Endlich – die ersten warmen Sonnenstrahlen brechen durch und wir können es kaum erwarten, uns draußen in der Sonne zu entspannen. Sie sorgt für gute Laune, versorgt uns mit dem wichtigen Vitamin D und erweckt die Lebensgeister. Ich habe das Wochenende die Sonne genossen und gemerkt, wie sehr mein Körper sie vermisst hat, und die ersten Sommersprossen ließen auch nicht lange auf sich warten. Doch während wir die wohlverdienten Sonnenstunden genießen, ist der richtige Schutz unverzichtbar.
Die Wahl der richtigen Sonnencreme ist nicht nur für unseren persönlichen Schutz entscheidend, sondern hat auch einen enormen Einfluss auf die Natur – insbesondere auf unsere Meere und Korallenriffe. Doch was tun, wenn man nicht nur die eigene Haut, sondern auch unseren Planeten schützen möchte?
Glücklicherweise hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Nachhaltigkeit ist auch im Bereich Sonnenschutz angekommen und bietet viele innovative, umweltbewusste Optionen. Doch worauf sollte man beim Kauf achten, und welche Marken setzen neue Maßstäbe für einen umweltfreundlichen Sonnenschutz?
Die erste Entscheidung beim Kauf einer Sonnencreme ist die Wahl des Filters – chemisch oder mineralisch. Chemische UV-Filter wie Oxybenzon und Octinoxat bieten zwar effektiven Sonnenschutz, sind jedoch berüchtigt dafür, schädlich für Korallenriffe und Meereslebewesen zu sein. Diese Stoffe gelangen beim Baden über den Schweiß ins Wasser und können zu Korallenbleiche und anderen Umweltschäden führen. Insbesondere in tropischen Gewässern, die von Touristen stark frequentiert werden, ist der Einfluss der chemischen Filter auf die Korallen und die Meereslebewesen alarmierend. Einige Länder, darunter Hawaii und Palau, haben bereits gesetzliche Regelungen erlassen, um Produkte mit bestimmten chemischen UV-Filtern zu verbieten. Und auch für uns, gibt es gesündere Alternativen, denn chemische Filter können nicht nur Allergien auslösen, sondern dringen auch so tief in die Haut ein, dass sie sogar den Hormonhaushalt beeinflussen.
Mineralische Filter wie Zinkoxid und Titandioxid hingegen wirken, indem sie die UV-Strahlen einfach reflektieren, statt sie zu absorbieren. Sie sind in der Regel sicherer für die Umwelt, da sie keine schädlichen Auswirkungen auf Korallen haben. Zudem gelten sie als sanfter zur Haut, insbesondere für empfindliche Hauttypen. Wer also nicht nur seine Haut, sondern auch die Umwelt schützen möchte, sollte zu Produkten mit mineralischen Filtern greifen.
Immer mehr Marken setzen auf nachhaltigen Sonnenschutz, der sowohl für die Haut als auch für die Umwelt gut ist. Ein Vorreiter in diesem Bereich ist VSUN. Die Marke verwendet ausschließlich mineralische Filter und verzichtet auf schädliche Inhaltsstoffe wie Mikroplastik. Ihre Verpackungen sind vollständig recycelbar und bestehen aus umweltfreundlichen Materialien. Das Ziel: Wirksamen Sonnenschutz bieten, ohne der Natur zu schaden.
Ein weiteres Beispiel ist Ultra Violette, eine australische Marke, die sich nicht nur durch innovative, vegane Formulierungen auszeichnet, sondern auch durch ihre Verpflichtung zu umweltfreundlichen Praktiken. Die Produkte sind nicht nur frei von Tierversuchen, sondern auch umweltfreundlich verpackt und bieten einen breiten Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen. Ihre nachhaltige Philosophie setzt einen klaren Standard für die Sonnenschutzindustrie. Und wer sollte sich nicht besser mit Sonnencreme auskennen als zwei Gründerinnen aus Down Under?
