Eine Reise für ein gesünderes Leben

Longevity, Biohacking, Healthspan, Lifespan, Healthy Aging, Zellgesundheit – diese Begriffe sind längst nicht mehr nur Buzzwords. Ob Beauty, Sport oder ganzheitliche Gesundheit: Sie begegnen uns überall in allen Bereichen. Unzählige Methoden, Maßnahmen, Routinen, Programme und Produkte versprechen dasselbe Ziel: ein längeres, gesünderes Leben.

Doch wo genau fängt man an und was ist nur leeres Marketingversprechen?

Amway Farm
Amway Farm

Um mehr darüber zu erfahren, was wirklich zu einem langen, aber vor allem gesunden Leben führen kann, bin ich nach Amerika gereist – dem Gründungsort von Amway. 

Amway ist ein Direktvertriebsunternehmen mit Hauptsitz in Ada, Michigan, USA, das es sich zum Ziel gesetzt hat, den Menschen zu einem besseren, längeren Leben zu verhelfen. So das offizielle Unternehmens-Statement. Was sie dafür tun? So einiges: Das Unternehmen investiert seit Jahrzehnten in Forschung rund um Ernährung, Pflanzenstoffe und Hautpflege und arbeitet eng mit Wissenschaftlern sowie externen Forschungseinrichtungen zusammen. Im Jahr 2003 gründete Amway sogar einen wissenschaftlichen Beirat mit 14 branchenführenden Experten aus Bereichen wie Dermatologie, Darmgesundheit, Ernährung, Lebensmittelwissenschaft, Altersmechanismen und vielen mehr. Sie sollen das Unternehmen in Forschungsfragen beraten, Empfehlungen geben und neue Gemeinschaftsprojekte unterstützen. 

Dr. Brian Kennedy

Dr. Brian Kennedy

Dr. Brian Kennedy ist Fachreferent für Amway und hat unsere Reise mit seinem tiefgreifenden Wissen begleitet hat: „Ich glaube, wir verfügen bereits über Maßnahmen, um die gesunde Lebensspanne und die Gesamtlebensdauer der menschlichen Bevölkerung um durchschnittlich 5 bis 10 Jahre zu verlängern“. Er ist Professor für Biochemie und Physiologie sowie Programmleiter und Direktor verschiedener Institutionen im Bereich Longevity. Seine Forschung konzentriert sich besonders darauf, Mechanismen abzugrenzen, die das biologische Altern vorantreiben und stattdessen Maßnahmen zu identifizieren, die die Gesundheit und Lebensdauer vorantreiben. Dabei ist ihm wichtig, nicht nur die Lebensdauer, sondern die sogenannte „Healthspan“ bzw. die „Gesundheitsspanne“ zu verlängern – also die Zeit im Leben, in der man gesund ist. Heute arbeitet er zudem eng mit Amway zusammen: „Ich möchte sehen, dass die Möglichkeiten demokratisiert werden. Dass jeder Zugang dazu hat.“

Zu den meistverkauften Marken von Amway gehören Artistry, Premium-Hautpflegemarke und XS, Energy- und Sports-Nutrition-Marke sowie Nutrilite, Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln. Nutrilite ist die einzige globale Vitamin- und Nahrungsergänzungsmarke, die Pflanzen auf eigenen zertifiziert biologischen Farmen anbaut, erntet und verarbeitet.

Ich durfte den ganzen Prozess vom kleinen Samen über die Ernte und die Verarbeitung im Labor bis hin zum fertigen Produkt nachverfolgen und vieles lernen!

Welcome to America!

Columbia River

Columbia River in Hood River, Oregon, USA

An einem Donnerstagmorgen ging die Reise los – von München nach London, wo ich meine Mitreisenden endlich persönlich kennenlernen durfte. Darunter Redakteure aus verschiedensten Teilen Europas: Italien, Spanien, Ungarn, Tschechien und Polen. Angekommen in Hood River, Oregon, USA haben wir den Tag bei einem ersten gemeinsamen Abendessen auf der Terrasse direkt am Columbia River ausklingen lassen.

