Lara Sophie Bothur & autonomes Fahren in San Francisco
ich bin gerade in San Francisco angekommen.
Vor ein paar Tagen war ich noch in Austin, Texas.
Dann in San Jose auf der NVIDIA GTC. Jetzt fahre ich hier mit einem Produktionsteam von Stadt zu Stadt — mitten durch die Zukunft.
Und heute hatte ich die Möglichkeit, etwas zu testen, das mich wirklich fasziniert hat: Autonomous Driving mit NVIDIA in einem Mercedes-Benz.
Und ehrlich gesagt:
Ich finde autonomes Fahren extrem spannend.
Nicht nur wegen der Technologie selbst.
Sondern weil ich glaube, dass genau das die Zukunft unserer Städte sein könnte.
Vielleicht gibt es irgendwann einfach zirkulierende Fahrzeuge in Städten. Hop-on-Hop-off. Ohne Fahrer. Ohne selbst fahren.
Besonders spannend war dabei auch: NVIDIA ist unglaublich stark im Bereich Mapping und Simulation.
Das Auto lernt nicht einfach nur „auf der Straße“. Es wird in riesigen Daten- und Simulationswelten trainiert. Millionen Situationen. Millionen Entscheidungen. Immer und immer wieder.
Und dann sitzt du plötzlich selbst drin.
Mitten in San Francisco. Einer Stadt, die wahrscheinlich einer der härtesten Trainings-Orte überhaupt dafür ist.
Steile Hügel. Unübersichtliche Kreuzungen. Teilweise sieht man beim Hochfahren ehrlich gesagt erstmal … gar nichts.
Und trotzdem fährt dieses Fahrzeug erstaunlich sicher.
Es gab einen Moment, den ich nicht vergessen werde:
Wir wollten losfahren. Der Fahrer hinter uns hupte schon. Und selbst ich dachte:
Warum fährt das Auto denn jetzt nicht?
Und dann haben wir es gesehen.
Auf der anderen Straßenseite lief ein Mann mit seinem Hund über die Straße.
Niemand von uns hatte ihn gesehen. Weil wir noch nicht weit genug über die Hügelkuppe gefahren waren.
Aber das Auto hatte ihn gesehen.
Und das war wirklich ein krasser Moment.
Denn plötzlich realisierst du: Dieses Fahrzeug sieht mehr als wir vier UND der Fahrer hinter uns.
Und eine unfassbare Menge an Trainingsdaten.
Und trotzdem ist das Spannendste daran eigentlich nicht die Technologie. Sondern das Gefühl.
Denn der Kopf versteht sofort: Natürlich kann so ein System irgendwann sicherer fahren als Menschen.
Aber das Herz? Das braucht noch Zeit.
Und ich glaube ehrlich gesagt, das ist völlig okay.
Man muss da gar nicht gegen ankämpfen. Das Vertrauen kommt wahrscheinlich einfach Schritt für Schritt.
Was ich übrigens viel verrückter fand: Im autonom fahrenden Fahrzeug zu sitzen, hat sich für mich sicherer angefühlt als einem autonomen Fahrzeug von außen zu begegnen.
Das hatte ich schon mal bei einem Waymo in Austin.
Von außen wirkt es erstmal viel unkontrollierbarer, weil man nicht einschätzen kann, wie das Auto Entscheidungen trifft.
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Herausforderung: Nicht nur Maschinen beizubringen, wie Menschen fahren. Sondern Menschen beizubringen, wie Maschinen entscheiden.
Trotzdem glaube ich wirklich, dass autonome Mobilität ein Teil unserer Zukunft wird.
Ich glaube sogar, dass Unfallzahlen massiv sinken könnten, wenn Fahrzeuge irgendwann miteinander kommunizieren statt mit menschlicher Unaufmerksamkeit konkurrieren zu müssen.
Aber ich glaube auch:
Der Mensch muss die letzte Instanz bleiben.
Deshalb finde ich alles bis Level 4 extrem gut.
Aber Level 5 – also komplett autonom ohne Möglichkeit einzugreifen – fühlt sich für mich persönlich nicht richtig an.
Nicht bei AI & nicht beim autonomen Fahren. Technologie sollte uns erweitern. Nicht komplett ersetzen.
Und gleichzeitig frage ich mich: Wenn Fahrzeuge irgendwann wirklich autonom werden …
Brauchen sie dann überhaupt noch Lenkräder?
Oder sehen Autos innen irgendwann komplett anders aus?
Vielleicht eher wie kleine Lounges. Mit Couch. Mit Screens. Mit AR-Erlebnissen. Wie kleine bewegliche Räume statt klassische Autos.
Die Zukunft der Mobilität fühlt sich plötzlich jedenfalls nicht mehr weit weg an! ✨
Und ich frage mich: Würdest du in ein autonom fahrendes Fahrzeug einsteigen? Was glaubst du ist die Zukunft der Mobilität?
Alles Liebe
Deine Lara
P.S.: Nächstes Mal spreche ich mit euch über die Psychologie der Technologie und warum manche Roboter eigentlich so aussehen wie wir Menschen.
Und bis dahin freue ich mich, wenn du mir auf LinkedIn folgst!
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