Hamburg hat viele Orte, an denen Schönheit wohnt und jetzt kommt ein weiterer dazu. Van Cleef & Arpels sagt: Moin! Am 6. November öffnete die Boutique erstmals ihre Türen in der Hansestadt und lädt seitdem ein, die wunderbare Welt der besonderen Handwerkskunst hautnah zu erleben. Auf über 500 Quadratmetern befinden sich die schönsten Schmuckstücke und das prächtigste Repertoire, das die französische Maison zu bieten hat.
Das Traditionshaus ist seit über 120 Jahren Hüter eines reichen kulturellen Erbes. In den 1970er-Jahren wurden einige Schmuckstücke nach und nach zurückgekauft, um die Geschichte zu bewahren. Heute ist das etablierte Haus wieder in Besitz von rund 3.000 Objekten. Seit 1992 nutzt die Maison ihre Ausstellungsräume, um Historie, Technik und Philosophie für jeden zugänglich zu machen, so auch in der Hansestadt. Die Ausstellung macht das Erbe lebendig: Man sieht nicht nur die rein äußerliche Schönheit der Schmuckstücke, sondern bekommt einen exklusiven Einblick in die Intentionen, Emotionen und den schöpferischen Prozess. Van Cleef & Arpels ist nicht nur ein luxuriöses Schmuckhaus, sondern ein Bewahrer seiner Geschichte.
Schon beim Betreten der Boutique scheint es, als würde die Luft ein bisschen schwerer werden. Nicht im Sinne von Last, sondern im Sinne von Bedeutung und Ehrfurcht. Die Räume tragen ein einzigartiges Interieur in sich, handbemalte Tapeten, designed von zwei Architekten. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt und spiegelt den Charakter der Maison lautlos wider. Hier scheint die Uhr nicht vorwärts zu eilen, sondern sich an die ruhigen Schwingungen des Hauses Van Cleef & Arpels anzupassen.
Doch der wahre Zauber offenbart sich, wenn man die Marmortreppe zur zweiten Etage hinaufsteigt. Es ist eine Ausstellung, die sich über die langen, schmalen Flure und abgerundeten Räume erstreckt. Eine Sammlung von alten Geschichten und funkelnden Schätzen wird sichtbar. In Vitrinen liegen kostbare Kreationen – manche stammen aus längst vergangenen Jahrzehnten. Sie zieren mit Samt überzogene Halter und wirken wie Botschafter einer Handwerkstradition, die sich weigert, vom Zeitalter des Überkonsums überrollt zu werden.
Foto: Van Cleef & Arpels
Unter den Schätzen befinden sich einige ganz besondere Glanzstücke, so auch die Kreation Passe-Partout aus dem Jahr 1939. Das wandelbare, biegsame Schmuckstück in gelbgold ist nicht nur als Kette tragbar, sondern auch als Armband oder Gürtel. Die mit Rubinen besetzten Blütenclips können separat als Brosche getragen werden. In einer weiteren Vitrine haust ein anderes spektakuläres kleines Kunstwerk: Ein Armband aus dem Jahr 1946, gefertigt für die königliche Hoheit Prinzessin Faiza von Ägypten. Das Armband in Platin und Weißgold ist mit insgesamt 700 Diamanten besetzt. Die Krawattenschleife ziert als kunstvolle Miniatur ebenfalls die Hamburger Ausstellung. Die Kette wurde mit Saphiren und Diamanten besetzt. Sie kam erstmals 1954 auf den Markt und war zu ihrer Zeit eine wahre Ikone, denn damals waren kostbare Abendjuwelen in Mode.
Die Entstehung der Pariser Maison liest sich fast wie ein herzerwärmender Roman: In den schmalen Gassen von Paris zwischen romantischer Architektur und einem neuen Jahrhundert, das kurz bevorsteht, begann eine Geschichte, die mehr war als nur ein Bündnis zweier Familien. Es war die Geschichte von Estelle Arpels, Tochter eines Edelsteinhändlers und Alfred Van Cleef, Sohn eines Steinschleifers. Aus ihrer Liebe entstand eine gemeinsame Vision, wortwörtlich der Grundbaustein für das spätere Juwelier-Imperium.
Schon früh setzte man auf Platin, Gold, Diamanten und generell seltenen Edelsteinen. Doch der Reiz lag nicht allein in hochwertigen, beständigen Materialien, sondern in der Art, wie Van Cleef & Arpels diese zum Leben erweckten. Es entstanden außergewöhnliche Techniken, überraschende Motive und transformierbare Designs. Ein einzigartiges Erkennungsmerkmal ist bis heute das Mystery Setting (Serti Mysterieux), das 1933 patentiert wurde. Bei dem Verfahren werden die einzelnen Edelsteine so gefasst, dass keine sichtbaren Krappen sie halten. Dieses Niveau an Präzision erfordert außergewöhnliche handwerkliche Fähigkeiten, denn ein Clip dauert insgesamt 300 Stunden und eine ruhige künstlerische Hand.
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