Kaum ein Trend sorgt aktuell für so viel Aufmerksamkeit wie K-Beauty (Koreanische Kosmetik). Von Skincare-Enthusiasten hört man immer wieder: „K-Beauty ist das Nonplusultra“, aber was ist dran an dem Mega-Hype? Ich habe mich durch verschiedene Produkte, Shops und aktuelle Anwendungen getestet, genauer hingesehen und vieles ausprobiert. Ich habe meine fünf Favoriten gefunden, die sich für mich im Alltag bewährt haben – und genau diese stelle ich jetzt hier vor.
Die erste Frage, wenn man sich mit K-Beauty auseinandersetzt, ist oft: Wo bekommt man die Produkte eigentlich her? Die gute Nachricht: Immer mehr Onlineshops wie flaconi.de oder sephora.de bauen ihr Sortiment aus. Mein aktueller Go-to für K-Beauty ist jedoch klar auf diesen Bereich spezialisiert: MiiN Cosmetics. Der Shop führt ausschließlich Marken aus Korea wie Meisani, Medicube und Beauty of Joseon. Ziel von Gründerin Lilin Yan war es, Produkte mit innovativen Formulierungen und effektiven Wirkstoffen in einen bewussten, langfristigen Ansatz der Hautpflege zu integrieren, der über kurzfristige Trends hinausgeht. Und genau das spiegelt sich auch im Sortiment wider: Es bleibt bewusst übersichtlich und vereinfacht so gerade Einsteigern die Orientierung, ohne zu überfordern.
Vorteil beim Kauf in einem Store: Die Produkte können vor Ort ausprobiert und getestet werden, sodass man direkt sieht, wie sie auf der Haut wirken. Foto: PR
Neben dem Onlineshop gibt es auch Stores in mehreren deutschen Städten. Im Store in München (Schrammerstraße 3) sowie im neuen Standort in Hamburg (Mönckebergstraße 10) kann man sich persönlich beraten lassen, eine Hautanalyse machen und eine maßgeschneiderte Pflegeroutine zusammenstellen. Produkte lassen sich dort auch direkt testen, was die Auswahl zusätzlich erleichtert. Für mich macht genau das den Unterschied: eine reduzierte Auswahl, die klar strukturiert ist und sich an konkreten Hautbedürfnissen orientiert. Kategorien sind verständlich aufgebaut, Inhaltsstoffe und Anwendung werden nachvollziehbar erklärt. So lässt sich gezielt einkaufen, ohne sich durch eine Vielzahl an Produkten arbeiten zu müssen. Genau diese Kombination aus Übersicht, Beratung und durchdachter Zusammenstellung erleichtert den Einstieg in K-Beauty und lässt sich dauerhaft die in eigene Routine integrieren.
Dass die Haut Feuchtigkeit braucht, weiß inzwischen jeder. Und auch mir ist es spätestens seit meiner letzten Hautanalyse noch mal verdeutlicht worden. Denn mein Feuchtigkeitsgehalt war deutlich zu niedrig – und genau das hat sich auch im Hautbild gezeigt. Eine gut hydratisierte Haut gilt als Grundlage für eine stabile Hautbarriere und ein ausgeglichenes Hautbild. Für mich geht es dabei nicht um kurzfristigen Glow, sondern darum, den Feuchtigkeitsgehalt langfristig stabil zu halten. Deshalb achte ich gezielt auf Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, Panthenol oder Ceramide, die Wasser in der Haut binden und vor Verdunstung schützen. Gerade bei K-Beauty fällt mir auf, dass viele Produkte so formuliert sind, dass sie nicht nur oberflächlich wirken, sondern die Haut gezielt bis in tiefere Dermisschichten unterstützt wird, Feuchtigkeit besser zu speichern. Seit ich meine Routine angepasst habe, reagiert meine Haut weniger empfindlich und wirkt insgesamt ausgeglichener. Feuchtigkeit ist für mich kein zusätzlicher Schritt mehr, sondern die Grundlage meiner gesamten Pflegeroutine.
Durststiller für die Haut gesucht? Und dank Torriden gefunden! Gleichzeitig wird zudem die Elastizität der Haut verbessert und feine Linien und Fältchen werden gemildert. Genial! Video: Instagram @torriden
Aber was verwende ich jetzt eigentlich? Eine K-Beauty-Brand, die sich auf Feuchtigkeitspflege spezialisiert hat: Torriden. In Korea seit Jahren ein absoluter Bestseller und hier noch ein unterschätzter Geheimtipp. Warum? Weil die Feuchtigkeit der „Dive-In“-Linie nicht nur oberflächlich wirkt, sondern auf mehreren Ebenen in die Tiefe der Haut geschleust wird. Das funktioniert durch fünf verschiedene Arten von Hyaluronsäure mit unterschiedlichen Molekulargewichten. Meine Favoriten sind das „Drive In Serum“ (50 ml, ca. 25 Euro) und die „Drive In Soothing Cream“ (100 ml, ca. 26 Euro). Die leichten Texturen lassen sich gut schichten, ziehen schnell ein und hinterlassen kein klebriges Gefühl. Direkt nach dem Auftragen wirkt die Haut frischer, Trockenheitsfältchen werden sofort aufpolstert und zurück bleibt ein frischer, glowy Strahleteint. Statt viele Schritte zu kombinieren, kann ich mit Torriden auf wenige Produkte setzen, die sich sinnvoll ergänzen. Seit ich meine Routine umgestellt habe, fühlt sich meine Haut weniger trocken an und wirkt insgesamt ausgeglichener.
