Ich fand Rebel Wilson, bekannt aus „Pitch Perfect“ ja schon immer cool – egal in welcher Kleidergröße. Aber dass sie es geschafft hat, um die 35 Kilo abzuspecken, hat mich und meinen XL-Po schwer beeindruckt. Dass eins der Geheimnisse ihrer phänomenalen Transformation ein Besuch im Salzkammergut in Österreich war, hat mich neugierig gemacht. Die Schauspielerin hat sich nun bereits zum zweiten Mal für eine Kur bei MayrLife Altaussee im renommierten Gesundheitszentrum „MayrLife Medical Health Resort“ entschieden. Es geht hierbei nicht nur um Gewichtsreduzierung, sondern grundsätzlich um eine Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden.
Ich will auch! Optimiert mich! Ab ins Resort am See: Das Luxushotel und Detox-Resort ist eine Adults-Only-Unterkunft, traumhaft gelegen an einem der sieben Seen des Salzkammerguts. Es ist in modern-naturnaher Architektur gestaltet und gilt als „World’s Best Medical Spa“ – und ich darf für eine Woche einchecken, wo auch neben Rebel Wilson, Jochen Schropp auch Viktoria und Heiner Lauterbach schon gedetoxt hat. I feel Celebrity-Vibes! Wer spazierte wohl schon alles am idyllischen sieben Kilometer langen Ufer des Altaussees? Und wird mein Darm jemals so rein sein wie das klare Wasser des Bergsees? Relaxen ist am See genauso möglich wie im großzügigen Wellnessbereich des Hotels. Natürliche Materialien, gedeckte Farben und natürliches Licht gehören hier zum innerarchitektonischen Konzept. Fasten mit Ambiente auf höchstem Niveau!
Was hier als Rundum-Booster für Körper, Geist und Seele und deren Entgiftung funktioniert, war ursprünglich mal als Milch-und-Semmel-Kur bekannt. Der Militärarzt Franz Xaver Mayr entwickelte die Fastenmethode vor knapp hundert Jahren, die den Darm sanieren soll – Entschlackung und Gesundheitsförderung inklusive. Die Kernelemente des naturkundlichen Heilverfahrens waren die drei S: Schonung, Säuberung und Schulung. Schonkost mit altbackenen Brötchen, Milch und Kräutertee, die Säuberung des Verdauungstrakts mit Bittersalz, sowie der Haut, Lunge und der Nieren plus eine Schulung durch gründliches Kauen und Substitution mit Vitaminen und Mineralstoffen. Der allgemeine Gesundheitszustand soll so verbessert werden und durch die typische „manuelle Bauchbehandlung“, ein sanftes Kreisen im Uhrzeigersinn, sollen die Effekte verstärkt werden.
Ob Bauchstreicheln was für mich ist, weiß ich zwar nicht, aber ich bin bereit, alles auszuprobieren. Meine drei S hießen bisher: Stress, Schlafmangel und Schokolade. Ich tausche gern (na ja, bis auf die Schoki …) und bin gespannt! Ein bisschen Angst habe ich schon. Ob ich hier in Altaussee am Altaussee (so ohne Schlemmen) am Ende alt ausseh? Aber was für Rebel & Co. gut ist, kann für mich ja nicht schlecht sein.
Heute hat das Detox-Resort natürlich viel mehr Programme, als Franz Xaver je vermutet haben könnte: Classic, Healthy Aging, Weight Care, Active Detox, Stress Control, Anti-Inflammation, Diabetes, Leaders’s Excellence. Die Kuren bewirken bessere Sportperformance, Gewichtsreduzierung, Reduktion von Entzündungen im Körper. Die einzigartige Kombination aus modernster Medizin und traditioneller Naturheilkunde, die MayrLife Altaussee bietet, wird von Programmteilnehmern hochgeschätzt.
