Endlich ist es soweit: Der eiskalte Winter lockert seinen Griff, schiebt die tristen grauen Wolken beiseite und lässt die wärmenden Sonnenstrahlen durch. Die Bäume fangen an zu blühen, die ersten bunten Blümchen strecken ihre Köpfe aus dem Boden und alles scheint schöner. Auch die Garderobe bekommt ein frühlingshaftes Upgrade und diese Teile sind für mich die besten Begleiter.
Mit den wärmeren Temperaturen und dem botanischen Wechsel werden wir gefühlt wieder empfänglicher. Empfänglicher für Ideen, für Spontanität und für die Version von uns selbst, die im Winter irgendwo zwischen dicken Strickpullis und Thermounterwäsche verschwunden ist. Man traut sich wieder mehr und legt wie eine Zwiebel Schicht für Schicht ab. Outfits entstehen endlich wieder mehr aus Planung und nicht aus Gefühl. Der Frühling bringt zwar keine neue Identität mit sich, aber er schärft die Lust, mit der eigenen zu spielen und sie neu zu erfinden.
Dass die Stimmung gerade jetzt von null auf 100 wieder in die Höhe schießt, ist kein Zufall. Mit jedem helleren Morgen fährt unser System hoch und wird gefüttert mit mehr Serotonin und weniger Melatonin. Unser Rhythmus sortiert sich neu. Plötzlich ist da Energie, wo vorher Trägheit war und mit ihr diese wahnsinnige Lust auf Veränderung. Genau hier wacht auch die Mode wieder auf. Nach Monaten im Funktionsmodus – warm, praktisch, eher gedämpft – bekommt sie wieder mehr Raum zum Spielen und Entdecken. Farben wirken frischer, Silhouetten interessanter und Kombinationen mutiger. Anziehen ist nicht länger an gewisse Wetterbedingungen geknüpft. Und genau das ist doch der eigentliche Zauber des Frühlings, dass wir nicht nur leichter bekleidet sind, sondern uns selbst wieder ein bisschen leichter fühlen.
Als Redakteurin beobachte ich jedes Jahr aufs Neue, wie sich dieser wunderbare Übergang in die neue Saison auch im Kleiderschrank abspielt. Im Winter beschränkt sich meine Farbpalette auf eher klassische Töne wie Schwarz, Grau und Braun. Print und Muster wird man in meiner Garderobe zu dieser Jahreszeit ebenfalls lange suchen. Alles ist eher klassisch-elegant und funktioniert perfekt beim Layern. Wenn die Vögel allerdings wieder anfangen zu singen und die Sonne wieder hallo sagt, ist es, als würde man meine minimalistische Persönlichkeit über die hellen Monate in den Schrank sperren und eine neue kommt zum Vorschein. Plötzlich liegt alles ein bisschen enger an, die Farben wechseln die Seiten und der ein oder andere Print schleicht sich auf Pullover und Shirts. Darf ich vorstellen, das sind meine liebsten Pieces:
Foto: Ganni Pre Fall 2026/Launchmetrics.com
Die letzten Jahre griff ich instinktiv immer nach herkömmlichen langen Trenchcoats. Dieses Jahr allerdings habe ich die kurze Version für mich entdeckt und möchte gerade an wärmeren Tagen nichts anderes mehr tragen. Die Länge zaubert eine ganz neue, spannende Silhouette und gerade zu weiten Hosen sieht der Klassiker super lässig aus. Den coolsten Trench hat meiner Meinung nach aktuell Ganni mit seinen doppelten Gürteln in petto und er steht bereits ganz oben auf meiner Wishlist.
Gerade im Frühling sind Loafer absolut unterschätzt. Der klassische Schuh gehört für mich dazu, da man ihn vielseitig kombinieren kann und er immer gut dasteht. Ob zur eleganten Bundfaltenhose, mit lässiger Jeans oder zum Rock in Midilänge mit süßen Socken – Loafer runden jedes Outfit gekonnt ab. Wenn man auf gute Qualität achtet, sind sie fast schon bequemer als Sneaker und gerade heutzutage müssen Loafer nicht mehr nur Schwarz oder Braun sein. Es gibt sie mit unzähligen Prints, Stickereien, aus Denim oder mit Fellüberzug.
Nicht nur im Frühling mein Favorit, sondern das ganze Jahr über. Lässige Schultertaschen sind nicht nur praktisch, sondern können auch jeden Look aufwerten. Mein aktueller Liebling ist eine Schultertasche von &Other Stories mit Fell und Kuhmuster. Alles passt rein, die Hände sind frei und ausnahmslos jede Kombi funktioniert mit diesem Evergreen.
Früher konnte ich Sonnenbrillen nicht wirklich viel abgewinnen, da ich nie eine passende gefunden habe, die mir gefällt und dann auch noch zu mir passt. Cat-Eye Sonnenbrillen hingegen haben mich vom absoluten Gegenteil überzeugt, denn keine Brille wirkt so cool wie diese. Egal wie minimalistisch der Look ist, trägt man dieses Accessoire, wirkt alles direkt gekonnt lässig. Und: Sie schützt die Augen auch optimal vor Sonne.
Spätestens seit Grace Kelly gehören Seidentücher jeglicher Art in jeden Kleiderschrank. Egal ob in den Haaren, auf dem Kopf, an der Tasche, um den Hals oder Hüfte getragen – Seidentücher sind DAS perfekte Accessoire. Man kann sie entweder einfarbig tragen oder als zusätzliches Muster integrieren und mit dem Mustermix spielen und experimentieren. Gerade im frühling trage ich das leichte Tuch am liebsten gebunden um den Hals und wild gemustert.
Im ersten Moment sehen Ballonhosen fast schon ein bisschen lustig aus, weil die gesamte Silhouette überraschend anders ist. Gerade in der Mitte sind sie zwar sehr voluminös, doch beim Tragen fällt das gar nicht mehr auf. Für mich ein absolut zurecht gehyptes Trendteil dieses Jahr. Dieser Schnitt befindet sich mittlerweile in so ziemlich allen Farben in meinem Kleiderschrank. Die Ballonhose lässt sich mit schickem Oberteil kombinieren, aber auch mit grobem Strickpullover oder lässigem Oversized T-Shirt. Wenn es nach mir geht, darf diese Hose gerne noch die nächsten Saisons überdauern.
Im Herbst und Winter beschränkt sich die Farbe meiner Pullover auf Schwarz, Beige und Braun, doch mit dem Wechsel der Jahreszeit krempelt sich auch automatisch meine Sicht auf Pullis um. Gerade Print Pullover funktionieren für sich und brauchen kein extra Accessoire. Ob gestrickt oder gedruckt – ausgefallene Muster sorgen direkt für gute Laune. Auch dieses Teil kann man zu allem gekonnt kombinieren. Mein Favorit: Zu einem weißen Baumwollrock in Midilänge mit Laofern oder Mary Janes und Rüschen-Söckchen.
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