Massa Bitar verrät ihre wichtigsten Alltagsgewohnheiten und Gerichte für mehr Langlebigkeit

Heute ist sie Leiterin der Abteilung für Ernährung und Food Experience sowie Leiterin für Wellness-Geschäftsentwicklung am International Medical Center in Dschidda. Außerdem ist sie zertifizierte Praktikerin für integrative und funktionelle Ernährung mit besonderem Schwerpunkt auf Stoffwechselgesundheit und Langlebigkeit. Dabei übersetzt sie die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in praktische, alltagstaugliche Empfehlungen, die zur lokalen Kultur passen. Im Folgenden fragen wir sie nach der optimalen Ernährung für mehr Lebensqualität und Wohlbefinden.

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Massa Bitar: „Die stärksten Werkzeuge für ein langes Leben liegen nach wie vor auf Ihrem Teller und in Ihren täglichen Gewohnheiten.“

Wie sieht die optimale Ernährung aus, um die Langlebigkeit zu fördern und bei Frauen Höchstleistung zu ermöglichen? Massa Bitar betont: „Viele Diäten behaupten, das Leben verlängern zu können, aber es gibt nicht die eine Ernährungsform, die für alle passt. Das bessere Ziel ist daher, sich auf die gesunde Lebensspanne zu konzentrieren: also auf die Jahre, in denen sich eine Frau stark, aktiv und rundum gesund fühlt. Ein verbreiteter Ansatz in diesem Bereich ist die sogenannte ‚Methylierungsdiät‘ (Methylation Diet). Sie zielt auf die DNA-Methylierung ab – eine Art chemisches Schaltsystem, das Gene an- oder abschaltet; ihre Muster werden genutzt, um das biologische Alter des Körpers zu schätzen. Diese Ernährungsweise ist reich an Blattgemüse, Kreuzblütlergemüse, Roter Bete, Eiern, Leber und Samen sowie an polyphenolreichen Lebensmitteln wie grünem Tee, Kurkuma, Rosmarin, Knoblauch und Beeren. Betrachtet man die aktuelle wissenschaftliche Evidenz, die Ernährung der ‚Blauen Zonen‘ und moderne Ernährungsempfehlungen, stellt man fest, dass sie alle in denselben Grundsätzen übereinstimmen: vor allem Pflanzen essen, hochwertige Proteine und gesunde Fette wählen und Zucker sowie verarbeitete Lebensmittel so weit wie möglich reduzieren.“ Sie erklärt uns die praktische Umsetzung:

  • „Protein zu jeder Mahlzeit: Nehmen Sie je nach Bedarf 25 bis 30 Gramm oder mehr zu sich – aus Meeresfisch, Eiern und Geflügel aus Freilandhaltung; rotes Fleisch aus Weidehaltung in Maßen.
  • Gesunde Fette: Verwenden Sie natives Olivenöl extra als Basisöl, essen Sie zweimal pro Woche fetten Fisch und zusätzlich täglich eine Handvoll Nüsse und Samen.
  • Pflanzen und Polyphenole: Füllen Sie die Hälfte Ihres Tellers mit Gemüse und Obst, ergänzt durch grünen Tee, Kurkuma, Rosmarin und Knoblauch.
  • Zugesetzten Zucker, raffiniertes Getreide und hochverarbeitete Lebensmittel reduzieren: Menschen unterscheiden sich in ihrem Bedarf und ihrem Gesundheitszustand, deshalb gibt es keine Diät, die für alle passt.“

Nahrungsergänzungsmittel nur bei klarem Bedarf

Zu entzündungshemmenden Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln für die Langlebigkeit erklärt sie: „Meine Philosophie lautet ‚Food first‘ – auf Nahrungsergänzungsmittel greifen wir nur zurück, wenn ein klarer Bedarf besteht. Die entzündungshemmenden Lebensmittel, die ich empfehle, sollten an die individuellen Bedürfnisse jedes Menschen angepasst werden. Viele der unten aufgeführten Lebensmittel zählen zu den natürlichen Adaptogenen (Lebensmittel, die reich an Pflanzenstoffen sind und helfen, die DNA-Methylierung sowie die Reaktion des Körpers auf Stress und Belastung ins Gleichgewicht zu bringen):

