„Wunderschöner“: Karoline Herfurth, Emilia Schüle und Friedrich Mücke im Interview

Nach dem Erfolg des Episodenfilms „Wunderschön” (2022) kommt mit “Wunderschöner” nun am 13. Februar 2025 die Fortsetzung ins Kino. Marie Claire hat Karoline Herfurth, Emilia Schüle und Friedrich Mücke in Berlin zum Interview getroffen.

Der Cast von “Wunderschöner” wurde in Berlin bei der Premiere bejubelt. Foto: © Warner Brothers
Der Cast von “Wunderschöner” wurde in Berlin bei der Premiere bejubelt. Foto: © Warner Brothers

Ein Meisterwerk zum Lachen, Weinen und Nachdenken

Selbstzweifel, komplizierte Beziehungen und die alltäglichen Hindernisse des Lebens  – Langeweile kommt bei Sonja (Karoline Herfurth), Milan (Friedrich Mücke) und Julie (Emilia Schüle) nun wirklich nicht auf. Drei Jahre, nachdem der deutsche Episodenfilm “Wunderschön” in den Kinos für Furore gesorgt hat, gibt es ein Wiedersehen mit den beliebten Charakteren. Auch, wenn dabei vieles ganz anders läuft, als es sich die Kinozuschauer vielleicht nach dem ersten Teil ausgemalt haben. So viel sei schon einmal verraten: Karoline Herfurth hat mit “Wunderschöner” (startet am 13. Februar in den deutschen Kinos) ein Meisterwerk erschaffen, bei dem nicht nur gelacht, geweint und mitgefiebert werden darf – sondern auch unser Blick aufs eigene Leben geschärft wird.

Julie (Emilia Schüle) kann sich auf ihren Bruder Milan (Friedrich Mücke) verlassen. Foto: ©2024 Hellinger / Doll Filmproduktion GmbH / Warner Bros. Entertainment GmbH / Anne Wilk
Julie (Emilia Schüle) kann sich auf ihren Bruder Milan (Friedrich Mücke) verlassen. Foto: ©2024 Hellinger / Doll Filmproduktion GmbH / Warner Bros. Entertainment GmbH / Anne Wilk

Worum geht es bei “Wunderschöner”?

Nadine (Anneke Kim Sarnau) tut wirklich alles dafür, auch mit 50 noch jung, straff und sexy zu sein. Trotzdem landet ihr Mann Philipp (Godehard Giese) bei einer Prostituierten und lässt Nadine in eine schwere Lebenskrise stürzen. Was hat die, was sie nicht (mehr) hat? Ihre gemeinsame Tochter Lilly (Emilia Packard) muss sich derweil von Lehrerin Vicky (Nora Tschirner) langweilige Vorträge über die Unsichtbarkeit von Frauen in der Historie anhören und sich der Frage stellen, ob sie sagen kann, was sie NICHT will. Zum Beispiel ihrem Freund Enno (Levy Rico Arcos), der während der Projekttage mit seinen Jungs im Kurs über “toxische Männlichkeit” festsitzt. Dieser wird vom neuen Kollegen Trevor (Malick Bauer) geleitet, zu dem sich Vicky schnell hingezogen fühlt, obwohl sie Franz liebt und auch vermisst. Er befindet sich momentan auf unbestimmte Auszeit in den Bergen, weil Vicky nicht sicher ist, ob isolierte Zweisamkeit für sie noch das richtige Lebensmodell ist. Überraschend isoliert fühlt sich auch Julie (Emilia Schüle) an ihrem neuen Arbeitsplatz als Aufnahmeleiterin einer TV-Show. Konfrontiert mit einem übergriffigen Arbeitskollegen nehmen ihre Selbstzweifel schnell überhand – ist sie vielleicht tatsächlich zu schwierig, zickig und empfindlich? Denn selbst als Julie laut wird, möchte irgendwie niemand etwas hören.

In der Therapie versuchen Sonja (Karoline Herfurth) und Milan (Friedrich Mücke) ihre Probleme aufzuarbeiten. Foto: ©2024 Hellinger / Doll Filmproduktion GmbH / Warner Bros. Entertainment GmbH / Anne Wilk
In der Therapie versuchen Sonja (Karoline Herfurth) und Milan (Friedrich Mücke) ihre Probleme aufzuarbeiten. Foto: ©2024 Hellinger / Doll Filmproduktion GmbH / Warner Bros. Entertainment GmbH / Anne Wilk

Einander zuhören fällt mittlerweile auch Sonja (Karoline Herfurth) und Milan (Friedrich Mücke) schwer, die inzwischen getrennt leben. Das Scheitern ihrer Beziehung und die Suche nach einer gemeinsamen Sprache versuchen sie in der Familientherapie zu managen – doch als Sonja herausfindet, dass Milan eine andere Frau datet, trifft sie das hart. Aus Angst davor, als oller Rest übrig zu bleiben, probiert sie sich ebenfalls im Dating und merkt dabei schnell, dass sie etwas ganz anderes braucht. Was wäre, wenn wir uns nicht mehr mit aller Kraft in eine sexy Pose pressen würden? Wenn wir nicht mehr für das Recht kämpfen würden, sexy sein zu dürfen, sondern darum, wirklich frei zu sein? Was, wenn wir unsere ganze Zeit und Kraft nicht mehr investieren würden, um gehört zu werden, sondern die Welt anfangen würde, uns zu hören? Ein Film über Frauen wie Männer – die vielleicht eine gemeinsame Sprache finden können.

Vicky (Nora Tschirner) und Sonja (Karoline Herfurth) sind mehr als “der olle Rest”. Foto: ©2024 Hellinger / Doll Filmproduktion GmbH / Warner Bros. Entertainment GmbH / Anne Wilk
Vicky (Nora Tschirner) und Sonja (Karoline Herfurth) sind mehr als “der olle Rest”. Foto: ©2024 Hellinger / Doll Filmproduktion GmbH / Warner Bros. Entertainment GmbH / Anne Wilk

Karoline Herfurth im Interview

Die Berliner Schauspielerin spielt nicht nur eine der Hauptrollen in “Wunderschöner”, sondern hat auch Regie geführt und am Drehbuch mitgeschrieben. Was das für sie bedeutet und welche Erfahrungen sie mit Dating-Apps gesammelt hat? Wir haben nachgefragt!

Emilia Schüle im Interview

Emilia Schüle spricht mit Marie Claire über Machtmissbrauch, übergriffige Männer und warum es so wichtig ist, auch mal das Handy beiseite zu legen.

Friedrich Mücke im Interview

Als Milan ist Friedrich Mücke in “Wunderschöner” eher der Typ von nebenan. Marie Claire hat nachgefragt, ob und warum Männer sich in Beziehungen wirklich eine Tür offen lassen und wie lange es sich lohnt, für die Liebe zu kämpfen.

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