Designpreis von Rimowa: Diese Projekte deutscher Jungdesigner wurden ausgezeichnet

Von Konzepten gegen Einsamkeit und Kommunikationsbarrieren bis hin zu nachhaltigen Ideen für Klima- und Artenschutz: Die Projekte des diesjährigen Rimowa Design Prize verbinden Innovation mit sozialem und ökologischem Anspruch. Insgesamt wurden sieben Teams von Designhochschulen aus ganz Deutschland ausgezeichnet.

Der Designpreis von Rimowa wird seit 2023 an vielversprechende Jungdesigner:innen aus Deutschland verliehen. Foto: Couresy of Rimowa
Der Designpreis von Rimowa wird seit 2023 an vielversprechende Jungdesigner:innen aus Deutschland verliehen. Foto: Couresy of Rimowa

Was steckt hinter dem Rimowa Design Prize?

Ähnlich wie der renommierte Modepreis des Mutterkonzerns LVMH, versteht sich der Rimowa Design Prize des Premium-Gepäck-Herstellers als Plattform für die neue Generation kreativer Talente. Bereits zum vierten Mal zeichnete die deutsche Traditionsmarke RIMOWA in dieser Woche herausragende Projekte junger Designer:innen aus – verbunden mit einem Preisgeld von insgesamt 55.000 Euro.

Bewerben konnten sich Studierende deutscher Hochschulen mit Arbeiten aus dem Bereich des Social Designs. Der gestalterische Ansatz versteht Gestaltung als gesellschaftliche Verantwortung: Es geht nicht allein um Ästhetik oder Funktion, sondern darum Lösungen zu finden, die soziale Teilhabe, Nachhaltigkeit und ein besseres Miteinander fördern.

Rimowa Design Prize

Fotos: Courtesy of Rimowa

Auszeichnung von Deutschlands klügsten Design-Köpfen

So setzen sich die Projekte der Nachwuchstalente aus über 40 deutschen Hochschulen mit den zentralen Herausforderungen unserer Gegenwart auseinander – von Klimakrise und sozialer Isolation über Inklusion bis hin zur Katastrophenvorsorge. Mobilität wird dabei nicht allein als Fortbewegung verstanden, sondern geschickt in die Design-Ansätze integriert.

Die Preisträger

Den ersten Preis erhielten Samuel Nagel und Paul Feiler von der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. „Nura“, ein elegantes Armband, übersetzt Gebärdensprache in gesprochene Sprache und geschriebenen Text – und umgekehrt. So entsteht ein System, das hörenden und gehörlosen Menschen Kommunikation ermöglicht.

Samuel Nagel und Paul Pfeiler

Fotos: Courtesy of Rimowa

Die Finalisten

Insgesamt wurden sechs weitere Finalisten aus den Bewerbungen für ihre Design-Idee ausgewählt.

Design als Werkzeug für den Klimaschutz

Eine besondere Auszeichnung erhielt Niklas Henning von der Hochschule Magdeburg-Stendal für sein Projekt „Paludi Harvester“. Das visionäre Erntesystem widmet sich einer ökologischen Herausforderung: der Renaturierung von Moorlandschaften. Entwickelt für den Einsatz unter extremen Umweltbedingungen, ermöglicht das Konzept eine ressourcenschonende Schilfernte und -verarbeitung – ohne dabei landwirtschaftliche Nutzflächen in Vergessenheit geraten zu lassen.

Niklas Henning

Fotos: Courtesy of Rimowa

Design für den Ausnahmezustand

Auch das Projekt „A.R.C. (Adaptive Resilient Cooler)“ von Tobias Kremer und Yannick Stilgenbauer von der Hochschule der Bildenden Künste Saar setzt sich mit aktuellen Krisen auseinander. In diesem Fall: Humanitäre Krisensituationen. Der aufblasbare Kühler kommt vollständig ohne Strom aus und wurde entwickelt, um Medikamente oder Lebensmittel auch in Katastrophengebieten zuverlässig zu kühlen.

Tobias Kremer und Yannick Stilgenbauer

Fotos: Courtesy of Rimowa

Design als Schutzschild

Auch die Einsatzkräfte selbst müssen geschützt und unterstützt werden, meinen Tim Kipper und John Roller von der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. Und so entwickelten sie gemeinsam mit Rettungssanitäter:innen ein System, ausgestattet mit Kamera, Mikrofon, CO₂-Sensor und Alarmfunktion, welches diese in Gefahrensituationen unterstützt.

Tim Kipper und John Roller

Fotos: Courtesy of Rimowa

Design für Bienen

Mit „HyVe“, ein Wortspiel mit dem englischen Wort „bee hive“ (deutsch: Bienenstock) hat Nicolas Nielsen an der Bauhaus-Universität Weimar einen autonomen Bienenstock entwickelt. Das System soll die Bestäubung fördern und getrennte Ökosysteme wieder vernetzen.

Nicolas Nielsen

Fotos: Courtesy of Rimowa

Design gegen Einsamkeit

Mit dem Alter kommt für viele Menschen auch die Einsamkeit – Tendenz steigend. Sie isolieren sich, haben weniger Begegnungen. Genau dem soll der tragbare Begleiter „PIP“ von Jakob Schlenker entgegenwirken. Treffen zwei Menschen mit einem „PIP“ aufeinander, ertönt ein Klang. So sollen Gespräche, neue Kontakte und zwischenmenschliche Nähe angestoßen werden.

Jakob Schlenker

Fotos: Courtesy of Rimowa

Interior-Design

Mit „Aerodomestics“ richtet Valerio Sampognaro den Blick auf den Wohnraum. Seine ultraleichte Möbelkonstruktionen aus Aluminiumrohren und gespannten Textilien verbinden die Ästhetik von Drachen mit der Funktionalität von Camping-Equipment. Der Clou? Trotz ihres leichten Gewichts sind die Objekte erstaunlich stabil und belastbar. Sie sollen sogar dazu in der Lage sein, vom Boden abzuheben.

Valerio Sampognaro

Fotos: Courtesy of Rimowa

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