Aktuell ist vor allem ein ganz besonderer K-Beauty-Trend zu beobachten: Toner Pads. Anfangs war ich skeptisch. Aber jetzt, da ich sie in meine Routine integriert habe, finde ich sie praktisch und möchte sie nicht mehr missen. Warum? Weil sie mehrere Schritte in einem verbinden. Denn ein Pad funktioniert gleichzeitig als Toner, sanftes Peeling und punktuelle Maske. Ich nutze sie vor allem dann, wenn meine Haut unruhig wirkt oder schnell Feuchtigkeit braucht. Je nach Produkt können sie abgestorbene Hautschüppchen lösen, die Haut glätten und gleichzeitig hydratisieren. Das spart Zeit und reduziert die Anzahl an Produkten, die ich verwende. Besonders praktisch ist, dass sich einzelne Pads auch gezielt auf trockene oder gereizte Partien legen lassen, ähnlich wie eine Mini-Maske. Für mich ersetzt das keinen kompletten Pflegeschritt, sondern ergänzt meine Routine.
Toner Pads sind übrigens ab sofort mein neues Must-have nach der Reinigung. Foto: privat
Bei Toner Pads achte ich darauf, dass sie zur aktuellen Verfassung meiner Haut passen. Zwei Marken, die ich regelmäßig verwende, sind Mixsoon und Medicube. Beide setzen auf unterschiedliche Schwerpunkte, was ich je nach Bedarf gezielt nutze. Die „Centella Toner Pads“ von Mixsoon (70 Stück, ca. 17 Euro) sind mit Centella Asiatica-Extrakt angereichert und eignen sich gut, wenn meine Haut empfindlicher reagiert und ich vor allem Feuchtigkeit brauche. Gleichzeitig wird die Haut beruhigt und die Barriere geschützt. Medicube arbeitet stärker mit aktiven Inhaltsstoffen wie natürlichem AHA und BHA, wodurch die „Zero Pore Pad 2.0“ von Medicube (155 g, ca. 19 Euro) glättend wirken können. Zudem wird die Ölproduktion kontrolliert und die Poren werden verkleinert. Ich verwende sie direkt nach der Reinigung, also an der Stelle, wo sonst ein klassischer Toner zum Einsatz kommt. Vor allem abends nutze ich sie, wenn ich meine Haut leicht exfolieren möchte, ohne ein separates Peeling einzubauen. Wichtig ist für mich, dass die Anwendung schnell und einfach funktioniert.
Organisationen wie die American Academy of Dermatology und die Skin Cancer Foundation führen einen Großteil der sichtbaren Hautalterung auf UV-Strahlung zurück – Schätzungen gehen von bis zu 80-90 Prozent aus. Also unbedingt eincremen! Foto: Canva
Zwar weiß ich, dass Sonnenschutz superwichtig ist und jeden Tag verwendet werden sollte – aber mal ehrlich: Wird er wirklich täglich aufgetragen? Bei mir nicht. Wenn es regnet oder bewölkt ist, habe ich diesen Schritt immer wieder ausgelassen. Genau das ändere ich gerade bewusst. UV-Strahlung ist unabhängig vom Wetter vorhanden und gehört zu den wichtigsten Punkten, wenn es um Hautalterung geht. In der K-Beauty wird Sonnenschutz deshalb selbstverständlich in jede Routine integriert und dort sehr ernst genommen. Dabei geht es nicht um kurzfristigen Schutz, sondern vor allem darum, die Haut dauerhaft vor Schäden zu schützen. Für mich funktioniert das vor allem dann, wenn sich der Schutz unkompliziert einbauen lässt. Ich greife deshalb zunehmend zu Produkten oder auch Make-up und Primern, die bereits einen Lichtschutzfaktor enthalten. So vergesse ich Sonnenschutz im Alltag deutlich seltener und bleibe eher dabei.
