Marie-Antoinette, wer? Für Frühjahr/Sommer 2026 sucht Max Maras Kreativdirektor Ian Griffiths seine Rokoko-Muse anderswo: Bei Madame de Pompadour. Die legendäre Selfmade-Ikone des 18. Jahrhunderts war Mäzenin, Unternehmerin und Schauspielerin zugleich. Ihre Mischung aus Intellekt, Macht und Sinn für Schönheit inspiriert eine Kollektion, die Max Maras klassische DNA mit barocker Poesie verschmelzen lässt.
Seit nunmehr sieben Jahrzehnten steht Max Mara für zeitlose italienische Eleganz. Das Haus gilt als Synonym maßgeschneiderter, präziser Silhouetten und tragbarer Quiet Luxury in dezenten Farben wie Camel, Beige, Grau und Schwarz. Besonders bekannt sind die ikonischen Mäntel wie der seit 1981 unverzichtbare Camel Coat oder die modernen Teddy Coats.
Im Frühjahr/Sommer 2026 zeigt sich das italienische Modehaus jedoch von einer anderen Seite. Und so treten neben klassische Zweiteiler, Blazer und Bleistiftröcke auch Puffärmel, Organza und Rüschen. Grund hierfür: Rokoko spielt für Max Mara im Frühjahr/Sommer 2026 die entscheidende Rolle.
Vom französischen Wort „rocaille“ (Deutsch: Muschelwerk) abgeleitet, betont Rokoko die Asymmetrie und Individualität. Typisch für den Rokoko-Stil sind dabei nicht nur Naturmotive, sondern auch zarte Pastelltöne, verspielte Details wie Rüschen und Spitze. Viele mögen dabei zuerst an Marie-Antoinette denken, doch Max Mara widmet seine Kollektion einer anderen Ikone: Madame de Pompadour. Als bürgerlich Geborene stieg sie zu einer der einflussreichsten Kultur- und Politikfiguren des 18. Jahrhunderts auf. Sie förderte Künstler wie Watteau und Boucher, gründete die Porzellanmanufaktur Sèvres, debattierte mit Voltaire und Montesquieu und spielte in Stücken von Rousseau, Molière und Racine.
Max Mara übersetzt Rokoko in eine Welt eleganter Kontraste für die moderne Powerfrau: Strenge Schnitte treffen auf zarte Details. Sei es ein Trenchcoat mit gefalteter Schulterkrone, ein Bleistiftrock mit voluminöser Hüftverzierung oder ein aus zahlreichen Organzastoffteilen gefertigter Rock: Sie alle erinnern an exotische Blüten, magische Fabelwesen und geheimnisvolle Meerestiere in zarten, fast unsichtbaren Rokoko-Farben. Schwarze elastische Gürtel und Riemen, scharfes Tailoring und tief sitzende Röcke erden die Kollektion in der Gegenwart.
„Max Mara entdeckt Stärke im Verspielten, Eleganz im Launischen und Kraft in der Leichtigkeit“, heißt es in den Shownotes. Ein Bekenntnis, das Griffith in Chiffon an kantigen Schultern, Rüschenröcken unter kurzen Trenchcoats, durch Gürtel betonte Cut-Outs und um die Hüften drapierte Silhouetten zum Leben erweckt.
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