Pop Girl Summer: Frauen, die 2024 die Popmusik zurückerobern

Girl Pop ist so was von zurück, es ist ein „Femininomenon“! Newcomerinnen wirbeln die Popszene genauso auf wie altbekannte Superstars. Wir stellen die Popgirls vor, die dieses Jahr unbedingt auf die Sommerplaylist sollten.

Von links nach rechts: Sabrina Carpenter, Chappell Roan, Charli XCX, Paula Hartmann
Die Sängerinnen Sabrina Carpenter, Chappell Roan, Charli XCX, Paula Hartmann (von links). Fotos: Universal Music Group, Ryan Lee Clemens, Harley Weir, Jakob Furis.

Geht es nur uns so, oder ist gerade eine wirklich gute Zeit für Popmusik?

Eine Welle von weiblichen Popsongs dominiert seit einiger Zeit die Charts. Viele bekannte Gesichter haben Ohrwürmer im Gepäck. Aber nicht nur das: Unter den Popgirls gibt es einigen frischen Wind, die uns alle mit Hymnen für den Sommer segnen.

Damit befinden wir uns in einer unglaublich bahnbrechenden Ära der Popkultur, in der es mehr erfolgreiche Künstlerinnen gibt als je zuvor. Und alle nutzen ihre Energie, großartige Hits zu kreieren. Sie durchbrechen dabei die Grenzen der Welt des Pop und nehmen die unterschiedlichsten Einflüsse aus anderen Musikrichtungen mit auf.

Es scheint, als wären alle Pop Girl Icons zurück

Allein in der ersten Hälfte dieses Jahres haben Popgrößen wie Billie Eillish, Ariana Grande, Dua Lipa, Beyoncé, Shakira und Camilla Cabello, Alben veröffentlicht und jede Menge Rekorde aufstellt.

Von Taylor Swift müssen wir dabei eigentlich erst gar nicht anfangen. Grammy-Rekord, zahlreiche Mini-Erdbeben auf der „Eras“-Tour (der kommerziell erfolgreichsten Tour aller Zeiten), Gelsenkirchen wurde für ihren Besuch zu Swiftkirchen und ihr neues Album „The Tortured Poets Department“ erreichte so viele Streams an einem Tag wie keines je zuvor. Müssen wir mehr sagen?

Aber das Jahr hat noch so viel mehr zu bieten. Worauf wir uns im Herbst freuen können?

  • That’s Hot: Das Album der „Stars Are Blind“-Sängerin Paris Hilton („Infinite Icon“) erscheint am 06. September
  • Am 20. September releasen die Pop-Ikonen Katy Perry („143“) und Nelly Furtado („7“) neue Alben

Wer mischt gerade die internationale Popszene auf?

Plattformen wie TikTok verhelfen Artists zunächst ein Nischenpublikum aufzubauen, um dann plötzlich viral zu gehen und schlussendlich um den Globus in den Charts zu landen. 

So war es auch bei diesen drei Künstlerinnen:

Sängerin (Pop) Sabrina Carpenter sitzt in einem hellblauen Babydoll-Kleid vor einem hellblauen Hintergrund

Sängerin Sabrina Carpenter. Foto: Universal Music Group

Sabrina Carpenter

Als Disney-Kinderstar bekannt geworden, dann mit Taylor Swift auf Tour, ging Sabrina Carpenter in diesem Jahr mit dem immer wieder angepasstem Outro ihrer Single „Nonsense“ viral. Mittlerweile werden ihre Hits millionenfach gestreamt und stehen weltweit an den Spitzen der Charts. 2024 ist definitiv das Jahr der 25-Jährigen – bestätigt auch Taylor Swift:

„SUMMER OF SABRINA AND MAY IT CONTINUE FOREVER”

Sabrinas Songs? Sie fühlen sich an wie ein süßer, glitzernder, energetisierender Sommerurlaub. Die Texte sind messerscharf und erzählen immer eine Geschichte. Die US-Amerikanerin hat die Gabe, ihre Hörer:innen tanzen, weinen und dann wieder Spaß haben zu lassen. Sie hat ohne Zweifel „good judgement“ und „good taste“.

Ihr sechstes, heiß erwartetes Album „Short ’n Sweet“ erscheint am 23. August.

Chappell Roan

Mit ihren voluminösen feuerroten Haaren, meist weißem Gesichtsmakeup, hyper-femininen, von Drag inspirierten Outfits und theatralischem Flair sieht Chappell Roan aus wie der geborene Superstar.