Das MayrLife Health Concept basiert auf der modernen Medizin nach Dr. F.X. Mayr. Im Fokus steht die Regeneration des Darms und die damit verbundene Optimierung des Immunsystems. Entgiften, Gewichtsregulierung, Wiederherstellung der Beweglichkeit oder die Stärkung der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit – MayrLife ermöglicht es, die persönlichen Gesundheitsziele zu erreichen. Neben klassischen Programmen wie Gewichtsmanagement, Diabetes- und Post-Covid-Therapie werden auch Longevity-Kurse angeboten – eine Woche Luxus-Kur, in der die Darmgesundheit im Fokus steht.
Das Active Detox Programm für eine Woche kostet 3.700 Euro und beinhaltet viele spannende Bausteine für final mehr Energie und Agilität. Die Selbstheilungskräfte werden reaktiviert, das Immunsystem gestärkt. Die Fastenmethode optimiert den Lebensstil, verlangsamt das biologische Altern und heilt den Darm.
Das Fachpersonal betreuen die Patienten während der Fastenkur, die ich mache, permanent. Anhand von Blutanalysen, Bodyscans und Unverträglichkeitstests wird ein individuelles Programm für mich persönlich erarbeitet, es wird ebenfalls nach Verträglichkeiten gekocht. Allergien und Unverträglichkeiten werden immer bedacht. Ich habe glücklicherweise keine und könnte essen, was ich will. Die Treatments im MayrLife sind Balsam für Körper und Seele.
Die Cranio-Sakral-Anwendungen behandeln Schmerzen und neurologische Beschwerden wie Schwindel, Tinnitus und Migräne. Ozon-, Kryo- oder Hypoxitherapie sind nun nicht mehr böhmische Dörfer für mich. Hypoxieeinheiten sind ein spezielles Höhentraining, das den Sauerstoffgehalt im Blut erhöhen kann. Hierbei liegt man entspannt und atmet über eine Maske Luft mit schwankendem Sauerstoffgehalt ein, was die Atemluft in den Bergen simuliert. Die Sauerstoffsättigung – mit mal erhöhtem, mal verringertem Sauerstoffgehalt der Atemluft – wird unter anderem bei Burn-Out, Schlafstörungen, Erschöpfung und Abnehm-Blockaden eingesetzt und per Clip am Finger überwacht.
Bei der Ozontherapie wird Blut entnommen, gefiltert, mit Sauerstoff angereichert und dem Körper wieder zugeführt.
Die Kryotherapie regt mit Kälte von minus 110 Grad den Stoffwechsel an und verbrennt pro Anwendung bis zu 600 Kilokalorien.
Mit der Ärztin werden nicht nur Lebensmittel-Unverträglichkeiten (mittels funktioneller Myodiagnostik), sondern auch Vorerkrankungen, psychische Belastungen, Krisen, Laster sowie Wünsche und Ziele gecheckt. Dann wird das Fasten erklärt. Noch nie fühlte ich mich meinem Darm so nahe. Irgendwie hat er jetzt ein Gesicht. Ich würde ja sagen, meiner hat Sommersprossen. Aber das klingt irgendwie – na ja …
Mir wird erklärt, dass es hier nicht einfach nur um Verzicht geht, sondern um ein Reset des Körpers. Der kann sich nämlich gut mit sich selbst beschäftigen, wenn er nicht permanent mit Verdauung zu tun hat. Gönnen wir ihm also nun auch mal etwas Me-Time! Autophagie nennt sich das, der Vorgang, bei dem der Körper sein eigenes Recycling-Programm hochfährt. Die Zellen checken ab, was es noch so gibt, wenn nicht permanent neues Futter reinkommt. Was tatsächlich weg kann, wird nun ausgeschieden, der Organismus räumt jetzt ordentlich auf. Quasi Marie Kondo für innen! Ich hätte dann bitte gern weniger „Schubladen“ im Bauchbereich, lieber Körper. Danke.
Nach Urin- und Blutprobe wird mir der Darm weiter nähergebracht. Seine Sanierung bedarf einer Entleerung – abführen, bitte! Morgens löst man einen Teelöffel Magnesiumcitrat in einem kleinen Glas Wasser auf – schon flutscht’s!
