Oura Ring 5 im Test: Der kleinste Smart Ring der Welt – und was er im Alltag wirklich bringt

Vierzig Prozent kleiner als sein Vorgänger, eine Woche Akku, neue Sensorik: Der Oura Ring 5 ist da. Über die Fakten zum neuen Modell, einen persönlichen Praxistest und die Frage, die uns Leserinnen am häufigsten stellen: Wie sieht es eigentlich mit Strahlung aus?

Frau trägt den Oura Ring 5 in Deep Rose am Finger
Foto: Oura

Oura Ring 5: Die Fakten vorab

Bis zu 100-mal stärker als am Handgelenk pulsiert das Signal der Arterien im Finger – dieser eine physiologische Fakt erklärt, warum Oura seine Gesundheitsdaten am Ring misst statt an der Smartwatch. Der Oura Ring 5 ist um 40 Prozent geschrumpft und damit nach Herstellerangaben der kleinste Smart Ring der Welt: dünner, leichter, mit weicherer Rundung, aus antiallergenem Titan, dazu die kratzfesteste Beschichtung bisher und wasserdicht bis 100 Meter (IP68). Die neue Sensorarchitektur mit flacheren Sensor-Domes, stärkeren LEDs und zwölf Signalwegen soll über verschiedene Fingerformen und Hauttöne hinweg genauere Messwerte liefern, der Akku hält rund eine Woche. Softwareseitig baut Oura mit „Health Radar“ ein Frühwarnsystem auf, das Biometrie-Muster im Hintergrund beobachtet – nächtliche Atmung macht den Anfang. Zudem neu: Live-Tracking für Workouts und eine granulare Datenlösch-Funktion. Wichtig für Umsteigerinnen: Wegen der neuen Form empfiehlt Oura, die Größe mit dem Sizing Kit neu zu bestimmen.

Zwei Hände mit dem Oura Ring 5 in Silver und Gold

Foto: Oura

Mein Erfahrungsbericht mit dem Oura Ring 5

Frau mit dem Oura Ring 5 in Deep Rose am Zeigefinger

Foto: Oura

Seit mehreren Monaten trage ich den Ring 5 in Deep Rose. Die schmalere Form war für mich der entscheidende Punkt: Der Ring stört einfach nie – nicht beim Tippen, nicht beim Sport, nicht nachts. Und die Alltagstauglichkeit hält, was Oura verspricht: Nach Wochen im Dauereinsatz hat er immer noch keinen einzigen Kratzer, dabei war er im Urlaub im Meer und am Strand genauso dabei wie bei jedem Training. Drei Funktionen haben sich darüber hinaus für mich als echte Alltagsbegleiter herausgestellt.

Schlaf

Ich habe damit eine viel bessere Übersicht, wie viel Schlaf ich tatsächlich bekommen habe – und wie viel Defizit sich vielleicht über die Woche aufgebaut hat. Für mich ist das ein wichtiger Parameter geworden, und ehrlicherweise auch eine Motivation: Wer das Minus schwarz auf weiß sieht, geht abends früher ins Bett. Genau diese sanfte Verbindlichkeit hat mir bei guten Vorsätzen bisher gefehlt.

Zyklustracking

Für mich ein Highlight, weil ich da bisher oft den Überblick verloren habe. Mit dem Ring weiß ich jetzt immer genau, wo ich stehe – und vor allem, ob ich auf Reisen mit meiner Periode rechnen muss. Gerade bei einem vollen Terminkalender mit viel Unterwegssein ist das eine kleine Funktion mit großem Entlastungseffekt.

Sport

Dass ich Aktivitäten nie aktiv am Ring (oder bisher an einer Uhr) starten muss, finde ich super praktikabel – er erkennt von selbst, dass ich trainiere, und sogar, was ich mache. Fast immer korrekt: Fußball mit den Kindern, Tennis, die Radfahrt zur Arbeit – alles landet zuverlässig im Protokoll. Nur die simple Hausarbeit wird gelegentlich zum Krafttraining geadelt. Aber ganz ehrlich: So falsch liegt der Ring damit gar nicht.

Und was ist mit Strahlung?

Für mich eine wichtige Frage, schließlich trage ich den Ring Tag und Nacht. Die Fakten: Gemessen wird beim Oura Ring mit Licht – LEDs durchleuchten die Haut, das ist optische Sensorik und keine Funkstrahlung. Gefunkt wird nur bei der Synchronisation mit dem Smartphone, per Bluetooth Low Energy, einem Standard mit sehr geringer Sendeleistung, die z.B. deutlich unter der eines Handys liegt. Es handelt sich dabei um nicht-ionisierende Strahlung, für die die Forschung nach heutigem Stand keine belegten Gesundheitsrisiken sieht. Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen will, nutzt den Flugmodus: Der Ring zeichnet dann weiter auf, speichert die Daten lokal und überträgt sie erst, wenn man ihn wieder verbindet – etwa einmal am Tag beim Kaffee. So bleibt nachts am Körper nur Licht und lässt einen beruhigt schlafen.

Oura Ring 5 im geöffneten Charging Case

Foto: Oura

Preis und Verfügbarkeit

Der Oura Ring 5 kostet laut Hersteller 429 Euro in Silver und Black, die Premium-Finishes Gold, Stealth, Brushed Silver und Deep Rose liegen bei 529 Euro. Dazu kommt die Oura-Mitgliedschaft (5,99 Euro im Monat oder 69,99 Euro im Jahr), ohne die der Ring nur eingeschränkt nutzbar ist – das sollte man ehrlicherweise einpreisen. Erhältlich über ouraring.com und den Handel.

Die sechs Finishes des Oura Ring 5: Gold, Silver, Black, Deep Rose, Brushed Silver und Stealth. Fotos: Oura

Hinweis: Der Oura Ring ist kein Medizinprodukt und ersetzt keine ärztliche Diagnose. 

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