„I’m your favorite artist’s favorite artist.“

Der Weg dorthin war jedoch ein weiter: Die Sängerin verbrachte einige Jahre damit, über Nacht ein Erfolg zu werden. Im letzten Sommer veröffentlichte sie ihr Debütalbum „The Rise and Fall of a Midwest Princess“. Dann ging plötzlich alles ganz schnell: Der Song „Good Luck, Babe!“ ging auf TikTok ebenso überraschend viral wie ihr Auftritt bei NPRs „Tiny Desk Concert“.

Chappells Songs? Ein Mix aus Pop, Electronic und Rock Sounds, der genauso sofortige gute Laune verstreut wie melancholisch werden lässt. Sie stehen für queere Popmusik und erzählen davon, sich selbst zu finden sowie alte Überzeugungen loszulassen. Es geht um Liebe und Beziehungen in der heutigen Zeit, Situationships sowie moderne Romantik. Sicher ist: Die Hits kommen H-O-T-T-O-G-O in unsere Playlist.

Pop-Sängerin Chappell Roan trägt ihre roten Haare und weißes, Drag-inspiriertes Makeup

Sängerin Chappell Roan. Foto: Ryan Lee Clemens.

Hyper-Pop-Sängerin Charli XCX in weißem Shirt vor neutralem Hintergrund

Charli XCX. Foto: Harley Weir

Charli XCX

Mit Hits wie „Boom Clap“, „Break The Rules“ und „Boys“ ist Charli XCX seit mehr als einem Jahrzehnt im Musikbusiness und eigentlich keine Newcomerin mehr. Aber wieso fühlt es sich wie eine musikalische Neuentdeckung an?

„I went my own way, and I made it. I’m your favorite reference, baby.”

Und geschafft hat sie es definitiv. Mit ihrem neuen Album zeigt die Britin, dass sie noch nicht in die Ecke der vergessenen Popgirls gehört.

Charlis Songs? Die Texte des neuen Albums „brat“ sind smart, erfrischend und ehrlich. Sie singt über ihre Gefühle, Gedanken, ein unbeschwertes Leben sowie über Streitigkeiten mit anderen Künstler:innen (mit Lorde versöhnte sie sich im gemeinsamen Song). Das Album ist voller selbstbewusster Hyperpop-Songs, aber behandelt auch die Struggles des Frauseins, denn „girl, it’s so confusing sometimes to be a girl.“

Cover des Albums "brat" von Charli CXC
Brat Album Artwork

Kommen wir überhaupt noch am Brat Girl Summer vorbei? Das knallige „brat“-grün des Album-Covers ist überall – und Kamala Harris-approved: Sogar auf dem X-Kanal der Kampagne der US-Präsidentschaftsanwärterin finden sich zahlreiche Anspielungen und ein Titelbild in „brat“-grün.

„brat“ scheint mehr als ein Album – es ist eine Lebenseinstellung.

Wer sind unsere deutschen Popgirls?

Aber auch deutsche Künstlerinnen mischen auf unserer Pop Girl Summer Playlist mit – und da ist für jede:n was dabei!

Wer trifft genau den Nerv, um uns empowered und selbstsicher zu fühlen? „Nina, Nina, Nina!“ Mit Nina Chuba im Ohr kann uns keiner was! Dabei schwimmt das ehemalige Pfefferkorn mit glasklarer, unverkennbarer Stimme zwischen Pop, Rap, Reggae und Dancehall. Und das im Highspeed, keiner hält sie auf.

Überdrehte Popsongs gefällig? Künstlerinnen wie Dilla („Männer“ mit Herbert Grönemeyer, „Führerschein“) oder Baby B3ns („Liebe in Stereo“mit Yung Hurn) geben die deutsche Antwort auf den Hyperpop-Trend. Und auch das Ex-Wilde Huhn Zsá-Zsá releaste mit „Er kriegt mich nicht“ dieses Jahr ihren ersten Hit in deutscher Sprache.

Melodische Melancholie, Kopfkino und Feelings pur? Das ist Paula Hartmann, Schauspielerin, Sängerin und Jura-Studentin. Sie selbst beschreibt ihre Großstadtmärchen (so nennt sie ihre Musik) als „irgendwo zwischen Tristesse und Euphorie, zwischen verliebt sein und alleine bleiben.“ Mit ihren poetischen und emotional aufgeladenen Lyrics erzählt sie klangvolle Geschichten – und zwar genau von dem, was die Gen Z bewegt (und auch allem zwischendrin). Liebe, Schmerz, Wut, Rausch und Hoffnungslosigkeit – wir können uns nicht entziehen.

Die Playlist ist gebaut. Jetzt heißt es: Kopfhörer auf und los geht’s!

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