Der Tag ist durchgetaktet mit einem persönlichen Therapieplan. Die Kryo-Therapie ist noch cooler als sie sich anhört, nämlich bis zu minus 110 Grad, brrrrrr! In Unterwäsche mit Mundschutz, warmen Socken und Pantoffeln sowie Handschuhen und Mütze steigt man für eine halbe Minute in eine Kühlkammer, die minus 30 Grad kalt ist. Aber das ist erst der Anfang. Es folgen drei Minuten bei minus 110 Grad. Bewegung ist hierbei absolute Pflicht. Gar nicht sooo schwer, wenn der Fluchtinstinkt einsetzt. Ich zähle bis hundertachtzig im Sekundentakt. Na ja, ich versuche es. Eigentlich ist es zu kalt zum Zählen – und zum Denken. Die folgenden zwei Stunden sind Baden, Duschen und aktive körperliche Bewegung nicht angesagt, da der Körper wieder langsam auf Normaltemperatur kommen soll. Ich fühle mich immer noch wie Tiefkühlware, diesmal im Auftau-Modus. Aber ich atme plötzlich viel ruhiger. Insgesamt bin ich ruhiger, entspannter. Und plötzlich fühle ich mich hellwach und munter. Wie aus dem Winterschlaf erwacht. Ohne Mütze, Pantoffeln & Co weiß ich das bis zur Nachruhe geöffnete Spa mit Dampfbädern und Pool nun doppelt zu schätzen, ich muss nur die zwei-Stunden-Frist einhalten, das schaff ich!
Nächster Stopp: Atemtraining. Hier erfahre ich von einem Therapeuten, wie man Stress weg atmen kann und dass ich meinen Atem als Partner begreifen soll. Als eigenständiges Wesen, als Geschenk. So etwas Selbstverständliches wie Atmen, was man gar nicht bewusst tut, wird hier zu etwas ganz Besonderem. Und ich bin richtig gut im Atmen! Danach Pilates am See und zum Schluss Elektrolyse-Fußbad zur Entgiftung, eine Massage und eine Vitamin-Infusion – mein Tag ist voll mit To-Do‘s. Sinnvollem To-Do‘s!
Trinken ist wichtig, darum gibt’s bereits beim Check-In die persönliche Trinkflasche. Wichtig für den Kurerfolg sind täglich zwei bis drei Liter stilles Wasser oder ungesüßter Tee. Zum Frühstück gilt: take two! Man kann zwei kleine Speisen wählen, Eier (jeden zweiten Tag), Gemüse, Käse, Joghurt, Fleisch oder Fisch. Mittags gibt es die größte Mahlzeit des Tages, die gleichermaßen yummy und mini ist. Aber ich bin ja beim Fasten, schon klar. Hier konzentriere ich mich nun aufs Essen, genieße jeden Bissen. Mit Kauen, Kauen, Kauen – und Kauen!
Abends gibt es ein Süppchen, das mit einem Teelöffel verkostet wird, denn die Mahlzeit soll sich über mindestens 45 Minuten ausdehnen. Na dann! Mit Gabel hätte es noch länger gedauert. Ich habe trotz des „Kautrainers“ meinen Humor nicht verloren. Dieses Extra ist ein Miniaturgebäck aus Mais, Quinoa, Hafer, Soja oder Dinkel – so klein und schon ein Keks, wow! Ich habe viel Zeit, von größeren Cookies zu träumen, denn ab 21 Uhr ist Nachtruhe, schließlich sind wir hier nicht im Ibiza-Party-Modus. Gesunden braucht Ruhe. Check.
Als Foodie habe ich richtige Entzugserscheinungen, aber das ist hier völlig normal. Nach ein paar Tagen hat man sich an die kleinen Portionen gewöhnt, weiß jede Art Nahrung zu schätzen und sieht ein Ei mit ganz anderen Augen an. Liebevoll … und gierig. Gechillt gierig, denn man entstresst hier wahrlich. Trotzdem träume ich heimlich von Pizza und Pasta, aber pssst! Ein von der Ärztin empfohlener Leberwickel, Wärmflasche im feuchten Handtuch, unterstützt die Leber. Tja, nicht nur der Darm hat gut zu tun.
