Trend Keratin-Glättung: Dauerhaft glatte Haare ohne Glätteisen?

Zu schön, um wahr zu sein oder sind dauerhaft glatte Haare tatsächlich möglich – ganz ohne Glätteisen sondern allein durch eine Keratin-Glättung? Wer zu frizzy Haaren oder generell einer unruhigen Haarstruktur neigt, weiß, wie zeitraubend das tägliche Hitzestyling ist. Wir haben uns schlau gemacht und mit einer Expertin über den Glättungstrend gesprochen.

Frau mit glatten Haaren dank Keratin-Glättung an einer Meeresküste

Super glatte Haare dank Keratin-Glättung. Foto: Tamara Bellas/Unsplash

Was versteht man unter einer Keratin-Glättung?

Unser Haar besteht (neben Wasser, Fetten und Farbpigmenten) zu
90 Prozent aus Proteinbausteinen, dem Keratin. „Bei einer Keratin-Glättung wird Keratin, das z.B. aus Schafwolle gewonnen wird, am Haar angelagert und mittels Hitze geglättet und fixiert. Das beruhigt die Haaroberfläche“, weiß Andrea Hecker von der Haarfärberei in München. Keratin-Glättungen werden als Home-Kits sowie beim Friseur angeboten.

Sind Keratin-Glättungen gut für die Haare?

„Das hängt ganz von der Grundstruktur der Haare ab“, so der Haar-Profi. „Ist das Haar sehr fein oder durch Hitzebehandlungen oder chemische Einflüsse übermäßig strapaziert, rate ich von Keratin-Glättungen ab, da die Haare leicht brechen können.“ Positive Effekte einer Keratin-Glättung sind mehr Glanz durch die geglättete Struktur sowie weniger Volumen und eine verbesserte Stylebarkeit.

Wie lange hält die dauerhafte Haarglättung?

„Tatsächlich nur ein paar Wochen, dann wäscht sich das Keratin peu à peu wieder heraus“, sagt Andrea Hecker. „Wer weiterhin dauerhaft glatte Haare möchte, muss mit dem Glätteisen ein wenig nachhelfen.“ Nicht zu verwechseln ist die dauerhafte Keratin-Haarglättung übrigens mit einem Brazilian Blowout: Dieser ist aufgrund von gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen wie Formaldehyd bei uns verboten.

Was funktioniert eine Keratin-Glättung beim Friseur oder zuhause?

Vorweg sei gesagt, dass auf jeden Fall ein paar Stunden Zeit eingeplant werden müssen. Je nach Haarlänge, -struktur und -dichte sind es ein paar Stunden, beim Friseur wie auch bei einer Anwendung zuhause. Die Expertin erklärt: „Zunächst die Haare gründlich waschen und dann die Keratin-Lotion Strähne für Strähne sorgfältig einarbeiten. Die Kopfhaut dabei unbedingt aussparen. Nach der Einwirkzeit die Haare sorgfältig ausspülen und mittels Hitze, also Föhn und Glätteisen „glattbügeln“. Danach die Haare drei Tage lang nicht waschen und am besten offen tragen, so kann sich das Keratin optimal mit dem Eigenhaar verbinden.“

Welche Pflege eignet sich nach der Keratin-Glättung?

Ganz einfach: Pflegeprodukte, die ebenfalls Keratin enthalten. Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie sich beim Profi beraten, hier kann man Ihnen auch mit zusätzlichen Spezialprodukten weiterhelfen.

Mit welchen Kosten ist eine Keratin-Glättung verbunden?

Für die Anwendung zuhause liegen die Kosten bei 15 bis 70 Euro. Beim Profi müssen Sie tiefer in die Tasche greifen, sparen sich aber dafür schwere Arme: Ab 200 Euro starten die Preise für die Haarglättungsmethode.

Zusammenfassung

Vorteile Keratin-Glättung:

  • Eignet sich für fast jede Haarstruktur
  • Ist beliebig oft wiederholbar
  • Erspart das tägliche Glätten der Haare
  • Lässt Frizz gerade in feuchten Monaten keine Chance
  • Bessere Kämmbarkeit der Haare sowie Glanz und ein gesundes Haargefühl

Nachteile Keratin-Glättung

  • Wäscht sich relativ schnell wieder heraus
  • Der Preis ist hoch
  • Im Sommer macht die Keratin-Glättung wenig Sinn, wenn man eine Wasserratte ist
  • zeitintensiv

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