Schönheitsbooster aus der Natur: Aloe Vera

Die stachelige, grüne Heilpflanze ist ein echter Hingucker. Doch sie kann noch viel mehr: In ihr steckt ein Kraftpaket aus den Vitaminen A, C, E und dem Powerwirkstoff Acemannan. Ihr gelartiger Saft pflegt selbst einen sehr trockenen und irritierten Teint wieder streichelzart, lässt Hautunreinheiten und Rötungen verschwinden, strafft und beruhigt die Haut bei Sonnenbrand.

Aloe Vera Pflanzenfeld in Andalusien
Aloe Vera Pflanzenfeld von Santaverde im schönen Andalusien. Foro: Canva
Aloe Vera Blätter im Sonnenlicht

Wikipedia: Aloe Vera ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Aloen in der Unterfamilie der Affodillgewächse. Das Artepitheton „vera“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „echt“. Foto: Santaverde

Beautystar: Aloe Vera

Als Inhaltsstoff ist Aloe Vera schon lange nicht mehr aus der Beauty-Branche wegzudenken. Aktuell erlebt sie jedoch einen wahren Hype. Der Grund ist das Bedürfnis nach natürlichen, effektiven Wirkstoffen. In den Beautyregalen gibt es reines Aloe Vera Gel, Aloe Vera in Cremes und Seren. Sogar in der dekorativen Kosmetik und in der Haarpflege wird vermehrt die Wirkstoffpower von Aloe Vera eingesetzt.

Aloe Vera Saft

Viele schwören auch auf den reinen Aloe Vera Saft zum Trinken, denn er stärkt das Immunsystem und unterstützt die Verdauung. Wer zum Beispiel an einem nervösen Darm leidet, kann mit dem reinen Saft schnell Abhilfe schaffen. Die in der Aloe Vera enthaltenen Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe schützen die Zellen vor oxidativem Stress und verschönern den Teint von innen heraus.

Wissenswertes über die Aloe Vera Pflanze

Aloe Vera Blütenpracht

Seltener Anblick: Aloe Vera in der Blütezeit. Prächtige, außergewöhnliche, hoch in die Luft ragende Blütenstängel, die in Rot, Orange oder Gelb erstrahlen. Foto: Canva

Aloe Vera Arten

Zur Gattung der Aloe zählen zirka 500 Pflanzenarten. Man kann sie gut durch die Optik wie Blattfarbe und -form, die Blätter-Zahnung, die Wuchshöhe oder durch ihre Blüten unterscheiden. Die Arten können jedoch grob in drei Gruppen eingeteilt werden: Die Baum-Aloen, die Strauch-Aloen und die stammlosen Aloen.

Die fleischig-stacheligen Blätter der Die Aloe Barbadensis Miller, die am häufigsten in der Beauty eingesetzt wird, sind spitz zulaufend. Wenn sie in der freien Natur wachsen, erreicht die Länge der Blattbreite bis zu 50 Zentimeter.

Aloe Vera-Gel Gewinnung

Für die Ernte werden in der Regel zwei- bis dreijährige Pflanzen genutzt, von denen die größten Blätter am Stängelansatz mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Danach wird das Blatt gründlich gereinigt und das Aloin (eine giftige, gelbe Substanz) an den Enden herausgelassen. Die Blätter werden mit einem speziellen Messer von der Hülle gelöst. Die weiß schimmernden Gel-Pads sind nun fertig für die Weiterverarbeitung in kosmetischen Produkten wie u.a. reines Gel, Seren und Cremes.

Aloe Vera Heilpflanze mit Geschichte

Die Aloe Vera gilt seit vielen Jahrhunderten als Heilpflanze. Das Gel wurde in verschiedenen Kulturen für seine heilenden und pflegenden Eigenschaften geschätzt. Im alten Ägypten zum Beispiel nutzten bereits Königinnen wie Nofretete und Kleopatra Aloe Vera für ihre täglichen Schönheitsrituale. Auch Alexander der Große und Christoph Kolumbus schätzten die Pflanzenkraft und verwendeten sie zur Wundheilung nach ihren Kriegszügen.

Aloe Vera Blätter aufgeschnitten

Aloe Vera eignet sich für fast alle Hautanliegen und Hauttypen: das Gel der Pflanze ist ausgezeichnet verträglich, mildert Entzündungen und versorgt die Haut gut mit Feuchtigkeit . Foto: Canva

Deshalb macht uns die Aloe Vera schön

Erst einmal ein paar Hard Facts zu dieser besonderen Pflanze: Die Aloe Vera-Pflanze besteht zu 98,5 Prozent aus Wasser und kann monatelang ohne Regen auskommen. Sie wird auch die „Kaiserin der Heilpflanzen“ genannt.

