Wenn der Sommer nach Berlin kommt, gibt es (meiner Meinung nach) keinen besseren Ort. Das sind die schönsten Aktivitäten und Spots in der deutschen Hauptstadt in diesem Sommer
Wenn die ersten Tische ins Freie rücken, die Dachterrassen eröffnen und sich das Leben ans Wasser verlagert, beginnt die Saison der endlosen Sommertage (und in Berlin die schönste Zeit des Jahres). Hier kommen meine Highlights des Sommers in Berlin.
Die deutsche Hauptstadt wird oft als Hauptstadt der Nacht beschrieben. Eine Stadt der legendären Technoclubs, stilvollen Weinbars und avantgardistischen Galerien. Doch jenseits ihres Images als urbaner Spielplatz verbirgt sich eine überraschend grüne Seite. Rund 40 Prozent der Metropole bestehen aus Parks, Wäldern und Wasserlandschaften, die zwischen Brutalismus, Gründerzeitfassaden und Graffiti immer wieder Raum zum Durchatmen schaffen.
Wiese in den Gärten der Welt. Foto: Lina Dornheim
Wer dem Trubel für ein paar Stunden entfliehen möchte, hat die Qual der Wahl: vom weitläufigen Tiergarten über den Viktoriapark mit seinem Wasserfall bis hin zum Körnerpark, einer grünen Oase mitten im kunterbunten Neukölln. Im Osten Berlins nehmen die Gärten der Welt auf eine Reise durch internationale Gartenkunst mit.
Und dann ist da noch das Tempelhofer Feld. Kaum ein anderer Platz verkörpert Berlins Freiheitsgefühl wie die größte innerstädtische Freifläche der Welt: offen, weit und voller Möglichkeiten.
Doch die Natur Natur endet nicht an den Berliner Parktoren. Über die ganze Stadt verteilt laden Cafés mit versteckten Gärten, blühenden Innenhöfen und schattigen Terrassen dazu ein, den Nachmittag bei Matcha Latte oder Cappuccino und hausgemachtem Kuchen noch ein wenig länger auszudehnen.
Lotta Tagesbar: Charlottenburgs grüne Oase mit hausgemachten Snacks und Kuchen.
Garten Mitte: Ein verwunschener Innenhof liegt seit kurzem mitten in Mitte direkt am beliebten Gipsdreieck.
Orangerie Neukölln: Gewächshaus-Flair und üppiges Grün mit französischem Flair.
ZEIT Café: Kunst, Kaffee und Kuchen in einer alten Berliner Tankstelle.
Café am Neuen See: Seeblick, alte Bäume und ein Berliner Sommer wie aus dem Bilderbuch.
Lotta Tagesbar. Foto: ©carlotta_ca
Wer noch weiter hinaus möchte, folgt dem Wasser. Denn neben Parks und Grünflächen ist es vor allem die außergewöhnliche Seenlandschaft, die Berlin von anderen europäischen Metropolen unterscheidet. Mehr als 3.000 Seen verteilen sich auf Berlin und Brandenburg. Abgesehen vom Ufer der Spree, sind sie es, die die Berliner:innen im Sommer an versteckte Badestellen, historische Strandbäder und schattige Ufer ziehen.
Blick auf den Schlachtensee. Foto: Lina Dornheim
Strandbad Wannsee: Seit 1907 der große Sommerklassikern der Hauptstadt.
Badeschiff: Ein Pool auf der Spree mit Beachclub-Flair.
Strandbad Orankesee: Strandbad mit nostalgischem Flair im Osten der Stadt.
Müggelsee: Berlins größter See und ein Klassiker für Wassersport, Strandtage und Sonnenuntergänge.
Schlachtensee: Bewaldete Ufer und ein idyllischer Rundweg.
Werbellinsee: Smaragdgrünes Wasser und dichte Wälder in Brandenburg.
Die schönsten Tische stehen im Sommer unter freiem Himmel. Sie erzählen von Urlauben im Süden, von langen Lunches, die sich bis in den Nachmittag ziehen und von lauen Abenden, an denen niemand auf die Uhr schaut. Während die Sonne langsam hinter den Dächern verschwindet, werden Teller geteilt, Wein nachgeschenkt und diskutiert. Was nach Südfrankreich, den Kykladen oder Apulien klingt, lässt sich auch in Berlin erleben. Diese Restaurants bringen ein Stück Sommerurlaub in die Hauptstadt.
Bardele: Was als Pop-up begann, gehört mittlerweile zu den beliebtesten Italienern der Stadt.
Bergmanns: Shared Dining im großzügigen Außenbereich inmitten des Bergmannkiez
Kink: Im Schatten alter Bäume trifft hier Biergarten auf Restaurant, auf Brunch-Spot.
Luna D’Oro: Legendär ist vor allem der Spiegelsaal in Clärchens Ballhaus. Im Sommer wird jedoch der begrünte Innenhof eröffnet.
Kai Bar Brasserie: Eine saisonale Fusion Brasserie mit einem idyllischen Innenhof.
November Brasserie: Kreative japanische Küche mit Fokus auf (rohem) Fisch
Bostich: Atmosphäre eines Pariser Bistros mit kulinarischen Einflüssen aus Frankreich, Deutshchland und der Schweiz
Terrasse des Bostich. Foto: Bostich
Doch Berlin wäre nicht Berlin, wenn der Abend nach dem Dinner enden würde. Stattdessen beginnt der getanzte Teil der Nacht – und das zu Musik von den schönsten Freiluftbühnen der Stadt.
Publikum beim Lollapalooza 2024. Foto: @fabiankirchner
Sommerinsel: Auf der Insel der Jugend wird bei dieser Konzertreihe an Dienstagabenden zu Künstler:innen wie Luca Vasta, Mei Semones und Lara Hulo getanzt. 09. Juni bis 04. August 2026
Lollapalooza: Top-Acts wie Lilly Allen, Lorde und Zara Larsson sowie Festival-Atmosphäre mitten in der Hauptstadt. 18. bis 19. Juli 2026
Pop-Kultur Festival: Konzerte, Talks, DJ-Sets und Workshops lassen Popkultur erleben und mitgestalten. 24. bis 30. August 2026
Citadel Music Festival: Innerhalb der historischen Mauern der Zitadelle Spandau finden einige der größten Open-Air-Konzerte des Berliner Sommers statt.
Auch Klassikfans kommen auf ihre Kosten. Denn: Vor der beeindruckenden Kulisse von Konzerthaus, Deutschem und Französischem Dom treffen beim Classic Open Air große Werke der klassischen Musik auf moderne Arrangements. Das Festival findet vom 09. bis 14. Juli 2026 statt.
Die Kulisse des Classic Open AIr. Foto: Artem Heissig
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