Deutschland, Österreich und Schweiz: Diese Ausstellungen eröffnen im März.
Jeden Monat suchen wir die Kunst-Highlights in und um Deutschland heraus. Das sind unsere Ausstellungs-Tipps im März 2026.
Rhythmische Schritte auf dem Tanzboden, Musik im Ohr, der Körper im Einklang mit dem Moment. Die Ausstellung „Tanzbild“ macht diese besondere Energie durch Fotoaufnahmen von Ballettporträts der 1860er Jahre bis hin zu avantgardistischen Fotografien der 1920er- und 1930er Jahre sichtbar. Sie zeigt, wie Tanz langsam zum Ausdruck von Freiheit und zur eigenständigen Kunstform entwickelte.
Die Ausstellung läuft vom 3. März bis 7. Juni 2026.
Rudolf Jobst: Berta, Elsa und Grete Wiesenthal im Lanner-Schubert-Walzer, 1908, Silbergelatinepapier, retuschiert. ALBERTINA, Wien – Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft
Als Enfant terrible und Bürgerschreck bezeichnet, stellte sich Félicien Rops in seiner Kunst konsequent gegen moralische Bevormundung. Als radikale Stimme des Fin-de-Siècle thematisieren seine Werke Sexualität, Erotik und Obsession mit Ironie, Provokation und zeichnerischer Präzision. Bewusst spitzte er dabei Geschlechterbilder und gesellschaftliche Normen seiner Epoche zu, stellte sie in Frage. Themen, die bis heute nichts von ihrer Relevanz verloren haben.
Die Ausstellung läuft vom 06. März bis 31. Mai 2026.
Félicien Rops, La Dame au pantin II, 1877, Aquarell, Farbstift gehöht mit Gouache, über Bleistift auf Papier, 58 x 40,5 cm. Fondation Roi Baudouin – Fonds Charles Vreeken, en dépôt au musée Félicien Rops, Namur
Die stille Kraft des Designs. Mit „Whispering Things“ (deutsch: Dinge flüstern) widmet das Vitra Design Museum der niederländischen Designerin die erste große Retrospektive. Jongerius versteht seit mehr als drei Jahrzehnten Design als kritisch-poetische Praxis. Sie nutzt Material, Farbe und Herstellung, um den Konflikt zwischen Industrie und Handwerk, den Wunsch nach Perfektion sowie die Themen der Nachhaltigkeit, Wertschätzung und unsere Beziehung zu Dingen in Frage zu stellen.
Die Ausstellung läuft vom 14. März bis 06. September 2026.
Hella Jongerius, Coloured Vases, Series 3, 2010. © Jongeriuslab, photo: Gerrit Schreurs
Porträts großer Künstler:innen wie Julianne Moore, Amy Winehouse oder Sir Mick Jagger stehen neben solchen junger britischer Soldaten in Kriegsgebieten sowie von Menschen ohne festen Wohnsitz in London. Bryan Adams zeigt in seinen Fotografien die Vielfalt des Lebens, der Momente zwischen Inszenierung und Authentizität, zwischen Glamour und Realität. Seit den 1990er-Jahren arbeitet der Sänger und Songwriter Bryan Adams erfolgreich als Fotograf und wurde für sein Werk bereits mehrfach ausgezeichnet.
Die Ausstellung läuft vom 20. März 2026 bis 21. Juni 2026
Amy Winehouse, Armani Dress, Los Angeles 2007. Foto: © Bryan Adams
Wenn ich morgens nur wenig Zeit habe, entscheide ich meistens dafür, meine Haare zu stylen und auf Make-up zu verzichten. Für mich steht und fällt mit ihnen der gesamte Look. Aber nicht nur das. Ob lang, kurz, glatt oder gelockt, an Kopf, Bein oder Achsel: Haare sind nicht nur ein Stilmittel, sondern eines des Ausdrucks. Sie können politische, religioöse, kulturelle und persönliche Bedeutungen tragen, Zugehörigkeit vermitteln, Identität formen und eine besondere Wirkung auf andere ausüben. Mit rund 200 Exponaten von der Antike bis zur Gegenwart widmet sich die Kunsthalle München nun dem Phänomen Haare.
Die Ausstellung läuft vom 20. März bis 04. Oktober 2026.
Herlinde Koelbl Projekt Haare, Punk, 2007, Fotografie, 100 x 80 cm © Herlinde Koelbl
Wie sah das moderne Leben, la vie moderne, zwischen 1870 und 1918 aus? Die französische Avantgarde steht im Mittelpunkt der Ausstellung, die diese prägende Epoche zwischen Tradition und Moderne sichtbar macht. Rund 75 Zeichnungen, Aquarelle, Lithografien, Radierungen und Holzschnitte widmen sich dem „modernen Leben“ vom Leben in der Großstadt über technischen Fortschritt bis hin zu sozialen Herausforderungen.
Die Ausstellung läuft vom 27. März bis 05. Juli 2026.
Pierre Bonnard, Les Boulevards, 1900, Foto: Kunsthalle Mannheim, Kathrin Schwab
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