Im Beauty-Bereich ist Red Light Therapy längst etabliert. Doch jetzt erobert Red Light auch die Fitnesswelt. Immer mehr Studios und Athlet:innen setzen auf Training unter Infrarot- oder Rotlicht, um Leistungsfähigkeit, Regeneration und Wohlbefinden zu steigern. Doch was genau steckt hinter dem Fitnesstrend?
LED-Lichttherapie ist die therapeutische Anwendung von rotem und infrarotem Licht am Körper. Dabei werden biochemische Prozesse, wie etwa Zellerneuerung und Stoffwechsel, angestoßen werden sowie Schmerzen und Entzündungen gelindert. Schon lange wird sie in Bereichen wie Augen- und Nervengesundheit sowie Förderung der Gehirn- und kognitiven Funktionen eingesetzt. In den letzten Jahren haben wir sie vor allem als LED-Gesichtsmasken in der Skincare-Bubble auf Instagram, TikTok & Co. gesehen. Die Rotlichttherapie regt die Produktion von Kollagen an, verbessert die Hautelastizität und das Hautbild.
Doch der Trend verlässt das Badezimmer. Das rote Licht findet zunehmend seinen Weg in den Trainingsalltag. Hier wird es sowohl während des Workouts als auch in der Regeneration danach eingesetzt wird – und das nicht nur bei Leistungssportler:innen. Was in Metropolen wie New York, London oder Los Angeles längst zum festen Studio-Repertoire gehört, schwappt nun auch nach Deutschland. Erste Boutique-Studios integrieren LED-Lichttherapie in ihre Classes und machen damit aus klassischem Training ein echtes High-Tech-Erlebnis.
Das Besondere an Infrarot- und Rotlichttherapie ist ihre Fähigkeit die körpereigenen Reparaturprozesse zu fördern. Training bedeutet immer auch eine kurzfristige Belastung oder Mikroverletzung der Muskulatur. Im darauffolgenden Heilungsprozess repariert er diese Verletzungen, baut so unsere Muskulatur auf, lässt uns stärker werden (auch genau deshalb sind Recovery Days so wichtig). Das rote Licht soll diesen Heilungsprozess bereits während des Trainings unterstützen und beschleunigen – und damit die Trainingseffekte verbessern. Das konnte sowohl durch Studien für junge als auch ältere Frauen nachgewiesen werden.
Das Boutique Studio ANTI in Berlin bietet Pilates, Yoga und Stretching unter Red Light an.
Für das Training mit Infrarot-Matten befinden sich die wärmenden Paneele direkt unter der Trainingsmatte. Der Körper wird so gezielt von unten erwärmt, findet in einen natürlichen Flow und jede Bewegung fühlt sich weicher und tiefer an. Dieses Setting ist ideal für ruhigere, Low-Intensity-Einheiten wie Mat Pilates, Stretching, Yoga oder Mobility.
Bei der zweiten Variante wird mit stehenden, im Raum verteilten Infrarot-Lichtquellen gearbeitet. Das ist ideal für dynamische oder intensivere, schweißtreibende Classes. Neben Mat und Reformer Pilates eignet sich diese Variante somit auch super für Barre, Functional Training, HIIT oder Power Yoga.
Ergänzt durch Rot- und Nahinfrarotlicht unterstützt das Training zusätzlich die Regeneration, verbessert das Hautbild und steigert die muskuläre Ausdauer.
Foto: unsplash.com
Nicht nur während des Trainings selbst punktet die LED-Lichttherapie. Der größte Vorteil? Verkürzte Recovery-Zeiten. Denn: Eine Anwendung vor oder nach dem Training lässt durch intensives Training geschädigtes Gewebe nachweislich schneller regenerieren als ohne Rotlicht.
Die Wellenlängen des roten Lichts stimulieren die Mitochondrien, kurbeln die zelluläre Energieproduktion und helfen so geschädigte Zellen zu reparieren und regenerieren. Auch Entzündungen und oxidativer Stress durch intensive körperliche Belastung werden reduziert – zwei Hauptverantwortliche für Muskelkater und Erschöpfung.
Für ein Ganzkörper-Treatment kommen sogenannte Red Light Kabinen zum Einsatz. Oft sehen wir die regenerative Lichtanwendung in Form von Saunakabinen. Andere Versionen erinnern an einen Besuch im Sonnenstudio: Zehn Minuten, eine Solariumbrille und tiefes Schwitzen. Anstelle der UV-Strahlung kommt jedoch Rotlicht- und Infrarotstrahlung zum Einsatz. Und danach? Überwiegt das Gefühl dem Körper einen echten Reset gegönnt zu haben.
Infrarotsauna im HerSpace Studio in München-Pasing. Foto: PR
Auch abseits der größeren deutschen Städte wie Berlin, München, Hamburg und Düsseldorf lässt sich das Red Light Workout Erlebnis nach Hause holen. LED-Gesichtsmasken und kleinere Infrarot-Paneelen (teils schon ab etwa 60 Euro erhältlich) verwandeln das eigene Wohnzimmer zur persönlichen Longevity-Zone.
Tipp der Redaktion: Die LED-Gesichtsmasken eignen sich besser für sanftere Trainingseinheiten wie Pilates, Yoga (Vorsicht beim herabschauenden Hund!) oder Stretching. Sobald das Training dynamischer wird oder Sprünge integriert werden, steigt die Gefahr zu verrutschen oder zu fallen. Sie sitzen zwar gut, doch ein Burpee ist definitiv zu viel verlangt.
Leichtes Training funktioniert auch wunderbar mit LED-Gesichtsmasken wie der Silk’n LED EMS Face Mask Pro. Foto: PR
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