Vom 01. bis zum 03. Mai 2026 lockt das Gallery Weekend wieder Kunstliebhaber:innen aus aller Welt nach Berlin. Diese Ausstellungen und Events sollten Sie nicht verpassen.
Im Rahmen des 22. Berliner Gallery Weekends stellen vom 01. bis 03. Mai (und einige auch darüber hinaus) insgesamt 50 Galerien über 80 künstlerische Positionen an 66 Standorten aus. Wir haben (einige) der Highlights zusammengefasst.
Für den deutschen Philosphen steht der „Holzweg“ nicht für ein Scheitern, sondern einen Pfad, auf dem noch alles offen ist. Das nimmt sich Kurator gemeinsam mit Luisa Cerano und der Agentur Mutter zum Leitbild und vereint mit „Holzwege“ zehn künstlerische Positionen, die keinem festen Konzept untergeordnet sind – und sich doch in einem gemeinsamen gedanklichen Raum begegnen. Thematisiert werden aktuelle „Holzwege“ aus den Bereichen Wahrnehmung, Realität und Kunst.
„Holzwege“, Mutter Agentur, Potsdamer Str. 97
01. bis 03. Mai 2026 , Eröffnung: 01. Mai 2026, 18 – 21 Uhr
[pRome_tOIs] #6, 2019. Foto: Courtesy @Anna Kuen
Bereits seit den 1960er Jahren erforscht James Turrell das Verhältnis von Licht, Raum und Wahrnehmung und stellt darin das Licht nicht als Mittel der Beleuchtung sondern als Kunstobjekt ins Zentrum. Viele seiner Arbeiten entfalten sich dabei erst über Zeit im Raum. In Zusammenarbeit mit Häusler Contemporary Zürich ist nun in Berlin erstmals eine Ausstellung des US-Künstlers in Berlin zu sehen.
James Turrell „sensing fields“, Perspectives: max goelitz, Rudi-Dutschke-Straße 26
01. Mai bis 04. Juli 2026, Eröffnung: 1. Mai 2026, 18 – 21 Uhr
Monty Richthofen macht die Stadt selbst zum Medium. Ausgehend vom Rosa-Luxemburg-Platz entfaltet sich die Intervention durch ganz Berlin, etwa am Ernst-Reuter-Platz, an der Siegessäule oder am Strausberger Platz. Außerdem durchquert eine LKW-Flotte, die mit von militärischen Inschriften inspirierten Texten versehen ist, die Hauptstadt. Damit will Richthofen auf die zunehmende Normalisierung von Krieg hinweisen.
„HARD 2 4GET“, Galerie Dittrich & Schlechtriem, Linienstraße 40
01. Bis 03. Mai 2026, Eröffnung und Performance: 01. Mai 2026, 18 – 21 Uhr
© Monty Richthofen, HARD 2 4GET, 2026, Foto: Lukas Städler , Courtesy DITTRICH & SCHLECHTRIEM, Berlin
Tagtäglich berät Mode- und Branding-Experte Julian Daynov Unternehmen zu Trends, Konsumverhalten und strategischer Positionierung. Zum Gallery Weekend ist er nun in die Rolle eines Kuratoren geschlüpft. Mit „Queer Unfaming“ versammelt er queere Positionen aus Malerei, Skulptur, Installation und interdisziplinären Medien und hinterfragt, wie queere Narrative heute sichtbar gemacht und verankert werden können.
„Queer Unframing“, TOR86, Torstraße 86
29. April bis 3. Mai 2026
Werke von Janina Roider, Timmi Taubenschreck und Domingo El Chino. Fotos über BOLD
„Die unterhaltendste Fläche auf der Erde ist die vom menschlichen Gesicht“: Was Georg Christoph Lichtenberg in seinen Sudelbüchern als Aphorismus schreibt, ist in der Kunst allgegenwärtig. Denn das Gesicht ist als Fläche niemals neutral. Es ist Projektionsfläche und Inszenierung – und die Inspiration für die von Cornelius Tittel kuratierte Ausstellung „The Self Assessed“.