Ein weiteres herausragendes Beispiel für nachhaltigen Sonnenschutz ist ForPeople. Diese Marke bietet eine feste Sonnencreme an, die sowohl umweltfreundlich als auch effektiv ist. ForPeople setzt auf mineralische UV-Filter und verzichtet auf synthetische Inhaltsstoffe, die schädlich für die Umwelt sein könnten. Ihre feste Sonnencreme kommt ohne Plastikverpackung aus und wird in einer praktischen, kompostierbaren Verpackung angeboten – eine innovative Lösung, um den Plastikverbrauch zu reduzieren.
Ebenfalls auf der must-buy Liste ist Summer Fridays. Die Brand verfolgt eine tierversuchsfreie Philosophie und stellt sicher, dass ihre Produkte unter ethischen Bedingungen hergestellt werden. Es werden clean Ingredients verwendet, die in der Regel ohne schädliche Chemikalien, Parabene oder Sulfate auskommen. Diese Philosophie spiegelt sich in ihrer gesamten Produktlinie wider. Summer Fridays bemüht sich, ihre Verpackungen zu optimieren, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Sie verwenden recycelbare Materialien und haben bereits Schritte in Richtung plastikfreier Verpackungen unternommen. Einige ihrer Produkte kommen in wiederverwendbaren und umweltfreundlichen Behältern.
Aber auch kleinere Marken wie Green People und Eco by Sonya haben sich der nachhaltigen Hautpflege verschrieben. Sie bieten organische, tierversuchsfreie Sonnencremes an, die mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Aloe Vera und Kokosöl pflegen und gleichzeitig die Haut vor der Sonne schützen.
Was ist der Lichtschutzfaktor (LSF)?
Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie gut eine Sonnencreme vor UVB-Strahlen schützt, die für Sonnenbrand verantwortlich sind. Ein LSF von 30 bedeutet zum Beispiel, dass man mit dieser Sonnencreme 30-mal länger in der Sonne bleiben kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als ohne Schutz. Der LSF berücksichtigt dabei die Zeit, die man in der Sonne verbringen kann, ohne dass Hautschäden auftreten.
Wie wählt man den richtigen LSF?
LSF und die Dauer der Sonneneinstrahlung
Der LSF schützt nicht nur vor Sonnenbrand, sondern spielt auch eine Rolle beim Schutz vor langzeitigen Hautschäden wie vorzeitiger Hautalterung (Faltenbildung) und Hautkrebs. Ein LSF von 50 blockiert ca. 98% der UVB-Strahlen, während ein LSF von 30 etwa 96,7% blockiert. Für längere Aufenthalte in der Sonne oder intensivere UV-Belastung empfiehlt es sich, einen höheren LSF zu wählen.
Warum der Lichtschutzfaktor (LSF) ganzjährig im Gesicht wichtig ist – Schutz vor Falten und mehr
Der Lichtschutzfaktor ist nicht nur im Sommer und bei direkter Sonneneinstrahlung wichtig, sondern sollte das ganze Jahr über in die tägliche Hautpflege integriert werden – besonders im Gesicht. Es gibt viele gute Gründe, warum wir unseren Hautschutz auch in den weniger sonnigen Monaten nicht vernachlässigen sollten. Ein zentraler Aspekt ist die Prävention von Hautalterung, vor allem durch Faltenbildung und anderen Hautschäden, die durch UV-Strahlung verursacht werden.
UV-Strahlen sind das ganze Jahr über aktiv
Auch an bewölkten Tagen oder im Winter, wenn wir die Sonne weniger stark spüren, sind die UV-A– und UV-B-Strahlen der Sonne weiterhin präsent. UV-A-Strahlen dringen tief in die Haut ein und sind maßgeblich für die vorzeitige Hautalterung verantwortlich. Sie können die Kollagen- und Elastenfasern der Haut schädigen, was zu einem Verlust der Hautelastizität und der Bildung von Falten führt. Anfällig hierfür sind die häufig exponierten Stellen wie Gesicht, Hände, Hals und Dekolleté.