In meiner Routine achte ich beim Sonnenschutz vor allem darauf, dass er sich einfach anwenden und problemlos auffrischen lässt. Praktisch sind dabei Sprays wie das „Citruble Liberty Face & Body Sun Serum Mist SPF 50+ PA++++“ von Login Forest (120 ml, ca. 75 Euro), die sich sogar ganz einfach selbst über dem Make-up auftragen lassen und gleichzeitig Feuchtigkeit spenden, ohne das Finish zu verändern. Für unterwegs liebe ich Produkte in Stickform wie den „Quick Sunstick Protection Bar SPF50+ PA++++“ von Abib (22 g, ca. 20 Euro). Perfekt für ein schnelles Sonnenschutz-Fresh-up zwischendurch, weil nichts verläuft oder verschmiert und das Make-up weitgehend intakt bleibt. Zudem passt der Stick easy in jede Handtasche und lässt sich ohne Spiegel oder Hände direkt auftragen, ich lieb’s! Ein weiterer Schritt, der sich für mich im Alltag bewährt hat: Make-up, das den UV-Schutz direkt integriert hat, wie die feuchtigkeits-spendende „Glow Cushion – Sun Covering Foundation“ von Missha (15 ml, ca. 24 Euro). Pflanzliche Extrakte mit Kamille und Tigergras pflegen die Haut, während SPF 40+ schützt.
Wer sich wundert, was das PA++++ bedeutet: Es steht für den höchsten Schutz vor UVA-Strahlung (Protection Grade of UVA) auf asiatischen Sonnencremes und schützt vor vorzeitigen Hautalterung und DNA-Schäden. Video: Instagram @loginforest_official
Ich liebe diesen frischen Look und wie er mich strahlen lässt. Foto: privat
Aber nicht nur in Sachen Skincare setzt K-Beauty-Trends und ist Vorreiter, sondern auch beim Make-up. Leichte Texturen und Formulierungen, die Farbe und Pflege verbinden, sorgen für den typischen Spring Glow. Der Monochrome Dewy & Aegyo-Sal-Look bringt den Teint zum Leuchten und sorgt für einen Hingucker-Look. Eine beliebte Technik in der koreanischen Make-up-Welt ist der Mono Blush-Look. Statt separate Farben für Augen, Wangen und Lippen zu verwenden, sorgt eine einheitliche Nuance für ein sanftes und softes Farbergebnis. Mit dem „Love Silk Blush 703 Icon“ von Laka (ca. 18 Euro) auf den Lidern und dem passenden „Dew Tint 08 Amethyst“ von Amuse (ca. 21 Euro) lassen sich Wangen- und Lippenfarbe perfekt aufeinander abstimmen – für einen monochromen, frischen Look. Gut verblendet wirkt der Look weich, natürlich und dennoch ausdrucksstark. Mein neuer Look für ein müheloses Everyday-Glow-Finish.
Der zweite Look polarisiert sicherlich und ist nicht jedermanns Sache. Denn dieses koreanische Make-up zielt darauf ab, die Tränensäcke subtil hervorzuheben. Richtig gelesen! Die Tränensäcke werden bewusst betont, um einen charakteristischen „Babyaugen“-Effekt, sprich einen verspielten Ausdruck zu erzeugen. Was erst mal kontrovers klingt, funktioniert aber wirklich. Der Look hat sogar einen eigenen Namen: Aegyo-Sal, was aus dem Koreanischen übersetzt als „charmantes Fett“ bezeichnet wird. Und wie gelingt’s? Ein zarter Schatten und ein Hauch Highlighter direkt unter den Augen bringen das natürliche Augensäckchen zur Geltung. Am besten klappt das mit der „Forever 6 Eye Palette 01 Beginning“ von Laka (ca. 29 Euro). Einfach unter dem Auge auftragen oder mit dem „Shaper Defining Eyebrow Pencil N°2 Kraft Brown“ von Unleashia (ca. 13 Euro) entlang der natürlichen Linie schattieren und sanft verblenden. Das Ergebnis ist ein natürlicher, softer Look, der das Auge dezent definiert, ohne dabei zu hart zu wirken.
Ein genaues Tutorial, wie der Look geschminkt wird, gibt es hier. Video: Instagram @lalisalein
Schon mal was von PDRN und Exosomen gehört? Nein? Dann wird es Zeit! Denn PDRN ist der nächste große Inhaltsstoff-Hype der K-Beauty. Darunter verstehen sich DNA-Fragmente aus Lachssperma. Inzwischen gibt es aber auch biotechnologisch und pflanzlich hergestellte Alternativen. Ihnen wird nachgesagt, die Zellregulation zu unterstützen und die Kollagenproduktion anzuregen. Aber auch Exosomen werden ein immer größeres Thema. Sie sind für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt und werden gezielt im Anti-Aging-Bereich eingesetzt. Beide Trends zeigen, dass vor allem Inhaltsstoffe gefragt sind, die auf Hautregeneration und Kollagenbildung setzen.
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