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Heute wollen wir alle mehr und deshalb müssen Beautyprodukte multifunktional sein. Das heißt: Lippenpflege soll Feuchtigkeit spenden, Farbe schenken und dabei glänzen – am liebsten alles gleichzeitig. Mit „Kiss Theory“ vereint Anastasia Beverly Hills genau diese Eigenschaften in einer Formel. Im Interview erzählt Claudia Soare, Präsidentin von Anastasia Beverly Hills und Tochter der Gründerin Anastasia Soare, warum der klassische Lip Balm gerade neu gedacht wird und welche Idee hinter der Kollektion steckt.
Anastasia Beverly Hills gehört heute zu den bekanntesten Make-up-Marken der Welt. Gegründet wurde sie Ende der 1990er-Jahre von Anastasia Soare, die mit ihrer Golden-Ratio-Methode bekannt wurde. Dabei werden die Augenbrauen anhand der individuellen Gesichtsproportionen vermessen und geformt. Das Ergebnis sind Brauen, die besonders harmonisch wirken. Was einst in einem Salon in Beverly Hills begann, entwickelte sich schnell zu einer internationalen Beauty-Brand. Bis heute gelten die Brow-Produkte als Aushängeschild und machten Anastasia Beverly Hills weltweit bekannt. Inzwischen umfasst das Sortiment jedoch weit mehr als Augenbrauenprodukte. Lidschattenpaletten, Teintprodukte, Lippenstifte und Highlighter gehören längst ebenso zum Portfolio. Dabei bleibt die Philosophie dieselbe: Hochwertige Formeln, professionelle Performance und Produkte, die sich unkompliziert anwenden lassen. Mit der neuen Lippenkollektion „Kiss Theory“ schlägt Anastasia Beverly Hills nun das nächste Kapitel auf. Statt klassischem Lip Balm setzt die Marke auf eine Hybridformel, die Pflege, intensive Farbe und glänzendes Finish miteinander verbindet und den aktuellen Zeitgeist trifft.
Good to know: Der Balm duftet dezent nach Vanille. Foto: Instagram @anastasiabeverlyhills
Früher hatte jedes Lippenprodukt seine feste Aufgabe: Der Balm pflegte, der Lippenstift brachte Farbe und der Gloss sorgte für Glanz. Heute wünschen wir uns am liebsten alles in einem. Statt sich zwischen Pflege oder Farbe entscheiden zu müssen, vereint die Hybridformel von „Kiss Theory“ von Anastasia Beverly Hills (jeweils 1 g, ca. 19 Euro) eben beides in einem Produkt. Die gelartige Balmtextur fühlt sich leicht an, verschmilzt mit den Lippen, hinterlässt ein glänzendes Finish ohne zu kleben und spendet gleichzeitig Feuchtigkeit. Entwickelt wurde die Formel für alle, die sich unkomplizierte Produkte wünschen, aber nicht auf sichtbare Farbe verzichten möchten. Ob dezentes Tages-Make-up oder auffälliger Abendlook – mit „Kiss Theory“ lassen sich die unterschiedlichsten Looks kreieren. Einfach direkt auftragen und das Beste: Selbst das Nachschminken funktioniert ohne Spiegel. Wer morgens nicht lange überlegen möchte, ob Balm, Gloss oder Lippenstift besser passt, muss diese Entscheidung mit „Kiss Theory“ nun nicht mehr treffen. Ein Produkt statt drei – und genau das macht den Reiz der neuen Formel aus.
Mal Lust auf Nude, mal auf Rot, mal auf ein schimmerndes Finish – Lippenprodukte wechseln bei vielen genauso oft wie das Outfit. Kein Problem mit „Kiss Theory“. Denn mit insgesamt 23 Farbtönen, die von natürlichen Nuancen bis hin zu kräftigen Rot-, Braun- und Beerentönen reichen, sollte möglichst jeder einen oder mehrere Lieblingstöne finden. Auch die Pflege kommt nicht zu kurz: Hyaluronsäure spendet Feuchtigkeit und lässt die Lippen voller wirken, Vitamin E pflegt sie zusätzlich. Dank Candelillawachs lässt sich die Textur geschmeidig auftragen und sorgt für Glanz. Gleichzeitig verzichtet Anastasia Beverly Hills auf Gluten, Phthalate, Mineralöl, Alkohol, Talk, Sulfate und Parabene. Außerdem ist „Kiss Theory“ vegan und tierversuchsfrei. Die leichte Textur verschmilzt mit den Lippen, ohne schwer oder klebrig zu wirken. Ob dezent oder auffällig – die Farbe lässt sich je nach Wunsch mit wenigen Swipes intensivieren. Schmal, klein, handlich, sodass der Balm in jede Handtasche passt und perfekt für on-the-go geeignet ist.