Ein Tag auf der Farm

Nicht weit entfernt von Hood River liegt eine der vier Farmen von Amway: Die Farm in Trout Lake, Washington. Hier hat uns die Farmmanagerin Danielle Kruse einen exklusiven Einblick in den Ursprung der Nahrungsergänzungsmittel gegeben. Danielle Kruse leitet die tägliche Arbeit der Ernteplanung, Budgetierung, Bodenvorbereitung, Bepflanzung, Kompostierung, Ernte, Wurzelwäsche und Dehydrierung geernteter Pflanzen. Vom Samen bis zur Vorbereitung der Pflanze für die Weiterverarbeitung hat sie alles im Blick und achtet dabei stark auf Nachhaltigkeit – egal ob bei der Verbesserung der Bodenqualität oder des Lebens ihrer Mitarbeitenden.

Unterstützung erhält sie von Summer Ragosta, Managerin und Expertin für Botanik und ökologische Landwirtschaft. Sie setzt sich für nachhaltige Landwirtschaft, vertikale Integration und die Zusammenarbeit von Landwirt:innen, Kräuterforscher:innen, Produktentwickler:innen und klinischen Prüfer:innen ein.

 

Auf der Farm durfte ich sehen, wie die Pflanze geerntet und getrocknet wird, um sie für die Weiterverarbeitung vorzubereiten. Besonders beeindruckend für mich war, wie viel bedacht und beachtet werden muss, bis die Pflanze geerntet wird, sodass der größte Nutzen aus der Wirkung der Pflanze geschöpft werden kann.

Bei der Blaubeerernte auf der Farm haben wir die über 17 verschiedenen Sorten testen können und mehr über die Unterschiede nicht nur in Form und Größe, sondern auch im Geschmack und vor allem der Wirkung im Körper erfahren. Hieran forscht Dr. Mary Ann Lila, Direktorin des Plants for Human Health Institute und David H. Murdock Distinguished Professor im Bereich für Lebensmittel, Bioprozesstechnik und Ernährungswissenschaft an der North Carolina State University.  Als wissenschaftliche Beraterin von Amway hat sie wichtige Erkenntnisse über die Pigmente in Heidelbeeren, schwarzen Johannisbeeren, Preiselbeeren und anderen Beeren beigesteuert, die bei der Einnahme potenzielle gesundheitliche Vorteile mit sich bringen: „Ich glaube, dass es ein enormes Potenzial gibt, durch pflanzlich orientierte Ernährung weit mehr für die Dauer eines gesunden Lebens zu tun, als wir je für möglich gehalten hätten“. Diese Pigmente sollen antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften sowie positive Effekte auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit, den Stoffwechsel, die Darmgesundheit und die kognitive Funktion haben. Das Ziel auf der Farm ist es, die wertvollen Inhaltsstoffe der Pflanzen zu maximieren und bestmöglich zu erhalten sowie den natürlichen Nutzen der Pflanze entlang des gesamten Prozesses zu berücksichtigen.

Reise nach Grand Rapids, Michigan, USA

Der Samstag war ein reiner Reisetag: Von Portland über Chicago führte unser Weg weiter nach Grand Rapids, Michigan ins Amway Grand Plaza.

Für Amway ist Grand Rapids von besonderer Bedeutung. Die beiden Gründer Jay Van Andel und Rich DeVos stammen beide aus dieser Region, weshalb der Hauptsitz von Amway sich bis heute hier befindet.

Direkt am Grand River liegt das Amway Grand Plaza, ein über 100 Jahre altes Hotel, entworfen von den Architekten Warren & Wetmore, die auch am New York Central Terminal beteiligt waren. 1913 eröffnete es als das „Pantlind Hotel“ und beherbergte vor allem die Besucher:innen der Möbelmessen. Denn Grand Rapids galt Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts als Möbelhauptstadt Amerikas und empfang zahlreiche Einkäufer:innen, Händler:innen, Architekt:innen und Innenausstatter:innen.

In den 1970er-Jahren geriet sowohl das Hotel als auch die Innenstadt von Grand Rapids in Schieflage. Viele Menschen zogen in Vororte, Geschäfte schlossen und das Pantlind verlor an Bedeutung – bis Amway das historische Gebäude 1979 kaufte und in seine Restaurierung investierte. 1981 eröffnete es unter dem Namen „Amway Grand Plaza“ neu und wurde zwei Jahre später um einen 29-stöckigen Glasturm ergänzt.

