Die Emmy-prämierte Schauspielerin krönte ihre beeindruckende Serie von Red-Carpet-Auftritten mit einem maßgeschneiderten Dior-Anzug und funkelnden Cartier-Accessoires
Willkommen bei The Close-Up, wo die größten Namen der Unterhaltungsbranche die Geschichte hinter ihrem neuesten persönlichen Style-Statement erzählen.
Fast ein Jahr vor der Met Gala 2025 setzte sich Anna Sawai mit Marie Claire zusammen, um über ihren ersten Besuch einer Haute-Couture-Show zu sprechen. Ihre FX-Serie Shōgun war gerade erst mit großem Kritikerlob ausgestrahlt worden, doch Auszeichnungen wie historische Emmy-Siege oder Plätze auf Best-Dressed-Listen waren noch nicht auf ihrem Radar. Alles, was sie wollte, sagte sie mir, war: „am Boden bleiben und ganz ich selbst sein.“
Schnitt in die Gegenwart: Sawai ist in einem beeindruckenden Aufstieg durchgestartet und hat jeden Preis gewonnen, für den sie nominiert war – darunter Golden Globes, Emmys und SAG Awards – und dabei jedes Mal dankbar in einem maßgeschneiderten Kleid von Stylistin Karla Welch entgegengenommen. Man könnte meinen, dass der Met-Gala-Teppich nach so einem Triumph ein Kinderspiel wäre. Doch die Einladung zur Veranstaltung „Superfine: Tailoring Black Style“ am 5. Mai war wohl ihr bisher größter „Ich muss mich kneifen“-Moment.
„Es ist etwas, von dem ich nie gedacht hätte, dass ich jemals eingeladen werde. Es schien einfach so weit entfernt“, erzählt sie mir aus dem Hotelzimmer, wo sie bald einen maßgeschneiderten Dior-Anzug anziehen wird – kombiniert mit opulentem Cartier-Schmuck und einer luxuriösen Armbanduhr. „Etwas, das ich mir immer nur angeschaut habe, wo ich dann alle Promis verfolge und sehe, wie schön alle aussehen.“ Aber diesmal ist sie ein Teil davon.
Ein weißes maßgeschneidertes Ensemble aus Blazer und Hose aus weißer Baumwoll-Gabardine, ein Hemd aus Baumwoll-Popeline, ein Hut, eine Krawatte und Handschuhe vervollständigen das Outfit. Foto: © Sophie Carre for Savoir-Faire images
Die mentale Vorbereitung auf einen Event wie die Met Gala sei, sagt sie mir, ein völlig anderes Spiel. „Bei den Preisverleihungen macht man sich Sorgen darüber, was danach passiert. Aber hier bin ich eher gestresst vom Gang über den Teppich und davon, fotografiert zu werden. Ich hoffe einfach, dass ich nicht stolpere!“ Sie lacht – und ich versichere ihr, dass das ganz sicher nicht passieren wird.
Auch die Bedeutung verschiebt sich. Die Auseinandersetzung der Met Gala 2025 mit dem Black Dandyism – dem aristokratischen Stil, der ab dem 19. Jahrhundert von Schwarzen Männern als Ausdruck von Identität und Protest kultiviert wurde – traf bei der Schauspielerin einen besonderen Nerv. „Ich finde, es ist eine Feier für die Designer, meine Stylistin und alle, die zusammen an diesem Look gearbeitet haben, sowie eine Würdigung der Geschichte dieser Bewegung“, sagt Sawai. „Als Asiatin – als Person of Color – weiß ich, dass viele Menschen aus meiner Herkunft damals stark von dieser Bewegung beeinflusst waren. Deshalb bin ich sehr glücklich, dass ich daran teilhaben darf.“
Bei diesem Thema erkannte Sawai die Chance, auf dem roten Teppich neue Wege zu gehen. „Wenn ich Met höre, denke ich normalerweise an große, verspielte Kleider, aber diesmal fühlte es sich für mich so an, als wollten wir etwas eher Androgynes machen.“ Sie sprach mit Welch, und beide waren sich einig: Zeit für eine Pause von Kleidern. Das Ergebnis? „Ich bin sehr glücklich, meinen ersten Anzug auf dem roten Teppich – und dann noch von Dior – zu tragen.“
Nach mehreren Anproben stand ihr finaler Look fest: Ein Blazer mit markanten Schultern, Hemd und Krawatte sowie eine Hose – alles in einem scharfen Weißton. Sawai wirkte kraftvoll und gleichzeitig entspannt – die Balance, nach der sie seit ihrer ersten Modenschau im letzten Jahr strebt. „Selbst wenn ich mich herausputze und jemand anderes sein will, muss ich mich trotzdem in meinem eigenen Körper geerdet fühlen“, erklärt sie. „Und ich glaube, dass wir mit diesem Look genau das geschafft haben – sehr thematisch, aber trotzdem ganz ich selbst.“
Die Herstellung dauerte mehr als 160 Stunden. Foto: © Sophie Carre for Savoir-Faire images
Herausragende Accessoires sorgten für das glamouröse i-Tüpfelchen des Met-Gala-Stils. Zunächst der Cartier-Schmuck– das Haus, das viele ihrer Red-Carpet-Auftritte veredelte. Sie trug einen „wunderschönen Vintage-Ring“ und eine goldene Krawattenklammer – eine Hommage an die Zoot Suits, die einen wichtigen Bezugspunkt des Abends darstellten. Eine goldene Cartier-Armbanduhr setzte einen weiteren funkelnden Akzent an ihrem Handgelenk.
Gekrönt wurde ihr Look von einem Hut des Londoner Hutmachers Stephen Jones, dessen Kreationen auch schon Rihanna, Lewis Hamilton und Kim Kardashian zur Met Gala getragen haben. Hüte und Kopfbedeckungen sind ein zentrales Element des Black-Dandy-Stils – und für Sawai stand fest, dass sie darauf nicht verzichten konnte.
Foto: © Sophie Carre for Savoir-Faire images
Als unser Gespräch schließlich auf den Abend ausklang – traditionell der Moment, in dem viele Gäste sich für die Met-Gala-Afterparty in kurze, paillettenbesetzte Outfits werfen – erzählt Sawai, dass sie und Welch zwar ein zweites Outfit geplant hatten, es letztlich aber hängen ließen.
„Ganz ehrlich, der Anzug ist so gut, dass wir uns dachten: Willst du nicht einfach das Jackett ausziehen und so zur Party gehen?“, erinnert sich Sawai. „Er ist einfach perfekt für mich – ich will ihn so lange wie möglich tragen.“
Be the first to know about new arrivals and promotions