Gesunde Fertiggerichte im Glas

Sie kommen stylisch daher und versprechen Geschmack wie hausgemacht: vorgekochte Fertiggerichte im Glas als Alternative zum Selberkochen. Mit Bio-Zutaten und gesunden Inhaltsstoffen, ohne chemische Zusätze. Die nachhaltige Foodszene boomt, es gibt viele kreative Startups mit professionellem Storytelling.

Tomatensuppe mit Basilikum im Teller angerichtet, daneben eine Tomatensuppe im Glas

Wie selbst gekocht: Tomatensuppe aus dem Glas. Foto: Wacker

Spicy Chili Crunch & Co.

Indian Curry, gekeimter Linseneintopf oder vegane Karotten-Kokos-Suppe, Köttbullar in Preiselbeerrahmsauce, frisch gekochte Hühnerbrühe oder Spicy-Chili-Crunch-Paste: Es gibt immer mehr „gesundes Fertigessen“ – Suppen, Eintöpfe und Currys aus dem Glas, die ohne Zusatzstoffe und Verdickungsmittel auskommen und komplett in Deutschland hergestellt sind. Wie selbst gekocht eben. Das soll Menschen, die wenig Zeit haben und trotzdem gut essen wollen, den Alltag erleichtern. Viele Hersteller von hochwertiger Fertigkost betonen ihre Ansprüche an eine nachhaltige Produktionsweise, zum Beispiel mit dem Einsatz regenerativer Energien, ökologisch verträglichen Verpackungen und klimaneutralem Versand oder sozialem Engagement.

Die Produzenten haben unterschiedliche Schwerpunkte und Entstehungsgeschichten. Bei den meisten kann man direkt im Webshop bestellen, viele bieten Abomodelle, Probierpakete und Sets sowie Versandkostenfreiheit ab einem bestimmten Bestellwert. Digitales Marketing ermöglicht auch kleinen Anbietern breite Absatzmöglichkeiten. Viele Produkte findet man auch in Supermarktregalen, sei es im konventionellen oder im Bioladen.

Jeder nach seinem Gusto

J.Kinski aus Thüringen beispielsweise ist spezialisiert auf Brühen, Saucen und Würzpasten zum Verfeinern schneller Gerichte. Eine Seite mit Rezepten liefert Ideen für spannende Kombinationen. Familie Wacker aus Mannheim kam über die Entwicklung einer Basenfasten-Methode zur Lebensmittelproduktion. In ihrem Shop gibt es neben gekeimtem Mehl, Müslis und Nüssen fertige Gerichte wie Thai-Curry, Brokkoli-Mandel-Suppe oder Orientalisches Couscous. Das Münchner Startup Kammergold konzentriert sich auf vegane Gerichte. Beim Hofgut Stöcken im Siegerland werden nur die Aubrac-Rinder vom eigenen Biohof verarbeitet, eingekocht wird direkt vor Ort. Besonderheit im Onlineshop sind spezielle Wochenbettgerichte.

Bewährte Methoden der Haltbarmachung

Um die Gerichte haltbar zu machen, kommen traditionelle Methoden wie Einkochen zum Einsatz. Laut J.Kinski „kein Hexenwerk, keine Chemie und absolut simpel: Die Produkte werden in einem großen Topf mit Wasser über längere Zeit oder, wenn vorhanden, mit Überdruck stark erhitzt.“ Findet hier gerade eine Verschiebung zu mehr Qualität im Bereich Convenience-Food statt? Auf jeden Fall spiegelt der Trend den Wandel ethischer und ökologischer Werte der Konsumenten und dem steigenden Ernährungsbewusstsein.

Trotzdem genau hinschauen

Um beurteilen zu können, wer hinter dem neu entdeckten Linsencurry steht, hilft es, die Webseite des Herstellers anzusehen und weitere Berichterstattung zu suchen. Wer einen Glaskost-Produzenten aus der Nähe findet, hat vielleicht die Chance, die Produktionsstätte zu besuchen. Das Hofgut Stöcken zum Beispiel lädt ausdrücklich dazu ein. Immer öfter kochen auch kleine lokale Anbieter wie Metzgereien, Gemüseläden oder Restaurants aus der eigenen Umgebung ihre Speisen ein – zum Beispiel die Metzgerei Feinkost Pum aus Freiburg. In München verarbeiten die Lebensmittelretter der Community Kitchen Überschüsse zu Suppen, Eintöpfen, Marmeladen und Gedörrtem im Glas. Ein Hoch auf Vielfalt und Kreativität!

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