Im Rampenlicht: Aufstrebende Künstlerinnen, die 2026 Kunst und Kultur prägen

Von Kunst über Musik bis Theater: Diese weiblichen Künstlerinnen sollten wir jetzt auf dem Schirm haben.

7 aufstrebende Künstlerinnen aus Kunst und Kultur. Fotos: PR,Muriel Florence Rieben
7 aufstrebende Künstlerinnen aus Kunst und Kultur. Fotos: PR,Muriel Florence Rieben

7 spannende weibliche Künstlerinnen

Eine neue Generation von Künstlerinnen erobert derzeit Bühnen, Ateliers, Galerien und soziale Medien. Ob Malerei, Performance, Film oder Musik: Diese Frauen verbinden persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Fragen zu Körper, Identität und Politik. 7 davon gehören zu den spannendsten aufstrebenden Künstlerinnen 2026.

Musik: Sofia Isella

Klassisch ausgebildete Violinistin, Songwriterin, Produzentin und Dichterin: Die 20-jährige US-Künstlerin gilt als musikalisches Wunderkind. In ihren oft düsteren Texten geht es um Themen wie Identität, Erwachsenwerden, den Male Gaze und Sexismus – ganz im Zeitgeist des aktuellen „Female Rage“-Diskurses in den Sozialen Medien. Erste Aufmerksamkeit erlangte sie genau dort mit ihren feministischen Texten und provokativen Performances. Support-Auftritte bei Taylor Swift und Florence + The Machine sowie ihr Laufsteg-Debüt bei Miu Miu zeigen: Sie erreicht schon jetzt ein breites Publikum. Ihre neue EP „Something is a shell“ erscheint am 17. April 2026.

Sofia Isella

Foto: PR

Film: Odessa A‘Zion

Der Durchbruch gelang der 25-Jährigen in Rachel Sennotts überdrehter HBO-Serie „I Love LA“, in der sie an der Seite von Josh Hutcherson und Leighton Meester spielte. Den nächsten großen Karriereschritt in Richtung Hollywood machte sie mit ihrer Rolle als Timothée Chalamets schwangere Freundin in „Marty Supreme“. Ganz neu im Filmgeschäft ist sie jedoch nicht: Ihre Mutter ist Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Pamela Adlon („Better Things“), ihr Vater der deutsche Autor und Produzent Felix O. Adlon. Zuvor war sie bereits in mehreren Indie-Filmen und Serien zu sehen.

Tanz und Performance: Kianí del Valle

Die puerto-ricanische Choreografin und Performancekünstlerin, heute zwischen Berlin und Los Angeles lebend, verbindet in ihrer Arbeit Tanz, Performancekunst und anthropologische Fragen nach Identität, Körperbildern und kolonialer Geschichte. Ihre Performances zeigt sie in Museen, auf Theater- und Konzertbühnen (etwa für Lorde), auf dem Laufsteg (für Yohji Yamamoto in Paris) und zuletzt auch auf der wohl größten Bühne der Popkultur: dem Super Bowl. Dort verantwortete sie als kreative Kraft hinter Bad Bunnys Half-Time-Show die Stuntchoreografie des „EL APAGÓN“-Segments.

Kianí del Valle, Foto: Muriel Florence Rieben

Foto: Muriel Florence Rieben

Poetry: Clara Lösel

Die Lyrikerin trifft mit ihren Texten genau den Nerv ihrer Generation – und darüber hinaus. In kurzen, eindringlichen Gedichten spricht sie über Themen wie Liebeskummer, Selbstwert, Schönheitsideale und Politik. Mit ihren direkten, ehrlichen Worten erreicht sie damit über Instagram und TikTok ein Millionenpublikum. Ihr literarisches Debüt „Wehe du gibst auf“ erschien 2025 und schoss unmittelbar an die Spitze der Buchcharts. Neben Lesungen schreibt die dreifache Literaturpreisträgerin auch für Musiker:innen und ermutigt junge Menschen in Workshops, ihre Gedanken Gefühle in Worte zu fassen.

Mode: Lucila Safdie

Die in Buenos Aires geborene Designerin hat sich mit ihrer melancholisch-verspielten Ästhetik bereits eine treue Fangemeinde von It-Girls wie Alex Consani, Rachel Sennott, Rosé und Addison Rae aufgebaut. Doch statt sich allein auf den Social-Media-Hype zu verlassen, setzt Lucila Safdie auf etwas Nachhaltigeres: Community. Filmclubs, Pop-ups und Dinner sind ebenso Teil des Markenkosmos wie die Präsentation ihrer Kollektionen – seit Frühjahr diesen Jahres auch als Teil des offiziellen Kalenders der London Fashion Week.

Lucila Safdie. Foto: launchmetrics.com/spoltight

Die Frühjahr/Sommer 2026 Kollektion von Lucila Safdie. Foto: launchmetrics.com/spotlight

Fotografie: Maya Spangler

Die Fotografin und Kreativdirektorin pendelt zwischen Los Angeles und New York. Mit ihrer unverwechselbaren Bildsprache hat sie längst eine eigene visuelle Welt geschaffen. Ob Backstage bei Sandy Liang, Front Row bei Balenciaga oder fotografierte Szenen an dystopischen Orten: Spanglers Fotos sind verträumt, leicht skurril und sofort wiederzuerkennen. Bekannt wurde sie zunächst online unter den Handles „Stolenbesos“ und „Coldstoneddreamery“. In ihrem aktuellen Projekt „The Flesh That Says Yes“ erkundet sie gemeinsam mit Lucia Farrow das Aufwachsen junger Frauen in Los Angeles.

Kunst: Julia Brevetti

Die in Toronto lebende Künstlerin hat mit täglichen TikTok-Posts ihrer Kunst eine internationale Karriere aufgebaut. Aus ihrem Heim-Studio zeigt sie ihren kreativen Prozess und stellt damit traditionelle Ausstellungswege infrage. Ihre Arbeiten verbinden Pop Art, Realismus und abstrakte Elemente. Sie arbeitet mittlerweile mit Marken wie Porsche und Coca-Cola zusammen.

Julia Brevetti

Foto: Courtesy of Julia Brevetti

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