# LUXURY BEAUTY & SCIENCE
Sauerstoff ist ein wichtiger Wirkstoff für schöne, gesunde Haut. Das Forschungsteam von Dior hebt die Sauerstoffversorgung jetzt mit einer bahnbrechenden Technologie in der „Capture“ Pflegelinie auf ein ganz neues Level. Erfahren Sie hier alle News zum Thema Zellatmung, damit auch Ihre Haut ab sofort täglich aufatmen kann.
Von Brigitte Haase
Seit über 40 Jahren hat Dior wegweisende Innovationen,
wissenschaftliche Veröffentlichung und Patente im Bereich der
Hautforschung vorzuweisen. Im Januar 2025 erscheint mit den neuen „Dior
Capture“ Produkten der nächste Meilenstein: Als Experte für
Stammzellenforschung in der Kosmetik wird Dior das Inspirationsfeld
auf die regenerative Medizin ausweiten. Ihre Techniken heben die
Bedeutung des Sauerstofftransports zur Verbesserung der
Hautqualität, sowie der Hautregeneration hervor.
Nachdem die Bedeutung der Zellatmung in der Haut so wichtig ist, hat Dior die sogenannte „OX-C Treatment“-Technologie entwickelt. Dahinter steckt als Basis ein Biopolymer pflanzlichen Ursprungs, also ein Grundbaustein eines lebenden Organismus. Diese Technologie optimiert den Sauerstofftransport und kann die Regenerationsfähigkeit der Haut beschleunigen. Die Forschungsergebnisse belegen, dass die Zellatmung gesteigert, die Regeneration der Haut beschleunigt und erhöht und die Produktion von Kollagen sogar verdreifacht wird. In der „Capture“ Creme und dem „Capture“ Serum wirken neben dieser bahnbrechenden Technologie auch noch Lilienextrakt und ein Pro-Kollagen-Dipeptid. Das Lilienextrakt hat einen positiven Einfluß auf Stammzellen, das Dipeptid verbessert und vermehrt die Kollagenfasern.
Dr. Patricia Ogilvie ist renommierte Fachärztin für Dermatologie und
Dior Reverse Aging Expertin. Im großen Interview mit Marie Claire erklärt sie, was genau Sauerstoff unter der Haut macht und wie unsere Pflege-Routine in der Zukunft aussehen könnte.
Marie Claire: Was bedeutet der Begriff Reverse Aging?
Patricia Ogilvie: Bisher hat man geglaubt, dass man den Alterungsprozess, ob jetzt bezogen auf ein einzelnes Organ oder Zellen oder einen ganz spezifischen, definierten molekularen Vorgang, erst als für die Alterung relevant erkennen muss, aber dann verzögern, beziehungsweise verlangsamen kann. Reverse heißt, dass man diese Prozesse aber tatsächlich umdrehen kann! Das ist auch für einige Mechanismen speziell auf dem Bereich der Hautalterung gezeigt worden. Dior hat in diesem Bereich wissenschaftlich maßgebliche Meilensteine gesetzt. Für die Kosmetik heißt das: Man kann jetzt also die Mechanismen der Alterung nicht nur zum Stillstand verlangsamen, sondern auch wieder einen verjüngten Zustand herstellen.
MC: Was genau passiert mit der Haut, wenn sie altert?
PO: Darüber kann man natürlich ganze Tage sprechen und dermatologische Konferenzen füllen. Die Haut ist ein Organ wie alle anderen Organe auch und verändert sich auf allen Ebenen. Das Besondere an der Alterung der Haut ist: Sie ist nicht nur den Mechanismen, die den Körper grundsätzlich von innen altern lassen, die im Prinzip die ablaufende Uhr darstellen, sondern auch den beschleunigenden Effekten der äußeren Faktoren unterworfen. Das heißt, wir haben hier ein Grenzflächenorgan, das den Mechanismen der intrinsischen, also der von innen gemachten, als auch der extrinsischen, der von außen beschleunigten Alterung wie kein anderes unterworfen ist. Hier sieht man alle Meilensteine des Alterns: eine Anhäufung von genetischen Schäden, Einflüsse von oxidativem Stress, eine verminderte Fähigkeit, den Sauerstoffhaushalt gut zu managen, eine Anhäufung von sogenannten seneszenten Zellen, die den Alterungsprozeß fördern, und viele andere mehr. Das ist ein multifaktorieller Prozess, der alle Prozesse, alle Ebenen und alle Zellen der Haut betrifft. Optisch sprechen wir von einem sogenannten „Aging Phenotype“, das heißt einem alternden Phänotyp, und da ist die Haut ein interessantes Organ, weil sie eben das nach außen so deutlich zeigt. Auch für uns als Betroffene ist an keinem anderen Organ wie der Haut so gut erkennbar, dass wir uns tatsächlich verändern. Das macht sie auch zu so einem spannenden wissenschaftlichen Forschungsfeld.
MC: Die Haut ist doch automatisch dauernd „an der frischen Luft“. Warum ist Sauerstoff auch unter der Haut wichtig?
