Die Paris Fashion Week stand in diesem Jahr im Zeichen von Debüts, Umbrüchen und großen modischen Momenten. Das ist auf der Pariser Modewoche für Frühjahr/Sommer 2026 passiert.
Die größte Anzahl an Kollektionsdebüts für Frühjahr/Sommer 2026 fanden in Paris statt. Insgesamt 9 Designer präsentierten hier ihre erste Damen-Kollektion für ein großes Modehaus.
Miguel Castro Freitas startete die Pariser Debütsaison mit seiner Kollektion für Mugler. Jonathan Anderson zeigte seine erste Damenkollektion für Dior. Er war zuvor bei Loewe. Hier übernahmen ab dieser Saison Jack McCollough und Lazaro Hernandez (Gründer von Proenza Schouler). Bei Balenciaga debütierte Pierpaolo Piccioli (zuvor Valentino) als neuer Creative Director, bei Jean Paul Gaultier war es Duran Lantink, bei Carven Mark Thomas und bei Maison Margiela übernahm Glenn Martens. Und dann kam das große Finale: Der ehemalige Botttega-Veneta Designer Matthieu Blazy präsentierte seine erste Show für Chanel.
Von Debüt bis jahrelange kreative Spitze: Hier kommen die Highlights der 76 Schauen und 36 Präsentationen der französischen Modewoche für Frühjahr/Sommer 2026.
Matthieu Blazy präsentierte sein Debüt für Chanel und eröffnete damit eine neue Ära bei dem Traditionshaus. Im Grand Palais inszenierte der belgische Designer eine Reise durch sein Chanel-Universum: zwischen leuchtenden Planeten schwebten Models in fließenden Silhouetten, Tweed, funkelnden Kleidern und Federdetails über den Laufsteg, ganz im Sinne der Chanel-DNA. Blazy modernisiert das Erbe des Hauses mit Leichtigkeit, Glamour und exttravaganten Accessoires.






Fotos: launchmetrics.com/spotlight
Mit seiner Debütkollektion bei Dior verneigt sich Jonathan Anderson vor der Geschichte des Hauses von Christian Dior bis John Galliano und definiert sie zugleich neu. Seine kürzer geschnittene Bar Jacke mit Rückenschlitz symbolisiert diesen Aufbruch. Für Frühjahr/Sommer 2026 treffen voluminöse Silhouetten auf cleanes Tailoring, Gender Codes verschwimmen. Accessoires wie die „Cigale Bag“ und florale Pumps setzen kunstvolle Akzente moderner Eleganz.






Fotos: launchmetrics.com/spotlight
Im Frühjahr/Sommer 2026 dreht sich für Kreativdirektor Alessandro Michele alles um „Fireflies“ (deutsch: Glühwürmchen). Inspiriert ist die Kollektion von Worten des italienischen Dichters Pier Paolo Pasolini, indem er Glühwürmchen als Sinnbild für das Licht in der Dunkelheit beschreibt. Bei Valentino entfaltet sich daraus eine leuchtende Vision. In einer Farbwelt aus Königsblau, Rot, Flieder, Violett und Gold verschmelzen dunkles Leder, feine Spitze und präzises Tailoring mit funkelnden Verzierungen wie flüchtige Lichtspuren in der Nacht.






Fotos: launchmetrics.com/spotlight
Isabel Marant begibt sich für Frühjahr/Sommer 2026 auf eine Reise in die Wüste. Was dabei getragen wird? Strukturierte Hemden, Cargo-Silhouetten, gehäkelte Kleider, texturierte Bomberjacken und hitzegegerbtes Leder treffen auf verwaschene Seide und transparente Shirts. Totemartige Stickereien, perlenbesetzte Fransen, Schmuck mit Gravuren und um die Hüfte drapierte Tücher verleihen einen spielerischen Charme. Die Farbpalette der Isabel Marant Wüste reicht von Sand bis Ecru und zartem Geld bis Bronze, mit Akzenten aus Schwarz, Violett und Camouflage.






Fotos: launchmetrics.com/spotlight
„Kindred Spirit“ nennt Nicky Zimmermann ihre Frühjahr/Sommer 2026 Kollektion, eine poetische Fusion kreativer Welten. Der Laufsteg erblüht in psychedelischen Blumenmustern, sanftem Batik und leuchtenden Farbtönen. Florals for spring sind selten groundbreaking. In diesem Falle jedoch schon. Denn: Die Prints zeigen sich neu interpretiert. Mal übergroß, mal zart, mal abstrakt, doch stets in romantischer Leichtigkeit. Fließende Stoffe, luftige Layerings, Jeans-Looks und opulente Silhouetten verweisen auf die Ästhetik der 1970er und formen gemeinsam einen modernen Boho-Traum.
Fotos: launchmetrics.com/spotlight
Louis Vuitton zeigte seine Frühjahr/Sommer 2026 Kollektion im Louvre als eine Hommage an die Kunst, Mode als persönlichen Ausdruck zu verstehen. Unter dem Titel „L’Appartement“ (deutsch: die Wohnung) inszeniert Nicolas Ghesquière Looks, die die Lebensphasen einer Frau widerspiegeln in Form fließender Kleider, kunstvoller Oberteiler, sanfter Pudertöne und ornamentaler Details. Schals, Turbane und bodenlange Mäntel verleihen der Kollektion eine lässige und doch raffinierte Eleganz.




Fotos: Courtesy of Louis Vuitton
Unter dem Titel „At Work“ reflektiert Miuccia Prada über die Bedeutung weiblicher Arbeit und machte die Schürze dabei zum Symbol von Stärke und Stil. Schauspielerin Sandra Hüller eröffnete die Schau im Palais d’Iéna, gefolgt von Richard E. Grant und Milla Jovovich. Zwischen Leder, Denim und floralen Prints erscheint die Schürze mal als Kleid, mal als Oberteil, mal über der Hose, mal unter der Jacke, mal einfarbig, mal mit Blumenprint und stets fern vom verstaubten Bild häuslicher Arbeit.






Fotos: launchmetrics.com/spotlight
Das Leitmotiv von Sarah Burtons zweiter Kollektion für Givenchy: Kraftvolle Feminität. Schon seit ihrem Givenchy-Debüt rückt die Designerin die weibliche Stärke ins Zentrum ihrer Arbeit. Diesmal erforsche sie, wie sie selbst sagt, „die Stärke von Frauen durch feminine Archetypen“. Das Ergebnis: fließende Silhouetten, die die weibliche Form sanft umspielen, subtile Sanduhrlinien, schmeichelnde Ausschnitte an Dekolleté und Rücken, ultrakurze Röcke sowie ein raffiniertes Spiel aus Volumen und Transparenz.






Fotos: launchmetrics.com/spotlight
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