Was hat Sie daran gereizt, den RECEPTOR für diesen neuen Drop noch einmal aufzugreifen?
„Der RECEPTOR hat innerhalb von ECCO eine sehr eigene Identität: Er ist funktional, grafisch und ganz auf Bewegung ausgelegt. Mich hat interessiert, zu dieser Sprache zurückzukehren und zu sehen, wie sie sich für einen neuen Moment verfeinern lässt – und dabei die Integrität und den Zweck des ursprünglichen Designs zu bewahren.
Wie immer habe ich stark vom ECCO-Design selbst aus gearbeitet – von seiner Konstruktion, Technologie und Funktion. Das war die Grundlage, und dann habe ich mit Farbe, Materialien und Proportionen gespielt, um eine andere Perspektive hineinzubringen.“
Wie würden Sie den Designansatz der neuen Modelle beschreiben?
„Es ging um Balance: die technische Architektur des Schuhs zu respektieren und ihr zugleich über Proportion, Farbe und Material einen klareren, bewussteren Ausdruck zu geben. Die Modelle sollten richtungsweisend wirken und sich trotzdem jeden Tag mühelos tragen lassen.
Ich mag es außerdem, Hybride zu schaffen und mit vertrauten Typologien zu spielen – etwas sehr Technisches zu nehmen und zu verschieben, wie wir es wahrnehmen oder tragen. Die Sneaker-Ballerina ist dafür wohl das deutlichste Beispiel: Sie bringt zwei sehr unterschiedliche Sprachen in einem Produkt zusammen.“
Der RECEPTOR ist in der Bewegung zwischen Stadt und Natur verwurzelt. Wie hat diese Idee Ihre Interpretation geprägt?
„Ich finde, die Grenzen zwischen urbanen und aktiven Umgebungen verschwimmen heute immer mehr. Die Eigenschaften, die wir früher vor allem mit Outdoor- oder Performance-Produkten verbunden haben, sind genauso wichtig geworden für die Art, wie wir uns durch eine Stadt bewegen.
Es hat etwas sehr Zeitgemäßes, ein hochinnovatives, technisches Produkt zu tragen, das die natürliche Bewegung von Fuß und Körper unterstützt, wo immer man gerade ist. Komfort, Stabilität, Schutz, Atmungsaktivität, Beweglichkeit und Flexibilität sind nicht mehr an eine Umgebung gebunden; wir erwarten sie den ganzen Tag über.
Genau das finde ich am RECEPTOR spannend: Er bewegt sich ganz selbstverständlich zwischen diesen verschiedenen Kontexten. Da ist ein Gefühl von Schutz und Leistung, aber auch von Leichtigkeit.“
Welche Details oder Qualitäten des neuen Drops sind Ihnen besonders wichtig?
„Die skulpturale Sohle und die mehrschichtige Konstruktion bleiben zentral. Sie geben dem Schuh seinen Charakter und sein Gefühl von Bewegung. Bei diesem Drop haben wir uns darauf konzentriert, diese Elemente besonders klar und ausgereift wirken zu lassen, und Farbe und Material genutzt, um den Ausdruck zu verschieben und der Silhouette neue Energie zu geben.
Auch hier ging es nicht darum, den RECEPTOR neu zu entwerfen, sondern von der Stärke des bestehenden ECCO-Designs aus zu arbeiten – und zu sehen, wie Farbe, Material und unerwartete Kombinationen ihn neu lesbar machen.“
Was sollen die Menschen fühlen, wenn sie diese Schuhe tragen?
„Ich hoffe, sie fühlen sich selbstbewusst und wohl, aber auch sehr frei in ihrer Bewegung. Für mich entsteht dieses Gefühl von Freiheit, wenn man etwas trägt, das technisch sehr durchdacht ist, über das man aber nicht nachdenken muss – es unterstützt einfach den Körper und passt sich an die Art an, wie man lebt.
Es hat eine klare Haltung, ist aber letztlich dafür gemacht, Teil des Alltags zu werden.“