PO: Fakt ist: Mit frischer Luft kann die Haut leider gar nichts anfangen! Der Sauerstoff in unserer normalen Umgebungsluft beträgt 20 Prozent. Außer der Lunge ist kein einziges unserer Organe in der Lage, eine direkte Sauerstoffaufnahme zu tätigen. Und deswegen braucht die Haut, alle Zellen der Haut, sowie auch alle anderen Zellen, Sauerstoff. Er wird ihnen überbracht durch den im Blut befindlichen Sauerstofftransporter, das Hämoglobin, beziehungsweise das Äquivalent des Hämoglobins, das Zytoglobin. Deswegen kommt auch die Sauerstoffversorgung an der Haut nur von innen, nämlich über die Blutgefäßversorgung, die ja dann in den obersten Schichten der Haut aufhört. Das heißt, wir brauchen eine Verbesserung des Sauerstofftransports und des Managements von Sauerstoffausschöpfung in der Haut. Hier kommen der neue Wirkstoff und „OX-C Treatment“ Technologie ins Spiel. Er enthält Komplexe, die den intrazellulären Sauerstoff-Shuttle, das Zytoglobin, heraufregulieren. Dieses Zytoglobin entspricht dem Hämoglobin, dem Bus quasi, der den Sauerstoff von der Lunge in der Blutbahn in die Organe schafft. Ab dem Moment, wo er dann in die Zellen eindringen soll, übernimmt das Zytoglobin. Und dieses Zytoglobin sinkt ab im Laufe des Alterns und wird weniger. Die „Capture“ Pflegeprodukte können den Zytoglobingehalt erhöhen. Das heißt, wir verbessern die Aufnahmefähigkeit von Sauerstoff in der Haut. Und das ist deswegen wichtig, weil die Haut, dadurch, dass sie eben keine unmittelbare Blutversorgung mehr hat, sowieso immer als letztes Organ bedient wird und deswegen besonders anfällig für weniger Sauerstoff ist. Der Sauerstoff ist dann der Beginn des gesamten Energiestoffwechsels. Und der Energiestoffwechsel, der am Ende in ATP mündet, ist deswegen wichtig, weil über diese Energiewährung ATP sämtliche Reparatur- und Regenerationsprozesse anzukurbeln sind.
MC: In den „Capture“ Produkten steckt auch Lilienextrakt. Bleiben pflanzliche Wirkstoffe in Sachen Hautpflege wichtig?
PO: Lilienextrakt ist einer der sehr potenten botanischen Wirkstoffe – bei Dior werden Hightech-wissenschaftliche synthetische Wirkstoffe mit den Lösungen, die die Natur bietet, kombiniert. Da gehen immer große Screening-Prozesse voran, die botanische Extrakte auf die Wirksamkeit bezogen auf einen bestimmten Mechanismus und eine erwünschte Zielwirkung hin erforschen. In diesem Zusammenhang hat sich Lilienextrakt als besonders wirksam erwiesen. Die Idee, sich botanischer Extrakte zu bedienen, liegt letztlich der Erkenntnis zugrunde, dass insbesondere Pflanzen häufig sehr hochentwickelte Anpassungsmechanismen entwickelt haben, die sich über die Evolution optimiert und als Überlebensvorteil herausgebildet haben. Man versucht, sich von der Natur und deren Lösungen das Beste abzuschauen und in Wirkstoffpflege zu übertragen, um so quasi die besten Lösungen der Natur auch für die Hautpflege nutzbar zu machen. Und das wird wichtig bleiben.
MC: Wenn Sie als Dermatologin nur zwei Optionen hätten, den Zustand Ihrer Haut zu beeinflussen: die perfekte Pflege steht im Regal, was ist das zweite Must?
PO: Lichtschutz ist für mich ein absolutes Muss. Und zwar konsequent und von früher Jugend an. Das ist fast zu trivial, um es immer wieder zu wiederholen, aber die Menge an Schädigungen durch die atmosphärische Alterung ist nicht zu unterschätzen und beschleunigt dann auch alle anderen ohnehin unvermeidbaren Prozesse in einer negativen Weise, sodass es zu einem exponentiellen Verstärkungseffekt kommt. Deswegen muss man nicht komplett aus der Sonne raus, Smart Tanning ist die mit Sicherheit wirksamste Methode, um sich nicht nur optisch gesünder aussehend altern zu lassen, sondern insgesamt auch schädigende Effekte der Sonnenbestrahlung an der Haut zu verhindern.
MC: Blick in die Zukunft: Woran arbeitet die Forschung, wie werden wir unsere Haut in 50 Jahren vor dem Alterungsprozess schützen?
PO: Dior Science hat tatsächlich als erst Marke überhaupt Stammzellforschungserkenntnisse in die Hautpflege eingeführt, das war einer der wichtigen Meilensteine der History of Firsts. Die Stammzellforschung arbeitet insbesondere daran, hohe Effizienz mit großer Sicherheit für die menschliche Anwendung zu kombinieren. Das ist ja nach wie vor noch ein Problem, die echten Stammzellen, die embryonalen Stammzellen sind ja mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen zu flankieren. Was wir mit Sicherheit in den kommenden Jahren sehen werden, und es werden weniger als 50 sein: viel individualisiertere Lösungen und Reverse-Aging-Produkte. Die Möglichkeiten dafür werden in den nächsten Jahren sehr viel besser und günstiger. Dann werden auch Mechanismen entschlüsselt werden, die so global und so allgemeingültig quasi am Anfang der Prozesskette des Alterungsprozesses stehen, wie zum Beispiel das Management von Sauerstoff. Auf der einen Seite wird eine hohe Individualisierung stattfinden und auf der anderen Seite werden sehr globale, sehr inklusive, für Männer und Frauen, für alle Arten von ethnischer Herkunft allgemeingültige Mechanismen entschlüsselt und entsprechend adressiert werden können. Das wird die Zukunft: eine detailgenaue Präzisionspflege und parallel dazu eine sehr am Anfang des Geschehens eingreifende, globale, inklusive, generelle, allgemeingültige. Es wird nach wie vor nicht möglich sein, dass wir überhaupt nicht altern. Ich glaube nicht, dass wir das schaffen werden oder sollten. Aber die Prozesse zu entschleunigen und weniger drastisch in bestimmten Lebensphasen schnell verlaufen zu lassen und mehr zu linearisieren, ist definitiv etwas, was in den nächsten Jahrzehnten in erreichbare Nähe rückt.
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