. So lässt sie sich leichter in Form bringen, ohne dass die Schuppenschicht unnötig aufgeraut wird. Der kleine Wassertank lässt sich mithilfe eines kleinen Fläschchens befüllen, ohne dass etwas daneben geht. Sobald die Platten des SteamPods aufeinandertreffen, beginnt das Spektakel und der Dampf fängt an, sich gleichmäßig zu entfalten. Die integrierbaren Kämme, die man nach Belieben einsetzen kann, sind dabei ein kleines, fast unterschätztes Detail. Sie führen die Strähnen gleichmäßig zwischen die Platten, entwirren nebenbei und sorgen dafür, dass jede Partie wirklich gleichmäßig geglättet wird. Das klingt erstmal unspektakulär, macht aber im Alltag genau den Unterschied zwischen „irgendwie geglättet“ und einem sauberen, salonartigen Finish.

Foto: L’Oréal/PR

Die besten Begleiter für eine glänzende, wallende Mähne

Wenn man mit Hitze-Tools arbeitet, braucht es natürlich auch die passenden Begleiter und hier kommt das Absolut Repair Molecular Oil von L’Oreal Professionnel ins Spiel. Was meine Haarpflege angeht, bin ich rundum zufrieden und benutze immer dasselbe – bis jetzt. Eigentlich ist mein Go-To-Haaröl von K18 und bisher habe ich auch jedes Mal aufs Neue darauf gesetzt, doch das Absolut Repair Oil hat sich als Konkurrent in den Ring geschlichen und den Kampf eröffnet. Nicht nur vor dem Styling macht sich das Öl im feuchten Haar gut, auch danach als Abschluss oder vor dem Schlafengehen. Obwohl das Öl von der Konsistenz sehr fest ist, ist es erstaunlich leicht. Nichts fettet, wird strähnig oder klebrig. 

Gleiches gilt für das SteamPod Hitzeschutz-Serum von L’Oreal Professionnel. Aktuell wechsel ich immer mal wieder zwischen zwei Produkten hin und her, doch dieses Serum gesellt sich auch hier als neuer Liebling dazu. Alleine schon der Geruch hat mich überzeugt und auch die Handhabung ist so einfach wie genial. Es braucht, wie auch bei dem Öl, nicht viel. Bei meiner Haarlänge war ich erst skeptisch, ob die empfohlene Menge reicht. Auch hier wird nach dem Trockenföhnen nichts strähnig oder klebrig, wie es bei manch einem Hitzeschutz gerne mal der Fall ist. Es lässt sich easy ins Haar einarbeiten und hinterlässt einen unglaublichen Glanz – und das ist bei hell blondiertem Haar gar nicht so einfach.

Und so geht’s:

  • Die Haare gründlich waschen, entweder das Haaröl oder das Hitzeschutz-Serum ins feuchte Haar kneten und komplett trockenföhnen.
  • Den kleinen Wassertank außen entfernen und mit frischem Wasser befüllen.
  • Den SteamPod 4 einstecken. Innen befindet sich das kleine Display und ein Knopf zum Ein- und Ausschalten, diesen drücken und das Tool geht sofort an.
  • Mit der Taste darüber lässt sich jetzt ganz einfach die Temperatur einstellen, ich arbeite meistens immer mit 180 Grad.
  • Nun das Haar sauber abteilen. Beim Glätten das beigefügte Kämmchen einstecken und in gleichmäßigen Bewegungen jede einzelne Partie ordentlich bearbeiten.
  • Beim Locken das Kämmchen entfernen und je nach gewünschtem Finish das Haar formen. Der Styler macht ein leises Geräusch, sobald er im Einsatz ist, das bedeutet, dass der Dampf herausströmt.
  • Am Ende ein wenig Haaröl in den Händen verteilen und vorsichtig in den Längen verteilen. Et Voilà!

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