Zu Beginn arbeitete Claudia Soares bei Anastasia Beverly Hills am Empfang des Salons, dann übernahm sie unter anderem das Marketing und den Vertrieb, bevor sie 2016 zur Präsidentin der Brand wurde. Foto: PR
Marie Claire: Viele kennen Sie unter Ihrem Künstlernamen Norvina. Gibt es einen Unterschied zwischen Norvina und Claudia Soare?
Claudia Soare: Tatsächlich ist Norvina kein Künstlername, sondern mein echter Name wie Claudia. Ich sehe beide als zwei Seiten derselben Person. Norvina ist meine kreative Seite – neugierig, experimentierfreudig und immer auf der Suche nach neuen Ideen. Claudia ist diejenige, die Entscheidungen trifft, Probleme löst und dafür sorgt, dass Dinge umgesetzt werden. Die eine stellt sich vor, was möglich ist, die andere findet heraus, wie es Wirklichkeit werden kann. Kreativität ohne Disziplin schafft nicht viel – und Disziplin ohne Kreativität bringt einen nicht voran.
MC: Anastasia Beverly Hills wurde von Ihrer Mutter gegründet. Wie gelingt es Ihnen, ihre Vision weiterzuführen und gleichzeitig Ihre eigene Handschrift einzubringen?
CS: Für mich ist das gleichermaßen eine Ehre und eine Verantwortung. Meine Mutter hat die Marke Schritt für Schritt aufgebaut. Meine Aufgabe ist es nicht, ihre DNA zu ersetzen, sondern sie zu bewahren und gleichzeitig neue Türen zu öffnen. Ich sehe es so, als hätte ich eine Sprache geerbt, mit der ich heute neue Geschichten erzählen darf.
MC: Lip Balms erleben gerade einen regelrechten Boom. Was verrät dieser Trend über unser heutiges Beauty-Verständnis?
CS: Der Lip Balm-Boom zeigt, dass Menschen heute Beautyprodukte möchten, die zu ihrem Leben passen. Wir haben uns von aufwendigen Routinen hin zu Produkten entwickelt, die unkompliziert sind, Feuchtigkeit spenden und immer wieder gerne benutzt werden. Es geht um Schönheit, die gleichzeitig Komfort und Selbstausdruck bietet – ohne Hürden. Dieser Wunsch nach Einfachheit, ohne auf Farbe zu verzichten, steckt auch in „Kiss Theory“.
MC: Warum war jetzt der richtige Zeitpunkt für „Kiss Theory“ – und was hat Ihnen auf dem Markt bislang gefehlt?
CS: Der Markt hat einen lange vor die Wahl gestellt: Entweder ein Balm, der pflegt, oder wirkliche Farbe. Mir fehlte ein echter Hybrid, der keine Kompromisse macht. „Kiss Theory“ verbindet intensive Farbe, intensiven Glanz und echte Pflege – ohne zu kleben. Der richtige Zeitpunkt ist jetzt, weil Menschen keine eindimensionalen Produkte mehr möchten. Sie erwarten heute alles in einem einzigen Produkt.
MC: Wie stark beeinflusst Social Media heute Ihre Produktentwicklung?
CS: Früher dauerte es eine ganze Saison, bis wir Rückmeldungen bekamen – heute manchmal nur ein Wochenende. Menschen sagen uns in Echtzeit, was sie sich von einer Formel wünschen und wie sie sich anfühlen oder tragen lassen soll. Dadurch hören wir früher zu und entwickeln Produkte gemeinsam mit der Community. Die Herausforderung besteht darin, kurzfristige Trends von echten Bedürfnissen zu unterscheiden
Wer sich stärker definierte Lippen wünscht, kann den Lip Balm in Kombination mit einem Lip Liner anwenden. Foto: PR
MC: Die Kollektion umfasst 23 Farben. Nach welchem Prinzip entsteht eine Farbpalette, die möglichst viele Menschen anspricht?
CS: Mein Grundsatz ist, dass sich jeder in einer Farbpalette wiederfinden sollte. Deshalb reicht die Auswahl bei uns von natürlichen Nudetönen bis zu kräftigen Statementfarben, ergänzt durch schimmernde Nuancen. Inklusivität ist für mich kein Marketingbegriff, sondern Teil des Designprozesses. Bei jeder Farbe stellen wir uns die Frage: Für wen ist sie gedacht – und wen haben wir vielleicht noch vergessen? Und wir haben nicht aufgehört, bis für jeden was dabei war.
MC: Wenn Sie „Kiss Theory“ in drei Worten beschreiben müssten – welche wären das?
CS: Schön, glänzend und unkompliziert.
MC: Und welche Farbe aus der Kollektion spiegelt Sie im Moment am besten wider?
CS: Das hängt von meiner Stimmung ab. Im Büro trage ich gerne „Charm“, weil ich glaube, dass diese Farbe auch für Bräute ein großer Favorit sein wird. „Enigma“ beschreibt mein Kern-Ich, „Fizzy“ meine verspielte Seite. Wenn man mich allerdings wirklich kennt, dann ist „Phantom“ wahrscheinlich die Farbe, die mich am besten beschreibt.
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