Gucci: Die erste Show von Demna in Mailand

Demna präsentiert in Mailand seine erste Gucci-Show und definiert damit eine neue Ära des italienischen Traditionshauses, ohne dabei das große Erbe aus dem Blick zu verlieren. Gucci unter Demna ist digital geprägt und bewegt sich zwischen High Fashion und Streetwear. Eine Vision, die Generationen verbindet und die Zukunft der Marke neu denkt.

Demna präsentierte seine erste Runway-Kollektion auf der Milan Fashion Week für Herbst/Winter 2026/27l Foto: launchmetrics.com/spotlight
Demna präsentierte seine erste Runway-Kollektion auf der Milan Fashion Week für Herbst/Winter 2026/27l Foto: launchmetrics.com/spotlight

Demnas Vision für Gucci

Noch im vergangenen Jahr sprach Demna davon, ein neues Kapitel in Guccis außergewöhnlicher Geschichte aufschlagen zu wollen. Bereits nach den zwei digitalen Releases „La Famiglia“ und „Generation Gucci“ stand fest: Dieses Kapitel ist eindeutig digital geprägt. Aber nicht nur das: Er zeigt auch, wie eng High Fashion heute mit Streetwear und Social Media in Verbindung steht. Spätestens mit der Herbst/Winter 2026 Kollektion bestätigte sich endgültig, was bereits seine Arbeit bei Vetements und Balenciaga auszeichnete: der Anspruch, Generationen und Subkulturen miteinander zu verbinden.

Und so schritten neben Runway-Ikonen wie Kate Moss, Karlie Kloss, Elsa Holsk und Mariacarla Boscono auch durch die sozialen Medien geprägte It-Girls wie Vivian Wilson, Gabbriette, Alex Consani und Amelia Gray über den Runway. Fakeminks kurzer Blick aufs Handy wirkt dabei wie ein ausgeklügeltes Statement: Mode entsteht und verbreitet sich heute digital – lange bevor die Trends im realen Leben ankommen.

Fotos: launchmetrics.com/spotlight

Das neue Gucci-Universum

„Diese erste Gucci-Show stellt ein Universum von Menschen, Archetypen, Konsumenten und Dresscodes vor, die meine Designsprache in Zukunft prägen werden“, verhieß Demna vor der Präsentation. Dieses Universum ist hauteng, präzise und nahtlos. Und trotzdem findet sich die für den Designer typische sportliche Ästhetik wieder: Trainingsanzüge und Kleider verschmelzen zu modernen Trackdresses. Mäntel und Blazer sorgen für eine Prise Eleganz. Stets in präzise fließendem Tailoring. Jedes Model verkörpert dabei einen anderen Gucci-Archetypen.

Fotos: launchmetrics.com/spotlight

Der High-Fashion-Streetwear-Hybrid

Schimmernde, körperbetonte Kleider, Leder- und Satin-Zweiteiler, Bauchtaschen, weiße T-Shirts und Leggings zu Pumps und eleganter Tasche: Von Anfang an ist Demnas Handschrift unverkennbar zu sehen. Die Verbindung zu der italienischen Traditionsmarke findet er durch mehr und weniger dezente GG-Monogramme sowie die Kombination der Looks mit ikonischen Taschenmodellen.

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Aufgepasst: Neue Ikone

Die ikonische Gucci Bamboo 1947 wird in einer schlankeren, modernen Form neu gedacht. Der charakteristische „Bambus“-Henkel besteht aus flexiblen, zusammengesetzten Lederteilen, während Archiv-Minaudières vergrößert wurden, um genug Platz für Smartphone & Co. zu bieten.

Fotos: launchmetrics.com/spotlight

Neue Schritte für Gucci

Zudem feiert Demnas erster Gucci-Sneaker Premiere. Der „Manhattan“ verbindet eine minimalistische Basketball-Silhouette mit der Slip-On-Leichtigkeit eines Mokassins. Ergänzt werden die Schuhe um spitz zulaufende sowie Open-Toe Heels. Und so führt Demna die von ihm als rastlose, ständig im Wandel befindliche Marke beschrieben in die Gegenwart.

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