„The Self Assessed“, Galerie Max Hetzler, Potsdamer Straße 77-87
30. April bis 30. Mai 2026, Eröffnung: 30. April 2026, 18 – 21 Uhr
The Self Assessed. Galerie Max Hetzler. Rudolf Stingel. Untitled, 2016, oil on canvas. 335 x 258 cm.; 131 7/8 x 101 5/8 in. (75197), © Rudolf Stingel, courtesy the artist and Galerie Max Hetzler Berlin | Paris | London | Marfa., Foto: def image
Künstlerin Zuzanna Czebatul ist bekannt für die Dekonstruktion der Elemente von Macht und Ideologie. Säulen, Obelisken und Fragmente werden zu spielerisch-subversiven Skulpturen, die zwischen Pathos und Ironie schweben. So verwandelt sie Monumentalität in etwas Fragiles und eröffnet neue Perspektiven auf Ideologie, Körper und Begehren. Gemeinsam mit USM und 032c stellt sie zum Gallery Weekend aus.
„Billie Chris“, 032c Store, Kantstraße 149
Ab 03. Mai
Zuzanna Czebatul, Heracles, Zeus, Porphyrion, Alkyoneus, Athena, Ge & Nike, 2025, Exhibition view, All the Charm of a Rotting Gum, DITTRICH & SCHLECHTRIEM, Berlin
Jiyoon Chung übersetzt die sogenannte Crisis-Ordinariness (deutsch: Normalisierung von Krisen) in visuelle Trigger. Beim Betreten der Galerie werden die Besucher:innen mit einem hölzernen Kruzifix konfrontiert, das beim Öffnen der Schiebetür entzweit wird. Für Chung ist das Kruzifix eine Sackgasse der Vorstellungskraft. Als eines der bekanntesten Symbole überhaupt ist es (wie auch die multiplen globalen Krisen) durch die ständige Präsenz fast bedeutungsleer geworden.
„Dead End“, Galerie Anton Janizewski, Weydinger Straße 10
01. Mai bis 06. Juni 2026, Eröffnung: 01. Mai, 18 – 21 Uhr
Jiyoon Chung, Untitled, 2026, Rail: 320 x 15 x 10 cm, glass door: 296 x 260 x 0.8 cm, Rosewood crucifix with corpus missing, (c. 1970s),
automatic sliding door system, glass, aluminum, Courtesy of the Artist and Anton Janizewski, Copyright Brian Kure
Künstler und Performer Casey Spooner öffnet die Türen seiner Berliner Creative Base und lanciert mit dem „Sunday Salon“ ein Format, das einen bewussten Kontrapunkt zum übrigen Programm des Gallery Weekends setzt. Gemeinsam mit Maler Serkan Sarier und kuratiert von Ameesia Marold ist der Abend ein Zusammenspiel aus Live-Performances, Gemälden und skulpturalen Arbeiten.
„Sunday Salon“, Mollstraße 1
03. Mai 2026, 18 – 20 Uhr
Casey Spooner, With Love From Death Beach at Gropius Bau, 2025. Foto: Maximilian Koppernock
In Jagoda Bednarkys Solo-Ausstellung „Self As Solvent“, was so viel bedeutet wie „das Selbst als auflösende Kraft“ wird der Titel zum Leitmotiv: In neuen Gemälden und Aquarellen zerlegt und transformiert die Künstlerin Bildwelten aus Kunstgeschichte, Popkultur und Erinnerung mit Wasserfarben. Aber auch aktuelle Arbeiten aus Bednarskys fortlaufender Shadowland-Reihe, in denen sie klassische Vorstellungen von Weiblichkeit und Mutterschaft reflektiert, sind zu sehen.
„Self As Solvent“, ARTEFACT Gallery, Geisbergstraße 12
24. April bis 25. Juni 2026
Werke aus ‚Self as Solvent‘ von Jagoda Bednarsky, Artefact Gallery
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