  • Natives Olivenöl: die bevorzugte und grundlegende tägliche Fettquelle.
  • Fetter Fisch: etwa Lachs oder Sardinen zweimal pro Woche, für Omega-3-Fettsäuren.
  • Blatt- und Kreuzblütlergemüse: wie Spinat, Rucola, Brokkoli und Kohl.
  • Beeren und Granatapfel: polyphenolreiche Früchte.
  • Nüsse und Samen: täglich eine Handvoll, insbesondere Kürbis- und Sonnenblumenkerne.
  • Kräuter und Gewürze: Kurkuma mit schwarzem Pfeffer, Zimt, Rosmarin, Knoblauch und Ingwer.
  • Grüner Tee: eine hervorragende tägliche Polyphenolquelle.
  • Fermentierte Lebensmittel: etwa Joghurt und eingelegtes Gemüse zur Unterstützung der Darmgesundheit.

Nahrungsergänzungsmittel sollten individuell abgestimmt sein und nicht pauschal für alle gelten, denn sie hängen von den Blutwerten, der Ernährung und dem persönlichen Bedarf ab. Die Präparate, die ich am häufigsten in Betracht ziehe, sind:

  • Vitamin D: weil ein Mangel in der Region sehr verbreitet ist.
  • Omega-3: für alle, die nicht regelmäßig fetten Fisch essen.
  • Vitamin B12 und Eisen: nur empfohlen, wenn ein Mangel durch Laboruntersuchungen nachgewiesen ist.
  • Magnesium: oft hilfreich für besseren Schlaf, die Verdauung und Entspannung.“

Sie betont weiter, dass die stärksten Werkzeuge für ein langes Leben nach wie vor „auf Ihrem Teller und in Ihren täglichen Gewohnheiten“ liegen. Empfiehlt die Ernährungsexpertin bestimmte Ernährungsstrategien, Gewohnheiten oder Supplement-Protokolle für ein besseres Älterwerden? Sie antwortet: „Gesund älter zu werden hängt nicht allein vom Essen ab. Die Ernährung ist sehr wichtig, entfaltet ihre volle Wirkung aber erst in Kombination mit Bewegung, regelmäßigem Schlaf, Entspannung und echten sozialen Kontakten – denn all diese Faktoren beeinflussen direkt, wie unsere Gene sich ausprägen.“ Sie rät zu folgenden Schritten:

Ernährung

  • „Vollwertige, nährstoffreiche Lebensmittel essen, mit Schwerpunkt auf Gemüse, hochwertigen Proteinen, gesunden Fetten, Nüssen und Samen.
  • Nächtliches Fasten von 12 bis 16 Stunden ausprobieren.
  • Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Blutwerten und persönlichem Bedarf einsetzen.

Tägliche Bewegung

  • Mindestens 30 Minuten an fünf Tagen pro Woche, mit mittlerer Intensität.
  • Wählen Sie, was Ihnen Spaß macht: Gehen, Schwimmen, Radfahren, Tanzen oder Padel.
  • Krafttraining ergänzen – Muskelmasse erhält Ihre Kraft und schützt Sie im höheren Alter vor Verletzungen.

Schlaf hat Priorität

  • Mindestens 7 Stunden Schlaf pro Nacht, in einem dunklen, kühlen und ruhigen Raum.
  • Bildschirme, schwere Mahlzeiten und Koffein am späten Tag vermeiden.
  • Eine feste Schlafenszeit-Routine beibehalten.

Entspannung und Atmung

  • Zweimal täglich 10 bis 20 Minuten ruhig sitzen, Stress loslassen und sich auf die Atmung konzentrieren.
  • Meditation, Atemübungen, Yoga oder Tai Chi – alles wirksame Optionen.

Verbundenheit und Sinn

  • Gemeinschaft: Enge Beziehungen helfen uns, mit Belastungen umzugehen.
  • Spiritualität: Gebet und Meditation schenken tägliche Ruhe und eine ausgeglichene Sicht aufs Leben.
  • Lebensziel: Konkrete Ziele zu haben und etwas zum Wohl anderer beizutragen, hängt eng mit gesünderem Älterwerden zusammen.“

Massa Bitar schließt mit den Worten: „Am Ende zählt nicht nur, wie viele Jahre wir leben, sondern welche Lebensqualität wir in diesen Jahren haben.“

Dieser Artikel wurde ursprünglich unter https://marieclairearabia.com/منوعات/صحة-ورشاقة/ماسة-بيطار-تشاركنا-أبرز-العادات-اليوم/ von Marie Claire Arabia veröffentlicht.

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