# HANDWERKSKUNST & HERITAGE

Coccinelle macht die Schönheit greifbar

Seit fast 50 Jahren begeistert die italienische Marke mit zeitlosen Designs, die immer auch den Zeitgeist treffen. In der neuen Winterkollektion leben Klassiker neu auf und verschmelzen mit aktuellen Trends. Ein Blick hinter die Kulissen von Coccinelle

Von Katharina Pfannkuch

Das ikonische C mit dem typischen Plektrum, hier in der C-ME Linie, prägt das Logo von Coccinelle. Foto: Dominik Xaver.

Man sieht sie auf Business-Flügen und auf Flaniermeilen, in Meetings und beim entspannten Aperitif, über den Schultern von Teenagern und in den Händen erfolgreicher Geschäftsfrauen: Handtaschen von Coccinelle begleiten Leben und den Alltag vieler Frauen, über Generationen, Situationen und Stile hinweg. Vielseitig, aber nicht willkürlich, klassisch, aber nie langweilig – auf diese Formel könnte man das Erfolgsgeheimnis der 1978 gegründeten Marke bringen. In der Provinz Parma, genauer gesagt in der kleinen Gemeinde Sala Baganza, begann vor fast fünf Jahrzehnten die Geschichte der Marke mit dem ikonischen -C- im Logo.

Handwerkskunst und feinstes Leder prägten die Taschenkollektionen von Anfang an, ebenso wie zeitlos-klassische Designs. Der erste Coccinelle Flagship Store entstand im legendären, für Design, Kunst und Mode bekannten Mailänder Viertel Brera im Palazzo Valerio. Heute strahlt die Coccinelle-Aura in die ganze Welt aus: In über 45 Ländern ist die Marke präsent; allein in Japan eröffnete sie dieses Jahr vier Pop Up-Stores. Neben den Kollektionen aus großen und kleinen Handtaschen sind hier auch Accessoires wie Bag Charms, Gürtel, Portemonnaies und ein stetig wachsendes Schuh-Sortiment zu finden, das die Herzen von Ballerina-Fans ebenso höher schlagen lässt wie jene von Loafer-Liebhaberinnen. Als Essenz einer jeden Coccinelle-Kollektion aber dürften die Handtaschen gelten.

Klassisch, mit besonderem Schwung versehen und in drei Größen (Mini, Small und Medium) erhältlich sind die Coccinelle C-ME-Modelle. Foto: Dominik Xaver.

In diesen Taschen zeigt sich die ganze Kunst des italienischen Handwerks und Stilbewussteins. Das Material, an das wohl die meisten denken, wenn sie den Namen Coccinelle hören, ist weiches, gewalktes Leder. Aber auch Denim-Optik und Leder mit Craquèle- und Metallic-Effekten gehören zum Repertoire der aktuellen Winterkollektion. So ist die Coccinelle Beat Generation Bag in klassischen Farben wie Cognac, Noir oder Snow, aber auch mit silbrig schimmerndem Finish oder im Denim-Look mit Monogramm-Print zu haben. 

Klassiker der Marke weiterzuentwickeln, ohne Kompromisse in der Schnörkellosigkeit und Raffinesse ihres Designs zu machen, ist eine Kunst, die man bei Coccinelle beherrscht – und die für einen unaufgeregt daherkommenden und gerade deshalb so begehrten Wiedererkennungswert sorgt. Auch hier ist die Beat-Linie ein ideales Beispiel: Der geflochtene Henkel der Mini-Bucketbag etwa lässt sich verstellen, abnehmen, austauschen und damit jeder Lebenssituation anpassen.

Ästhetik und Alltagstauglichkeit in Accessoires miteinander zu verbinden, diese Vision verfolgt Coccinelle. Foto: Dominik Xaver.

Auch darin steckt ein Teil des Erfolgs von Coccinelle: Die Funktion tritt nie hinter den ästhetischen Aspekten des Designs zurück, sondern verschmilzt mit ihnen. „Unsere Mission: Accessoires zu entwerfen, die mit dem echten Leben in Einklang stehen“, so formuliert es Emanuele Mazziotta, COO von Coccinelle. Schon immer habe ihn an der Welt der Mode und der Accessoires fasziniert, wie Ästhetik und Funktion aufeinandertreffen und „Schönheit eine greifbare und zweckbestimmte Form annimmt.“

Die Coccinelle Beat Generation Bag in Silber balanciert gekonnt zwischen Sophistication und Funktionalität. Foto: Dominik Xaver.

Das gelingt. Vermutlich kennt fast jede Frau – und vor allem jede Taschenliebhaberin – das Dilemma, wenn ein Design sie zwar optisch begeistert, aber im echten Leben einfach nicht funktional überzeugen kann. Die Henkel zu kurz, die Innentaschen zu klein, solche kleinen Details können im Alltag zum großen Störfaktor werden. Bei Coccinelle werden sie von Anfang an mitgedacht, damit ein „entweder oder“ zwischen Ästhetik und Alltagstauglichkeit gar nicht erst entsteht.

Der perfekte Begleiter für Tag und Nacht: Die Coccinelle Double Beat bietet Platz und Flexibilität. Foto: Dominik Xaver.

Zum Beispiel dank der Double Beat Medium: Wenn ein erfolgreicher Tag zuende geht und die Vorfreude auf den Abend in der Bar wächst, aber keine Zeit für einen Outfit- und Taschenwechsel bleibt, lässt sich die Außentasche abnehmen und zur Clutch umfunktionieren. Auf Reisen kann die kleine Tasche im Inneren der großen verschwinden und Raum für Schmuck oder Schlüssel bieten. Was praktisch klingt, sieht auch noch gut aus. Auf diese Weise werden Taschen zu echten Glücksbringern im Alltag. Einen passenderen Namen als Coccinelle – Italienisch für „Marienkäfer“ – könnte die Marke also gar nicht haben.  

Meistgelesen in Fashion

  1. Fashion · TrendsDie wichtigsten Farbtrends 2026 der Fashion Weeks
  2. Fashion · DesignerTweed, Tüll und Two-Tone Heels: Matthieu Blazy zeigt Chanel Frühjahr/Sommer 2027 in Paris
  3. Fashion · TrendsTwist happens: Das sind die coolsten It-Pieces im Herbst 2026
  4. Fashion · TrendsBasics, die mitdenken – und jede Reise mitmachen
  5. Fashion · DesignerEine neue Generation an Designerinnen: Diese 5 Frauen denken Berliner Mode neu

Stay In Touch

Be the first to know about new arrivals and promotions