Diese Prada Kampagne stellt alles infrage, was wir über Modewerbung wissen

Mit der Spring/Summer 2026 Kampagne geht Prada einen ungewöhnlichen Schritt – und zeigt einmal mehr, dass Mode weit mehr sein kann als Kleidung. Unter dem Titel „I, I, I, I AM… PRADA“ wird nicht nur die Kollektion inszeniert, sondern auch die Frage gestellt: Was bedeutet Identität heute überhaupt?

Foto: Oliver Hadlee Pearch
Foto: Oliver Hadlee Pearch

Eine Kampagne, die sich selbst neu erfindet

Statt einer klassischen Kampagne präsentiert Prada eine Art „zweiten Akt“. Das Besondere: Die gleiche Kollektion und derselbe Cast werden bewusst neu interpretiert. Dadurch entsteht eine zweite Ebene – eine alternative Perspektive auf das, was wir bereits gesehen zu haben glauben.

Das Ergebnis ist keine einfache Wiederholung, sondern eine Neuinszenierung, die zeigt, wie wandelbar Mode und Wahrnehmung sein können.

Foto: Oliver Hadlee Pearch

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Kunst trifft Mode: Die Vision von Jordan Wolfson

Für diese Neuinterpretation arbeitet Prada mit dem US-amerikanischen Künstler Jordan Wolfson zusammen. Seine Werke bewegen sich zwischen Technologie, Kunst und Irritation – und genau das spiegelt sich auch in der Kampagne wider.

Wolfson erschafft surreale, fast traumartige Kreaturen, die mit den Models interagieren. Diese digitalen Figuren wirken gleichzeitig faszinierend und verstörend – und stellen unsere Sehgewohnheiten bewusst infrage.

Sein Ansatz: Realität und Fiktion verschwimmen lassen, um neue Perspektiven auf unsere von Bildern geprägte Welt zu eröffnen.

„I, I, I, I am…“ – ein Satz ohne Ende

Zentrales Element der Kampagne ist ein wiederkehrendes Mantra:

„I, I, I, I am…“

Im begleitenden Kurzfilm sprechen die Protagonist:innen diesen Satz – doch er bleibt unvollendet. Genau darin liegt die Aussage: Identität ist nichts Festes, sondern etwas, das sich ständig verändert und neu definiert wird.

Prada liefert keine klare Antwort, sondern lädt dazu ein, selbst weiterzudenken.

Foto: Oliver Hadlee Pearch

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Ein hochkarätiger Cast

Die Kampagne bringt wie zuvor die Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen zusammen – von Film bis Musik:

  • Carey Mulligan
  • Hunter Schafer
  • Nicholas Hoult
  • Damson Idris
  • Liu Wen
  • Levon Hawke
  • John Glacier

Gemeinsam verkörpern sie wieder die verschiedenen Facetten von Identität – und sollen die Vielfalt unterstreichen, für die Prada steht. Neu inszeniert.

Foto: Oliver Hadlee Pearch

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Warum „Production“ mehr als Mode ist

Die Spring/Summer 2026 Kampagne von Prada ist keine klassische Werbung, sondern ein künstlerisches Experiment über Identität, Wahrnehmung und Selbstbild.

Oder anders gesagt: Prada zeigt uns nicht, was wir sein sollen – sondern eröffnet den Raum, selbst zu entscheiden, wer wir sein wollen.

 

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