Jeden Monat suchen wir die Kunst-Highlights in und um Deutschland heraus. Das sind unsere Ausstellungs-Tipps im August 2026
Für viele endet die Museumssaison im Frühling und beginnt erst wieder im Herbst. Dabei ist gerade der August ein toller Monat für einen Ausstellungsbesuch. Wenn die Temperaturen draußen unerträglich sind, stellen klimatisierte Museumsräume eine wunderbare Möglichkeit dar, der Hitze zu entkommen. Ein weiterer Pluspunkt: Gleichzeitig gibt es neue Kunst zu entdecken. Ein Blick auf sechs spannende Ausstellungen, die noch in diesem Sommer eröffnen:
Wo endet die Schrift als Sprache, wo beginnt die Kunst? Oder sind sie untrennbar miteinander verbunden? Buchstaben, Worte und Sätze finden sich in der Ausstellung mal lesbar, mal aufgelöst in reine Form und Farbe. Rund zwanzig zeitgenössische Positionen und Graffiti-Künstler:innen zeigen, wie Schrift im Bild wirken kann.
Die Ausstellung läuft vom 15. August 2026 bis 28. Februar 2027.
Christian Thoelke, Wall, 2021, 2-teilig, Öl auf Leinwand, 250 x 360 cm © Christian Thoelke. Foto: Nguyen Xuan Huy
Der in Ungarn geborene Simon Hantaï ließ sich zunächst vom Surrealismus und Informel inspirieren, bevor er seine eigene, unverwechselbare Bildsprache entwickelte. Im Rahmen der „Pliage“-Technik wird die Leinwand gefaltet, geknotet und bemalt, bevor sie sich wieder öffnet und überraschende Farbflächen und Leerstellen entstehen lässt.
Die Ausstellung läuft vom 15. August 2026 bis 10. Januar 2027.
Was verbinden Sie mit Frauen? Stärke, Schönheit, Unterdrückung, Freiheit oder vielleicht noch viel mehr? „Frauen sind!“ stellt vertraute Figuren, Körper und Bilder sowie innere Zustände und äußere Rollen auf den Prüfstand. Dabei geht es stets um die weibliche Perspektive. Im Mittelpunk stehen fünf Künstlerinnen aus der ehemaligen DDR.
Die Ausstellung läuft vom 20. August 2026 bis 11. Januar 2027.
Kat Menschik, Darja Petrowna, 2019, Digitaldruck, aus: Alexander Puschkin, Der Junge aus Pique Dame, Verlag Galiani Berlin
Sei es der beste Freund, die beste Freundin oder eine ganze Freund:innengruppe, die einem besonders nahesteht: Sie alle sind für uns da, geben uns Kraft und Halt, schenken uns Geborgenheit – und sorgen so manches Mal auch für Reibung und Spannung. Genau diesen Facetten widmet sich eine neue Ausstellung in Mainz.
Die Ausstellung läuft vom 21. August 2026 bis 10. Januar 2027.
Foto contributed by Mukunda Bahadur Shrestha, Nepal Picture Library, 1964
Als Globetrotterin der Moderne prägten New York, Rom, München und Paris den Weg von Florence Henri. Am Bauhaus in Weimar und Dessau begegnete die einstige Pianistin den Ideen von Paul Klee und Wassily Kandinsky. Aus diesem kosmopolitischen Umfeld entwickelte Henri ihre eigene Bildsprache – zunächst in der Malerei, später vor allem in der experimentellen Fotografie, bevor sie sich wieder der abstrakten Malerei zuwandte.
Die Ausstellung läuft vom 29. August 2026 bis 10. Januar 2027.
Florence Henri Selbstporträt, 1928 Silbersalzabzug © Martini & Ronchetti, courtesy Archives Florence Henri
Wie ernst muss Kunst eigentlich sein? Seit den 1960ern hinterfragen Künstler:innen wie Joseph Beuys, Yoko Ono oder Rosemarie Trockel mit Humor und Ironie Kunstbetrieb und Institutionen. Die Ausstellung „Why so serious?“ knüpft daran an. Statt ehrfürchtiger Distanz ist hier Mitmachen gefragt. Es darf berührt werden, gespielt und ausprobiert.
Die Ausstellung läuft vom 30. August 2026 bis 14. März 2027.
Be the first to know about new arrivals and promotions