Olympia in Paris: Spitzensport trifft Haute Couture

Das sportliche Rampenlicht fällt auf die Mode-Metropole Paris. Meisterhaft inszeniert von Thomas Jolly begannen die Olympischen Spiele als Hommage an die französische Kultur und Geschichte. Darin dicht verwoben: Luxus und Mode. Und ganz oben auf dem Treppchen stand dabei Dior.

Lady Gaga und ihre Tänzer:innen in Dior auf einer goldenen Treppe neben einem schwarzen Flügel am linken Seine-Ufer
Lady Gaga und ihre Tänzer:innen in Federensembles von Dior auf einer goldenen Treppe am linken Seine-Ufer. Foto: GETTY.

Die Mode-Metropole im Ausnahmezustand

Die Olympischen Spiele in Paris sind seit dem 26. Juli 2024 in vollem Gange. Wer beim Beobachten der Wettkämpfe überlegt, ob Sport-plätze die neuen Laufstege sind, liegt gar nicht so falsch. Denn: Sport und Mode beeinflussen sich vermehrt gegenseitig. Athleisure dominiert immer öfters die Laufstege und Streetstyle und zahlreiche Modehäuser sponsern Events und kleiden Athlet:innen sowie Teams ein.

Und Olympia in der Mode-Metropole Paris ist keine Ausnahme. Auch in diesem Jahr entwarfen bekannte sowie aufstrebende Designer:innen die Uniformen der jeweiligen Länder.

Präsentiert wurden diese bei der Eröffnungsfeier, die sich (wie es sich für das modische Paris gehört) wie eine riesige Runway-Show anfühlte. Einzigartig und unkonventionell inszenierte der künstlerische Leiter und Regisseur Thomas Jolly die Feier, um die französische Kultur und Geschichte in zwölf Akten („scènes“) entlang der wichtigsten Pariser Monumente zu erzählen.

Eine Hand näht Pailletten und Fransen an ein Seidenkleid im Atelier von Dior in Paris.

Savoir-Faire des Kleids von Céline Dion: Perlen und Fransen werden von Hand angebracht. Foto: Sophie Carre.

Wer bei der magischen Zeremonie bereits modisches Gold gewonnen hat?

Das französische Modehaus Dior glänzte im Heimspiel auf dem obersten Treppchen.

Gemeinsam mit dem Mutterkonzern LVMH (die angeblich rund € 150 Mio. als Premium-Partner investierten) waren sie in fast jedem Tableau mit modischen Highlights vertreten. Eingekleidet wurde jede einzelne Lady Dior von Maria Grazia Chiuri, Artistic Director der Damenmode bei Dior.

Mehrere Tausend Stunden verbrachten die Ateliers damit, die einzigartigen Dior-Silhouetten für Céline Dion, Lady Gaga, Aya Nakamura, Axelle Saint-Cirel und Juliette Armanet von Hand zu nähen und Perle für Perle anzusticken. Das Haus Dior verkörperte hierdurch einmal mehr Woman Empowerment in Verbindung mit französischer Handwerkskunst und Luxus auf vielfältige Art und Weise.

Liberté, Égalité, Fraternité – und Sororité

Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit: Entstanden in der Zeit der Aufklärung, stellt die Devise grundlegende Werte der französischen Gesellschaft dar. Chiuri interpretierte die Worte als einzigartige Dior-Silhouetten mit luxuriösen Stoffen, Federn, Fransen und Stickereien. Die Kreationen ehrten dabei weibliche Stärke, Kraft und Freiheit – und die Schwesternschaft.

Die französisch-malische Sängerin Aya Nakamura und ihre Tänzer:innen tragen goldene Federensembles von Dior in Paris
Aya Nakamura perfomt die Hits „Pookie“, „For me formidable“ und „Djadja“ vor dem Institut de France in Paris. Foto: AFP.

Ein glänzendes Highlight für die Gleichheit: In einem traumhaften Federensemble im legendären Dior-Gold verzauberten die malisch-französische Sängerin Aya Nakamura und ihre Tänzer:innen das Publikum. Wie eine zweite Haut schmiegte sich das Kleid, an dem Tausende Federn in Handarbeit angebracht wurden, um den Körper der Sängerin.

Axelle Saint-Cirel in Dior (l). Ein Chor (in von Chiuri neu interpretierten Gewändern) trägt Fahnen mit der Aufschrift „Woman“, „Freedom“, „2024“ (r). Fotos: AFP & Sophie Carre.

Mit einem nahtlosen Übergang von Kleid zu französischer Flagge im „Trompe-l’œil“-Effekt hebt das über acht Meter lange Kleid der Mezzosopranistin Axelle Saint-Cirel die brillante Drapierkunst von Dior hervor. Und erinnert obenrein an einen weiteren Meilenstein in der französischen (Mode-)Geschichte im Jahre 1989: Opernsängerin Jessye Norman in einem von Azzedine Alaïa entworfenen Kleid bei der Zweihundertjahrfeier der Französischen Revolution.

Ein Chor in von Chiuri neu interpretierten Gewändern ehrte starke Frauen der Geschichte und ergänzt indessen die Brüderlichkeit fließend um die Parole „Sororité“ (deutsch: Schwesterlichkeit).

Internationale Musik-Ikonen in Dior

Die Weltstars Lady Gaga und Céline Dion bildeten in den Sequenzen Enchanté (deutsch: Erfreut) und Éternité (deutsch: Unendlichkeit) das Alpha und Omega der Zeremonie.

Lady Gaga und ihre Tänzer:innen in Dior auf einer goldenen Treppe neben einem schwarzen Flügel am linken Seine-Ufer
Céline Dion in einem weißen Seidenkleid mit silbernen Pailletten und Fransen in Paris.

Lady Gaga (l) und Celine Dion (r) in Dior. Fotos: AFP & Getty.

Eine in Dior Couture Federn geschmückte Lady Gaga entführte mit einer Interpretation von „Mon Truc en Plumes“ (deutsch: Meine Sache mit den Federn) ins Paris der 1940er.

Zunächst umgeben von pinken Federn und Tänzer:innen, schälte sie als Hommage an die legendäre Zizi Jeanmaire elegant ihre schwarze Federjacke und langen, mit rosa und schwarzen Federn benähten Rock ab. Darunter enthüllte sie ein Bustier und Shorts aus Satin.

Sketches der Designs für Lady Gaga von Dior

Savoir-Faire des Dior-Looks von Lady Gaga. Foto: Sophie Carre.

Das funkelnde Grand-Finale bot Céline Dion mit einem triumphalen Comeback. In einem mit 500 Metern Fransen und Tausenden Silberpailletten verziertem Kleid aus weißer Seide sang sie abschließend im Herzen von Paris auf dem strahlenden Eiffelturm.

Eine Begegnung mit französischer (Handwerks-)Kunst und Sport

Wer die traumhaften Kreationen der Eröffnungsfeier aus nächster Nähe begutachten möchte, kann dies exklusiv seit dem 31. Juli in der Galerie Dior. Die Reise durch die Geschichte des Hauses Diors fühlt sich an wie eine Ode an französische Handwerkskunst und Haute Couture. Nun wird sie um ein sportliches Kapitel ergänzt und zeigt aufs Neue, wie eng Kunst, Kultur, Mode und Sport miteinander verwoben sind.

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