Trotz ihrer geringeren Intensität im Winter sind die UV-A-Strahlen in allen Jahreszeiten ungefähr gleich stark, da sie nicht von Wolken oder Regen absorbiert werden. UV-B-Strahlen hingegen sind vor allem im Sommer intensiver, aber auch sie sind das ganze Jahr über aktiv und können im Winter zu Hautschäden führen, besonders in höheren Lagen oder bei intensiver Reflexion durch Schnee.
Dr Britta Kühlmann, Fachärztin für Plastische-Ästhetische Chirurgie mit dermatologischer Expertise, Gründerin CINEOLUX Skincare, Wissenschaftlerin der Stanford University benennt es sogar noch drastischer: „Kein Sonnenschutz bedeutet Hautalterung im Schnelldurchlauf- Ohne Sonnenschutz beschleunigt UV-Strahlung die Hautalterung drastisch – bis zu 80 % der sichtbaren Falten und Pigmentflecken sind auf die Sonne zurückzuführen. Wer jung aussehen will, cremt sich ein!“ Weiter mahnt sie: „UV-Strahlung ist der Hauptauslöser für Hautkrebs. Jeder Sonnenbrand schädigt unsere DNA, und die Haut „vergisst“ nichts. Sonnenschutz ist nicht nur Anti-Aging, sondern Lebensschutz. Wer vor dem 18. Lebensjahr nur 1-2 schwere Sonnenbrände hatte, verdoppelt sein Risiko, später an Melanom-Hautkrebs zu erkranken!“ Dr. Kühlmann sieht UV-Strahlen als Kollagen-Killer: „Sonne zerstört unser Kollagen und macht die Haut schlaff und dünn. Ohne Schutz verliert die Haut ihre Spannkraft – und wir unser jugendliches Strahlen. SPF ist das beste Lifting in der Tube!“
Die Wahl der richtigen Sonnencreme geht über den Lichtschutzfaktor (LSF) hinaus. Achten Sie auf folgende Punkte, um sowohl Ihre Haut als auch den Planeten zu schützen:
Die kommenden Jahre versprechen weitere Innovationen im Bereich des Sonnenschutzes. Der Trend geht hin zu noch umweltfreundlicheren Produkten, die auf natürlichen Inhaltsstoffen basieren und gleichzeitig effektiv vor UV-Strahlen schützen. Schon jetzt gibt es spannende Entwicklungen: So arbeiten viele Unternehmen an bioabbaubaren Formulierungen, die sowohl den Ozeanen als auch der menschlichen Haut guttun. In Zukunft könnten wir sogar vollständig plastikfreie Verpackungen und kompostierbare Tuben sehen – ein kleiner Schritt für uns, aber ein großer Schritt für den Planeten.
Die ersten Sonnenstrahlen erinnern uns daran, wie wichtig es ist, unsere Haut vor UV-Strahlen zu schützen, idealerweise ganzjährig. Doch der richtige Sonnenschutz geht weit über den Hautschutz hinaus. Indem wir auf nachhaltige, umweltfreundliche Produkte setzen, tragen wir dazu bei, die Schönheit unserer Natur zu bewahren. Marken wie VSUN und Ultra Violette machen es uns leicht, sowohl uns selbst als auch den Planeten zu schützen. Denken Sie daran: Der Sommer gehört uns allen – und nur durch nachhaltige Entscheidungen können wir sicherstellen, dass er auch für kommende Generationen ein Genuss bleibt.
Anna Hiltrop hat ihren Bachelor-Abschluss in Fashion Luxury Retail Management mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit und Wirtschaft am renommierten Berkeley College in New York absolviert.
Bereits während ihres Studiums setzte sie sich intensiv mit nachhaltigen Projekten auseinander und wurde dafür 2022 mit dem Green Award sowie dem Model Icon of the Year Award ausgezeichnet.
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