Nach all dem Red Carpet Glamour, Premieren und Diskussionen war es endlich so weit: Beim Filmfestival von Cannes 2026 wurden die begehrten Filmtrophäen verliehen. Auch zwei deutsche Produktionen sind unter den großen Gewinnern der 79. Filmfestspiele.
Traditionsgemäß wurde auch die 79. Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele in Cannes mit einer feierlichen Eröffnungsgala eingeläutet. Zum ersten Mal übernahm mit Eye Haïdara eine schwarze Schauspielerin die Moderation der Veranstaltung. Sie war es auch, die durch die Preisverleihung führte. Zum Auftakt wurde der Film „La Vénus Electrique“ von Pierre Salvadori gezeigt, die im Paris der späten 1920er Jahre spielt. In diesem Jahr fand das Filmfestival vom 12. bis zum 23. Mai statt.
Gestern Abend wurden zum 79. Mal die besten Filme und Filmschaffenden geehrt. Unter der Leitung des südkoreanischen Regisseurs, Drehbuchautors und Produzenten Park Chan-wook entschied die die Jury, an welchen der 22 Wettbewerbsfilme die begehrte Palme d’Or (Goldene Palme) vergeben werden würde. Daneben werden auch das beste Drehbuch, die beste Regie und die besten Darsteller:innen geehrt.
Neben Chan-wook vereinte die Jury auch in diesem Jahr wieder internationale Ikonen aus Schauspiel, Regie und Drehbuch. Neben Hollywood-Star Demi Moore und Oscar-Preisträgerin Chloé Zhao unterstützten auch Schauspielerin Ruth Negga, Regisseurin Laura Wandel, die Drehbuchautor Paul Laverty und Diego Céspedes sowie Schauspieler Stellan Skarsgård und Isaach de Bankolé die neunköpfige Jury.
Jury-Mitglied und Hollywood-Ikone Demi Moore strahl in Swarovski-Diamanten in Cannes. Foto: PR
Im Hauptwettbewerb (Spielfilme) nahmen folgende Filme und Filmschaffende einen Preis entgegen:
Goldene Palme
„Fjord“, Cristian Mungiu
Großer Preis der Jury
„Minotaure“, Andreï Zviaguintsev
Preis der Jury
„Das geträumte Abenteuer“, Valeska Grisebach
Beste Regie
Javier Calvo & Javier Ambrossi für „La bola negra“
Pawel Pawlikowski für „Vaterland“
Bestes Drehbuch
Emmanuel Marre für „Notre Salut“
Beste Darstellerinnen
Virginie Efira und Tao Okamoto in „Soudain“ von Hamaguchi Ryusuke
Bester Darsteller
Emmanuel Macchia and Valentin Campagne in „Coward“ von Lukas Dhont
Szene aus „Fjord“ von Cristian Mungiu. Foto über Festival de Cannes
Die Camera d’Or, die Auszeichnung für den besten Debütfilm des Festivals, erhielt Marie-Clementine Dusabejambo für ihren Film „Benimana“. Musik- und Filmlegende Barbra Streisand erhilt eine Ehrenpalme für ihr Lebenswerk. Aufgrund einer Verletzung konnte sie die Ehrung jedoch nicht persönlich in Cannes entgegennehmen.
Szene aus „Benimana“ von Marie-Clementine Dusabejambo. Foto: über Festival de Cannes
Neue Talente und experimentelles Kino findet sich in der Sektion Un Certain Regard der Filmfestspiele von Cannes.
Un Certain Regard Preis
„Everytime“, Sandra Wollner
Preis der Jury
„Elefanten im Nebel“, Abinash Bikram Shah
Spezialpreis der Jury
„Iron Boy“, Louis Clichy
Beste Darstellerinnen
Marina de Tavira, Daniela Marín Navarro, Mariangel Villegas in „Siempre soy tu animal materno“ von Valentina Maurel
Bester Darsteller
Bradley Fiomona Dembeasset in „Congo Boy“ von Rafiki Fariala
Szene aus „Everytime“ von Sandra Wollner. Foto: ©TheBarricadesPanamaFilm_GregoryOke
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