Das Amway Grand Plaza verbindet historische Eleganz mit modernem Komfort. Neben den prachtvollen Säalen und beeindruckender Architektur verfügt das Hotel über einen großzügigen Wellnessbereich, Fitnesscenter, Pool und Whirlpool. 

Amway Grand Plaza

Amway Grand Plaza

Das ist Grand Rapids

Etwa 20 min vom World Headquater in Ada entfernt liegt Grand Rapids, wo wir übernachtet haben. Die zweitgrößte Stadt im US-Bundesstaat Michigan ist mit rund 200.000 Einwohnern das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region West Michigan.

Auch außerhalb der historischen Mauern des Amway Grand Plazas hat die Stadt viel zu bieten. Entlang des Grand Rivers über die nächste Brücke spaziert man direkt zum Gerald R. Ford Presidential Musem, das dem 38. US-Präsident Gerald Ford, der aus Grand Rapids stammt, gewidmet wurde. Zusammen mit seiner Frau Betty Ford ist seine Grabstätte sogar direkt neben dem Museum angelegt worden.

Eine kurze Autofahrt entfernt, vorbei an etlicher Kunst in Form von Wandmalereien oder Skulpturen, geht es in den Frederik Meijer Gardens & Sculpture Park. Auf 158 Hektar erstreckt sich ein Ort, der zu jeder Jahreszeit spektakulär zu sehen ist. Der Frederik Meijer Gardens & Sculpture Park vereint Fred Meijers Liebe zur Bildhauerei mit der Liebe seiner Frau Lena zu Blumen. Ein Erlebnis aus 200 Skulpturen, wechselnden Gartenbauausstellungen, Wiesen, Wäldern, Feuchtgebieten und Gewächshäusern, in dem es unzählige Facetten der Natur zu entdecken gibt. 

Amway World Headquaters in Ada, Michigan, USA

Der krönende Abschluss der Reise war die Besichtigung des World Headquaters von Amway in der Gründungsstadt Ada, Michigan. Mit dem schnellen Wachstum des Unternehmens wurden die Räumlichkeiten immer weiter ausgebaut und umfassen heute einen großen Komplex aus Büros, Forschungslabor, Produktions- und Logistikbereichen.

Ausgestattet in Hygienekleidung mit Haarnetz, Gummihandschuhen, Schuhüberzieher und Schutzmantel konnten wir Schritt für Schritt nachverfolgen, wie aus der getrockneten Pflanze von der Farm ein fertiges Supplement entsteht.

Dabei wurde schnell deutlich: Hinter jedem Produkt steckt ein komplexer Prozess. Je nach Supplement unterscheiden sich die einzelnen Herstellungsschritte, doch ein hoher Qualitäts- und Sicherheitsstandard steht bei Amway stets im Mittelpunkt. In den Laboren werden die Inhaltsstoffe und fertigen Produkte umfassend geprüft und getestet. Dabei geht es nicht nur um Reinheit und Qualität, sondern auch darum, wie die enthaltenen Nährstoffe im Körper verfügbar gemacht werden können. Dafür sind zahlreiche Testverfahren und tiefes Verständnis biologischer Prozesse notwendig.

Doch auch mit der Fertigstellung des Supplements endet der Prozess noch nicht. Ein umfangreiches Qualitätsmanagement stellt sicher, dass mögliche Abweichungen erkannt, überprüft und Produkte gegebenenfalls aussortiert werden. So wird jeder einzelner Produktionsschritt kontrolliert, bevor das fertige Produkt seinen Weg zum Verbraucher findet.

Mit vielen Eindrücken, Perspektiven und neuem Wissen im Gepäck geht es zurück nach Hause.

Diese Reise hat mir gezeigt, Longevity ist weit mehr als ein kurzfristiger Trend oder ein einzelnes Produkt. Es geht um das Zusammenspiel vieler Faktoren: um Ernährung, Bewegung, Regeneration, Lifestyle, Wissenschaft und die bewusste Entscheidung, die eigene Gesundheit langfristig für sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen.

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