Kaum steigen die Temperaturen, verändert sich auch die Ästhetik des Alltags. Kleider werden länger und luftiger, Taschen zierlicher und Sonnenbrillen werden zum liebsten Accessoire. Der Sommer ist die Zeit, in der Mode unglaublich leicht und mühelos aussieht. Jeder Tag fühlt sich ein bisschen wie Urlaub an und jedes Outfit erinnert daran. Das sind meine Must-haves für den Sommer
Der Sommer ist vermutlich die einzige Jahreszeit, die aus Menschen sofort andere Versionen ihrer selbst macht. Es wird draußen gegessen, man läuft Umwege nach Hause, weil die Luft noch so wunderbar warm ist, und verbringt Abende auf Balkonen, die den Rest des Jahres kaum beachtet werden. Selbst Städte wirken im Sommer ein bisschen filmischer, fast schon romantisch. Vor Cafés sind lange Schlangen, Eis wird zum Grundnahrungsmittel und alle scheinen erstaunlich lebenshungrig zu sein. Mit den Temperaturen verändern sich aber nicht nur Routinen, sondern auch die Dinge, die plötzlich unverzichtbar erscheinen: Sonnenbrillen sind der tägliche Begleiter, sommerliche Romane für lange Nachmittage sind immer dabei und luftige Leinenhemden werden kombiniert. All das sind Dinge, die jedes Jahr aufs Neue beweisen, dass die warme Jahreszeit ein wahres Lebensgefühl ist.
Und nicht nur das, im Sommer muss sich auch beinahe jede Garderobe einem Imagewechsel unterziehen. Dicke, schwere Mäntel und Jacken werden in den hintersten Ecken verstaut, winterliche Boots legen eine Pause ein und Wollschals dürfen atmen. Als Redakteurin ist mein Kleiderschrank erstaunlich wandelbar und in den warmen Monaten kommen Kleidungsstücke zum Vorschein, die man sonst nicht an mir sieht. Während der Herbst- und Winterzeit beschränkt sich meine Farbpalette auf Dunkelrot, Braun, Beige und Schwarz. Auch Muster kann man tatsächlich lange suchen. Doch die Sommerzeit krempelt auch bei mir etwas um und jedes Jahr aufs Neue zieren Farben wie Pink, Hellblau, Rosa, Gelb und Knallrot plötzlich meinen Kleiderschrank. Alles wird leichter und besondere Details werden wieder spannend.
Foto: Jacquemus, F/W 2020/Launchmetrics.com
Für mich darf eine Jacquemus Bag im Sommer nicht fehlen – gerade das Modell Le Chiquito gehört zu meinen absoluten Favoriten. Sie ist unglaublich variabel und lässt sich entspannt umhängen oder aber auch schick am Henkel tragen. Die Form und gesamte Aufmachung dieses Modells erinnert mich sofort an den Sommer und an mediterrane Looks, in denen man durch französische Dörfer schlendert. Meine Farb-Favoriten: Beige, Schwarz und Hellbraun.
Dieses Jahr habe ich leichte Tücher für mich entdeckt. Ich weiß, late to the Party, aber besser spät als nie, nicht wahr? Ich greife im Sommer zu seidigen Stoffen mit wilden Mustern, denn gerade das verleiht schlichten Outfits das gewisse Etwas. Sie lassen sich nicht nur à la Grace Kelly tragen, sondern auch gebunden über Haargummis oder gewickelt um einen Dutt.
Foto: Ganni, S/S 2026/Launchmetrics.com
Foto: Gabriela Hearst, F/W 2025/Launchmetrics.com
Pullover gehören das ganze Jahr über zu meinen All-Time-Favorites, auch im Sommer. Gerade wenn das Thermometer noch nicht da ist, wo es sein soll, ist ein wärmender Begleiter optimal. Überzieher mit gestrickten Details oder anderen Eyecatchern stehen für mich definitiv an erster Stelle. Locker übergezogen verfeinert ein schöner Pulli jeden Look – egal ob über Shorts, Kleidern oder Leinenhosen.
Mit dem Wechsel des Wetters blüht nicht nur die Laune auf, sondern auch die Lust auf sommerliche Prints. Dabei ist es egal was für Prints, ob Paisley, Blumen oder Tierische. Gerade auf Maxikleidern wirken sie noch viel lässiger, als ohnehin schon. Das Gute ist auch: Der Look ist schnell gestylt, da es gar nicht mal so viel mehr braucht, außer ein passendes Paar Schuhe und eine Tasche.
Foto: Zimmermann, F/W 2026/Launchmetrics.com
Foto: Baum und Pferdgarten, Off Season 2026/Launchmetrics.com
Früher waren geschmockte Oberteile überall zu sehen, dann waren sie überraschend lange weg und jetzt sind sie wieder da. Es fühlt sich fast schon nostalgisch an, dieses Kleidungsstück zu tragen und auf eine neue Art und Weise zu stylen. Was man früher zu Skinny Jeans getragen hat, trägt man heute zu langen, weich fallenden Röcken, weiten Hosen und Bermudashorts. Geschmockte Oberteile gehören ab jetzt für mich in jede sommerliche Garderobe.
Ich weiß nicht, was das mit Ganni und mir ist, aber es ist definitiv etwas ernstes. Keine Brand hat so viele sportliche, aber dennoch schicke Schuhmodelle in petto, wie die dänische Marke. Egal ob flache Ballerina oder Sandalen mit Absatz, die besondere Schnürung rundet jeden Schuh gekonnt ab. Sie sind unfassbar bequem und lassen sich vielseitig stylen – schick am Abend, romantisch am Mittag und bequem am Morgen. Bisher ziert nur die Farbe Schwarz mein Schuhregal, doch auf meiner Wishlist stehen definitiv noch Rot, Beige und Denim.
Foto: Ganni, S/S 2025/Launchmetrics.com
Foto: Meryll Rogge, S/S 2026/Launchmetrics.com
Als weite Hosen vor einiger Zeit die Skinny Jeans abgelöst haben, war das für mich das absolute Highlight. Dieses Jeansmodell ist unheimlich bequem, sieht beinahe immer gut aus und lässt sich zu jedem Anlass stylen. Gerade im Sommer sind weite weiße Jeans nicht mehr wegzudenken. An warmen Tagen sind sie besonders luftig und nichts wirkt lässiger, als mit dieser Hose und einem Iced Coffee durch sonnige Parkanlagen zu flanieren.
Der Badeanzug schleicht sich dieses Jahr als absoluter Neuling ein. Ich habe lange Zeit einen großen Bogen um dieses sommerliche Kleidungsstück gemacht, doch jetzt kann ich es kaum erwarten, dass das Thermometer auf Hochsommer steht. COS hat im Sommer 2026 die schönste Urlaubsgarderobe in petto, darunter auch einen One-Shoulder-Badeanzug. Er sieht nicht nur am Pool oder Strand unglaublich lässig aus, auch unter einer weiten, weißen Hose lässt er sich perfekt als Body im Alltag tragen. Der Preis für die vielseitigste (und coolste) Bademode geht definitiv an COS!
Foto: COS/PR
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