Ausstellungen im November 2026: Diese Neueröffnungen sollten nicht verpasst werden

Jeden Monat suchen wir die Kunst-Highlights in und um Deutschland heraus. Das sind unsere Ausstellungs-Tipps im November 2026.

Ulay und Marina Abramović halten gemeinsam einen gespannten Bogen, der Pfeil zielt auf Marina Abramović
Diese Ausstellungen eröffnen im November 2026. Foto: Ulay / Marina Abramović, Rest Energy, Performance for Video, 1980, 4 minutes, ROSC' 80, Dublin © Ulay / Marina Abramović, Courtesy of the Marina Abramović Archives, VG Bild-Kunst, Bonn 2026

„Feminist Futures Forever“, Belvedere, Wien

Die Ausstellung vereint feministische Kunst unterschiedlicher Generationen und kultureller Hintergründe. Inspiriert von der Ausstellung „Kunst mit Eigen-Sinn“ (1985) beleuchtet sie aus intersektionaler Perspektive Fragen zu Identität, Geschlecht und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Zu sehen sind Arbeiten von künstlerischen Ikonen wie Marina Abramović, Cindy Sherman, Yoko Ono und Barbara Kruger.

Die Ausstellung läuft vom 05. November 2026 bis 08. März 2027

Weiße Skulptur einer knienden Figur auf einem Tisch in einem barocken Saal mit Deckenfresken im Belvedere
Ines Doujak, Hera, 2008, Belvedere, Wien, 2017 Ankauf von der Künstlerin, Foto: Johannes Stoll / Belvedere, Wien

„Die Impressionisten. Monet, Morisot, Renoir und ihr Netzwerk“, Museum Barberini, Potsdam

Zum zehnjährigen Jubiläum widmet das Museum Barberini dem Impressionismus eine große Ausstellung mit über 100 Meisterwerken von Monet, Morisot, Renoir, Manet und Cézanne. Im Mittelpunkt stehen neben den Gemälden auch Freundschaften, Sammler:innen, Kunsthändler:innen und Förder:innen, die wegweisend für den Erfolg des Impressionismus waren.

Die Ausstellung läuft vom 7. November 2026 bis 21. Februar 2027

Gemälde von Claude Monet: Frau mit Sonnenschirm auf einer Blumenwiese vor hohen Pappeln
Claude Monet, Felder im Frühling, 1887, Öl auf Leinwand, 74,3 × 93 cm, Staatsgalerie Stuttgart, Leihgabe Freunde der Staatsgalerie seit 1906, © akg-images

„Sophie Calle. Is It Better?“, Hamburger Bahnhof, Berlin

Die französische Konzeptkünstlerin Sophie Calle zeigt ihre erste Einzelausstellung in Berlin seit über 20 Jahren. Sie arbeitet in den Medien Fotografie, Text, Performance und Video und beschäftigt sich mit Themen wie Voyeurismus, Überwachung, Liebe, Intimität, Gewalt und Tod. Sechs Werke geben einen Einblick in ihre Medienvielfalt. Anlässlich des 30. Jubiläums des Museums entsteht außerdem ein neues Werk.

Die Ausstellung läuft vom 13. November 2026 bis 04. April 2027

Dreiteilige Arbeit von Sophie Calle mit Postkarte, Foto des Berliner Fernsehturms und Textfeld
Sophie Calle, „Is it better“, 2012, Farbfotografie, Postkartenbild, Aluminium, Text, Postkartenbild (gerahmt): 103 x 77 cm, Fotografie (gerahmt): 120 x 77 cm, Text (gerahmt): 103 x 77 cm, © Sophie Calle. VG Bild-Kunst, Bonn 2026. Courtesy of the artist and Arndt Art Agency

„TANZ!“, Kunsthalle Mannheim

Die Ausstellung beleuchtet die Verbindung von Tanz und bildender Kunst über 150 Jahre. Von Edgar Degas’ Tänzerinnen ausgehend über die Avantgarde bis zur Gegenwart zeigt sie, wie Bewegung, Körperbilder und Identität die Kunst prägen. Malerei, Skulptur, Kostüme, Live-Performances und Werke von Kirchner, Schlemmer bis Sehgal eröffnen vielfältige Perspektiven auf die Kunst des Tanzes.

Die Ausstellung läuft vom 13. November 2026 bis 07. März 2027

Tänzerinnen in goldenen Kostümen in Bewegung, Videostill aus „Momentum“ von Lorna Simpson
Lorna Simpson (*1960), Momentum, 2010, © Lorna Simpson. Courtesy the artist and Hauser & Wirth, Foto: Yosra El-Essawy

„Judit Reigl. Couleur vivante“, Museum Reinhard Ernst, Wiesbaden

Zum 70. Jubiläum der Ausstellung „Couleur vivante“ von 1957 widmet das Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden der abstrakten Malerei der Nachkriegszeit eine neue Schau. Dabei wird die legendäre Präsentation, die deutsche und französische Künstler vereinte, teilweise rekonstruiert. Im Mittelpunkt steht die ungarisch-französische Künstlerin Judit Reigl, die 1957 als einzige Frau vertreten war.

Die Ausstellung läuft vom 15. November 2026 bis 11. April 2027

Abstraktes Gemälde von Judit Reigl mit schwarzen, weißen und roten Farbspuren, die von der Mitte nach außen streben
Judit Reigl (1923 —2020), Éclatement, 1956. Öl auf Leinwand, 145,4 x 170,5 cm, FAMM, Mougins, © Fonds de dotation Judit Reigl, VG Bild-Kunst, Bonn 2026. Foto: Jérôme Kelagopian

„Ulay, Ulay & Abramović“, Neue Nationalgalerie, Berlin

50 Jahre nach Ulays spektakulärer Aktion, bei der er Spitzwegs „Der arme Poet“ aus der Neuen Nationalgalerie stahl und in eine Berliner Gastarbeiterwohnung brachte, widmet ihm genau dieses Museum eine Ausstellung. Im Fokus stehen seine frühen Arbeiten zu Identität und Fotografie sowie die zwölfjährige Zusammenarbeit mit Marina Abramović.

Die Ausstellung läuft vom 28. November 2026 bis 02. Mai 2027

Schwarz-Weiß-Foto: Ulay und Marina Abramović stehen sich mit weit geöffneten Mündern aus nächster Nähe gegenüber
Ulay / Marina Abramović, AAA-AAA, Performance for television, 1978, 15′, RTB Television Studio, Liège, Belgium, © Ulay / Marina Abramović, Courtesy of the Marina Abramović Archives, VG Bild-Kunst, Bonn 2026

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