„Corpus Delicti“ ist der Must-See-Film im Oktober
Juli Zehs Dystopie „Corpus Delicti“ gehört mit über einer Million verkauften Exemplaren zu den meistgelesenen deutschsprachigen Büchern der Gegenwart. Nun hat ihn Lena Stahl verfilmt.
Jeden Monat suchen wir die Kunst-Highlights in und um Deutschland heraus. Das sind unsere Ausstellungs-Tipps im Oktober 2026
Nach dem Ersten Weltkrieg zog die pulsierende Kulturmetropole Paris Intellektuelle und Kunstschaffende aus ganz Europa an – so auch die Fotografinnen Gisèle Freund, Rogi André und Dora Kallmus alias Madame d’Ora. Anfang der 1940er-Jahre mussten die drei Frauen aufgrund ihrer jüdischen Herkunft die Stadt verlassen, kehrten Jahre später jedoch zurück. Ihre Fotografien fangen Aufbruch und Verfolgung, gesellschaftliches Engagement und Überleben im Exil ein.
Die Ausstellung läuft vom 1. Oktober 2026 bis 24. Januar 2027
Madame d’Ora, Dolly Sisters, um 1928, Foto: © Nachlass Madame d’Ora, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Von Göttern zu Superheldinnen: Die Ausstellung zeigt wie antike Mythen von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart heute in Kunst, Film, Comic und Popkultur fortwirken. Schwerpunkte liegen dabei auf Kunst aus der DDR sowie Mattheuers Ikarus, Sisyphos und Prometheus.
Die Ausstellung läuft vom 03. Oktober 2026 bis 21. Februar 2027
Tatjana Doll. AD_Fuel for Black Quartz , 2011, Leihgabe der Künstlerin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Die Ausstellung spannt den Bogen durch das Schaffen des international gefeierten Fotografen Russell James. Er selbst ist bei der Eröffnung vor Ort und bringt Supermodel Adriana Lima als Special Guest mit, die auch bereits vor James‘ Kamera stand. Begleitend erscheint im November das gleichnamige Fotobuch, das schon vorab in der Berliner Galerie erhältlich sein wird.
Die Ausstellung läuft vom 09. Oktober bis 14. November 2026
Gisele Bündchen, 2001. Foto: © Russell James / Courtesy of CAMERA WORK Gallery.
Mit acht Jahren drehte Christoph Schliengensief seinen ersten Film und hörte seitdem nie auf, die Grenzen der Kunst auszutesten. Der Filmemacher, Aktionskünstler, Theater- und Opernregisseur provozierte (nicht nur) mit seiner „Deutschland-Triologie“, gründete 1998 die Partei „Chance 2000“ und inszenierte Wagners „Parsifal“ in Bayreuth. Nach seiner Lungenkrebsdiagnose 2008 machte er den Umgang mit Leben und Tod zum Thema seiner Kunst. Das Operndorf Afrika in Burkina Faso war sein letztes Projekt, bevor er 2010 starb. Eine Einzelausstellung.
Die Ausstellung läuft vom 9. Oktober 2026 bis 17. Januar 2027
Christoph Schlingensief, Bitte liebt Österreich – Erste österreichische Koalitionswoche, 2000, Wiener Festwochen. Foto: © David Baltzer / Kunstwerk © Nachlass Christoph Schlingensief
Mit Yoko Ono, Yvonne Rainer, Valie Export, Carolee Schneemann und Charlotte Moorman steht der radikale Zugang zur Kunst über Poesie, Theater, Malerei und Plastik von fünf prägenden Künstlerinnen im Mittelpunkt. Mehr als 100 historische Schwarz-Weiß-Fotografien halten seltene Augenblicke ihres Werkens in den 1960er- bis 1970er-Jahre vom Rheinland bis nach New York fest.
Die Ausstellung läuft vom 10. Oktober 2026 bis 31. Januar 2027
Concerto for TV Cello von Nam June Paik, performt von Charlotte Moorman. Foto: Hanns Sohm, 6.7.1974 © Staatsgalerie Stuttgart, Archiv Sohm, erworben 1981 mit Lotto-Mitteln
Ruth Asawa ist vor allem für ihre eindrucksvollen Skulpturen aus geschlungenem Draht berühmt. Weniger bekannt: Sie schuf in San Francisco über ein Dutzend Brunnen und Skulpturen, weshalb sie auch als die „Fountain Lady“ bezeichnet wird. Die erste Retrospektive der US-amerikanischen Bildhauerin in Europa zeigt, wie die US-amerikanische Künstlerin mit japanischen Wurzeln einfachste Materialien in faszinierende Kunstobjekte verwandelte.
Die Ausstellung läuft vom 18.Oktober 2026 bis 10. Januar 2027
Ruth Asawa kniend inmitten mehrerer ihrer aus Drahtschlingen gefertigten Skulpturen, November 1954. Copyright Foto: Nat Farbman/The LIFE Picture Collection/Shutterstock Artwork © 2026 Ruth Asawa Lanier, Inc., Courtesy David Zwirner
Die Hamburger Fotografin, DJ, Kuratorin und Künstlerin Katja Rufe präsentiert einen Querschnitt aus ihrem formatübergreifenden Œuvre. Seit drei Jahrzehnten hält sie elektronische Musik und Clubkultur (nicht nur) fotografisch fest – unter anderem in Porträts Hunderter internationaler Künstler:innen wie Björk, Beth Ditto, Aphex Twin, DJ Koze, Moby und Helena Hauff.
Die Ausstellung läuft vom 22. Oktober 2026 bis 7. Februar 2027
TimeWarp, Nina Kraviz, Helena Hauff, 2019, Foto: © Katja Ruge
Dem „Der blaue Reiter“, eine der bedeutendsten Künstlergruppen der Klassischen Moderne, werden zahlreiche Ausstellungen gewidmet. Nahezu unbeachtet geblieben ist dabei bis heute die Rolle der Künstlerinnen. Auch sie hatten visionäre Ansätze in Malerei Grafik, Literatur und Musik und arbeiteten in einem männlich dominierten Normengefüge als selbstständige Künstlerinnen. Schirmherrin der Ausstellung ist Schauspielerin Iris Berben.
Die Ausstellung läuft vom 23. Oktober 2026 bis 21. Februar 2027
Marianne von Werefkin, Der Tänzer Alexander Sacharoff, 1909. Museo Comunale d’Arte Moderna, Ascona. Foto: Museo Comunale d’Arte Moderna, Ascona
Juli Zehs Dystopie „Corpus Delicti“ gehört mit über einer Million verkauften Exemplaren zu den meistgelesenen deutschsprachigen Büchern der Gegenwart. Nun hat ihn Lena Stahl verfilmt.
Als Schauspielerin schlüpft Luise Großmann regelmäßig in andere Leben. Im Gespräch erzählt sie von der Arbeit vor der Kamera, von neuen Projekten und davon, was sie jenseits von Rollen beschäftigt. Es geht um das, was kommt, aber auch um die Fragen, die bleiben, wenn die Kamera längst ausgeschaltet ist.
Der Herbst ist da und mit ihm jede Menge neue Musik, die nur wartet ein Teil unserer Playlist zu werden. Von Debüts bis hin zu lang erwarteten Releases: Diese neuen Alben im Herbst 2026 haben wir jetzt bereits auf dem Schirm.
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