Die faszinierende Wirkung liegt an der außergewöhnlichen Kombination der Inhaltsstoffe. Im Zusammenspiel fördern sie nachweislich den Heilungsprozess bei irritierter Haut, wirken antibakteriell und entzündungshemmend.

Die Aloe spendet zusätzlich extrem viel Feuchtigkeit, da sie zirka viermal so schnell in die Haut eindringt als Wasser.

Das Aloe Vera Gel legt sich wie ein Schutzfilm über die gestresste Haut, kühlt und beruhigt.

Aloe Vera ist auch ein Anti-Aging-Star, denn der Zellerneuerungsprozess wird angekurbelt und so der Alterungsprozess aufgehalten.

Aloe Vera Gel

Das Gel der Aloe Vera enthält zahlreiche Wirkstoffe, darunter Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren und Enzyme. Foto: PR

Aloe Vera Inhaltsstoff-Check

Vitamin A: stärkt die Hautbarriere und regt die Zellerneuerung an.
Vitamin C: pusht die Kollagenbildung und schützt vor oxidativem Stress.
Vitamin E: pflegt und mindert UV-Schäden.
Beta-Carotin: wirkt antioxidativ und schützt vor Umwelteinflüssen.
Mineralstoffe und Spurenelemente: Calcium, Chrom, Eisen, Kalium, Kupfer, Mangan, Magnesium, Natrium, Selen und Zink kurbeln die Wundheilung und Hautgesundheit an.
Aminosäuren: regen die Kollagenbildung und den Stoffwechsel an.
Enzyme: puschen die natürliche Zellerneuerung.
Allantoin: beruhigt und glättet Fältchen.
Polysaccharide: Acemannan und Aloverose wirken entzündungshemmend und speichern die Feuchtigkeit in der Haut.

Aloe Vera DIY Gelgewinnung

Um selbst Aloe Vera-Gel herzustellen, benötigst man ein frisches Aloe Vera-Blatt. Es ist wichtig, das Blatt vor der Verarbeitung zu gut reinigen und das Aloin (eine gelbliche Substanz) zu entfernen, da es Hautreizungen verursachen kann. Foto: Canva

DIY-Anleitung direkt von der Aloe Vera Pflanze

  • Von der Pflanze ein dickes Blatt aussuchen, das möglichst weit unten herauswächst.
  • Dieses Blatt mit dem scharfen Messer möglichst dicht am Stamm abschneiden, aber bitte darauf achten, dass der Stamm nicht verletzt wird.
  • Nun das abgeschnittene Blatt mit der Schnittstelle nach unten in ein Glas stellen damit der gelbe Saft (Aloin) aus dem Blatt herausläuft. Dieser sollte entfernt werden, da er Hautreizungen verursacht.
  • Nach einer Stunde noch einmal zirka einen bis zwei Zentimeter von der Schnittstelle wegnehmen (damit zur Sicherheit wirklich kein Aloin mehr vorhanden ist).
  • Jetzt das Blatt vorsichtig halbieren, und zwar längs. Entweder die beiden Blatthälften direkt auf die Haut legen und entspannen oder mit einem Löffel das Gel abschaben und in die Haut einmassieren.

Tipps beim Kauf von Aloe Vera Beauty

Am allerbesten sind Produkte aus dem Gel der Aloe Vera Pflanze.
Auf dem Etikett sollte „aus reinem Blattgel oder Mark“ oder „aus reinem Aloe Vera Saft“ stehen.
Empfehlenswert ist auch darauf zu achten, wie hoch der Aloe Vera-Anteil (meist in Prozent) in den jeweiligen Cremes oder Seren ist.
Denn je mehr Aloe Vera in der Textur ist, desto besser die Wirkung. Info: Es gibt auch Texturen mit über 90 Prozent Aloe Vera!

In vielen Produkte ist mehr oder weniger Aloe Vera drin. Aber das reine Gel sollte in keinem Badezimmer fehlen! Warum? Das Gel der Pflanze ist ein wahrer Nährstoffbooster für die Haut. Reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren und Aloverose wirkt das feuchtigkeitsspendende Gel antioxidativ, aufbauen, beruhigend und zugleich Reiz lindernd. Also ein Allroundtalent für alle Fälle. 

Aloe Vera Pflanzen

Den meisten als Heilpflanze bekannt, hat die Aloe Vera ebenfalls als Zimmerpflanze immer mehr an Bedeutung gewonnen. Auch im Schlafzimmer sollte die Aloe Vera nicht fehlen, denn sie gibt im Dunklen Sauerstoff ab und versorgt uns so mit frischer Luft. Foto: Canva

Beauty Heroes mit Aloe Vera

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