Mind-blowing: Es gibt klare Regeln, die nicht nur für die Zeit des Aufenthalts gelten sollen.
Das Alpenpanorama ist imposant und malerisch, von beeindruckender Schönheit. Hier findet man zu sich selbst, inmitten der Natur. Der hauseigene Badesteg führt direkt zum See. So schön! Das Klientel hier ist übrigens international durchgemischt, Englischkenntnisse sind ein klarer Vorteil, um mit meinen Mit-Fastern aus den USA, England und dem Bollywood-Star aus Indien über Gott, die Welt und Mini-Kekse mit Brühe zu quatschen. Das alles ist hier auf die leise Tour erwünscht – namaste! An Tag drei des Fastens erlebe ich das als Fastenkrise bekannte Kurtief. Ich fühle mich schlapp, sensibilisiert. Ich nehme Dinge nun empfänglicher wahr – auch mich selbst.
Aber ab Tag vier fühle ich mich selber irgendwie viel mehr und insgesamt echt gut. Neben all dem Kram, den ich in meinem Darm offensichtlich mit mir rumgeschleppt habe, wird auch psychischer Ballast, den man mit sich rumschleppt, weniger. Irgendwie erleichtert man auf dem Toilettengang auch seine Seele. Klingt komisch, ist aber so. Statt Food-Koma mit vollem Bauch gibt es Klarheit im Geiste. Und eine gewisse Leichtigkeit, die nichts mit dem Gewicht zu tun hat.
Ich habe etwas mitgenommen. Keine Rezepte, denn die Brühe ist kein Hexenwerk. Allerdings gibt es ein tolles Kochbuch von MayrLife, wo ich nun gerne Rezepte ausprobieren werde. Das habe ich mitgenommen, das Kochbuch. Aber noch viel mehr: Ich habe Dinge mitgenommen, die wichtig sind und die ich nun in meinen Alltag integriere. Das stetige Kauen habe ich verinnerlicht. Ich komme im Alltag zwar nicht auf vierzig- bis sechzigmal Kauen pro Bissen, aber so zwanzig bis dreißig Kaubewegungen schaffe ich schon, das ist doch schon mal was! Man soll das Essen wirklich schmecken, bewegen, im Mund damit spielen – bis es flüssig ist. Pro Bissen. Das entschleunigt den Alltag ungemein. Und ja, das tut tatsächlich gut.
Außerdem achte ich nun darauf, nur dreimal am Tag zu essen. All die kleinen Zwischendurch-Snacks sind ja auch fiese Kalorien, die sich an Hüften und Co breitmachen. Außerdem kann ich nun besser einschätzen, welche Öle gute Öle sind und weiß, dass es gar nicht so schwer ist, den persönlichen Zucker-Verbrauch zu reduzieren. Ein steter Gewichtsverlust ist die positive Folge meiner neuen Essweise. Statt an Genussrouten auf dem Weg durch die Stadt denke ich nun an die Route durch den Darm, die mein Verzehrtes macht.
Aber das Wichtigste für mich persönlich ist, dass ich Achtsamkeit und Wertschätzung mitgenommen habe. Ich schätze nun vieles mehr, nicht nur den Geschmack und die Vielfalt von Lebensmitteln. Auch mich selbst und meinen Körper. Und die innere Klarheit, die ich in diesen Tagen gefunden habe. Selbstliebe ist so wichtig! Ich fühle mich jetzt leichter, auch mental. Sorgen drücken nicht mehr so auf Seele und Schultern. Ich fühle mich frischer, wacher, lebendiger. Ich habe Energie, kann irgendwie schneller denken, mich besser konzentrieren.
Und plötzlich denke ich überhaupt nicht mehr an Rebel Wilson, sondern nur noch an meinen Darm. Danke, lieber Darm! Du hast was gut bei mir.
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