Ausstellungen im April 2026: Diese Neueröffnungen sollten nicht verpasst werden

Ein Monat voller Perspektivenwechsel zwischen Kunst, Macht, Geschichte und Gesellschaft: Im April eröffnen wieder zahleiche spannende Ausstellungen. Das sind unsere Highlights.

Diese Ausstellungen eröfnnen im April 2026. Foto: Erasmus Schröter Paar auf einem Maskenball, 1980 Aus der Werkgruppe Nachts Infrarotfotografie 30 x 43 cm Museum Ludwig Köln © Nachlass Erasmus Schröter Repro: Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv
Diese Ausstellungen eröfnnen im April 2026. Foto: Erasmus Schröter Paar auf einem Maskenball, 1980. Aus der Werkgruppe Nachts Infrarotfotografie, 30 x 43 cm, Museum Ludwig Köln, © Nachlass Erasmus Schröter Repro: Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv

Kunst-Tipps im April 2026

Jeden Monat suchen wir die Kunst-Highlights in und um Deutschland heraus. Das sind unsere Ausstellungs-Tipps im April 2026.

„Sex Work. Eine Kulturgeschichte der Sexarbeit“, Bundeskunsthalle, Bonn

Die Geschichte der Sexarbeit reicht von weit vor der Antike bis in die Gegenwart und spiegelt gesellschaftliche Werte, Machtverhältnisse und Menschenbilder. In manchen Zeiten war sie für Frauen eine der wenigen Möglichkeiten, eigenständig Einkommen zu erzielen. Meist wird dabei nur die Außenperspektive erzählt. Getreu dem Prinzip „Nichts über uns ohne uns!“ wurde diese Ausstellung gemeinsam mit Sexarbeiter:innen entwickelt.

Die Ausstellung läuft 02. April bis 25. Oktober 2026

Foto: Georg Scholz, Die Entlohnung (Edelmensch), 1921/1922 © Galerie Berinson, Berlin

Foto: Georg Scholz, Die Entlohnung (Edelmensch), 1921/1922 © Galerie Berinson, Berlin

„Neue Frau, Neues Sehen. Die Bauhaus-Fotografinnen“, Museum für Fotografie, Berlin

Als Pionierinnen experimentierten sie mit Perspektiven und Techniken zwischen Porträt, Architektur und Abstraktion. Die Bauhaus-Fotografinnen erforschten die Möglichkeiten der Fotografie und hielten ihre Umgebung aus neuen und ungewöhnlichen Perspektiven fest. Rund 300 Werke zeigen ihr Schaffen, ergänzt durch zeitgenössische Künstlerinnen des sogenannten „New Bauhaus“.

Die Ausstellung läuft vom 17. April 2026 bis 04. Oktober 2026

Foto: Ivana Meller-Tomljenović, Porträt Grete Krebs, 1930, Bauhaus-Archiv Berlin © Marinko Sudac

Foto: Ivana Meller-Tomljenović, Porträt Grete Krebs, 1930, Bauhaus-Archiv Berlin © Marinko Sudac

„Bauen für die Macht. Pavillon Le Corbusier“, Museum für Gestaltung, Zürich

Wie eng Architektur und Macht verbunden sind zeigt diese Ausstellung. Monumentale Bauten inszenieren Herrschaft und beeindrucken, Architekten streben nach großen Aufträgen, Ruhm und Langlebigkeit der Entwürfe. So auch Le Corbusier suchte die großen Aufträge. Als einer der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts entwarf er visionäre, teils verstörende Projekte zwischen gesellschaftlicher Utopie und politischer Ambivalenz.

Die Ausstellung läuft vom 17. April bis 29. November 2026

Le Corbusier präsentiert das Modell des Plan Voisin für Paris Filmstill aus Architec- ture d’aujourd’hui (1930) von Pierre Chenal, © FLC / Pro Litteris, 2026

Le Corbusier präsentiert das Modell des Plan Voisin für Paris Filmstill aus Architecture d’aujourd’hui (1930) von Pierre Chenal, © FLC / Pro Litteris, 2026

„Zweimal Deutschland um 1980“, Museum Ludwig, Köln

Fotografien aus Ost- und Westdeutschland um 1980 zeigen Alltag, Portraits und Unterschiede zweier Systeme im getrennten Deutschland. Sie offenbaren sie Spannungen, Perspektiven und überraschende Gemeinsamkeiten jenseits politischer Grenzen. Der Ort wird dabei erst durch den Titel des Bilds entschlüsselt. Wo würden Sie das Foto einordnen?

Die Ausstellung läuft vom 18. April bis 11. Oktober 2026

Ute Mahler Berka, Sängerfest, unbekannt, 1972 Aus der Werkgruppe Zusammenleben Gelatinesilberpapier 30,6 x 45,6 cm Museum Ludwig Köln © Ute Mahler, Galerie Springer Berlin Repro: Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv

Foto: Ute Mahler. Berka, Sängerfest, unbekannt, 1972, Aus der Werkgruppe Zusammenleben Gelatinesilberpapier, 30,6 x 45,6 cm, Museum Ludwig Köln © Ute Mahler, Galerie Springer Berlin Repro: Historisches Archiv mit Rheinischem Bildarchiv

„Schwerer Stoff. Frauen – Trachten – Lebensgeschichten“ Museum Europäischer Kulturen, Berlin

Die Tracht als Spiegel von Identität und Existenz, von Abgrenzung und Integration, von Ver- und Entwurzelung? In der Hauptstadt geben donauschwäbische Trachten, Fotografien und Zeichnungen überraschende Einblicke in die früheren Lebenswelten von Frauen und Mädchen.

Die Ausstellung läuft vom 24. April 2026 bis 29. März 2027

Foto: Kirchweih-Umzug junger Paare in Neudorf (Banat, Rumänien), 1976 © Donauschwäbisches Zentralmuseum (DZM)

Foto: Kirchweih-Umzug junger Paare in Neudorf (Banat, Rumänien), 1976 © Donauschwäbisches Zentralmuseum (DZM)

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