Ausstellungen über bedeutende Künstlerinnen, die Sie jetzt besuchen sollten

Ob Malerei, Fotografie oder Musik: Künstlerinnen sind ein wichtiger Teil der Kunstgeschichte. Lange standen sie jedoch im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Heute rücken Museen weibliche Perspektiven verstärkt ins Licht. Bei diesen 5 aktuellen Ausstellungen geht es ausschließlich um einflussreiche weibliche Künstlerinnen.

Frauen in der Kunst: Diese Ausstellungen stellen bedeutende Künstlerinnen vor. Foto: MARIE GUILHELMINE BENOISTS, SELF-PORTRAIT, 1786, STAATLICHE KUNSTHALLE KARLSRUHE
Frauen in der Kunst: Diese Ausstellungen stellen bedeutende Künstlerinnen vor. Foto: MARIE GUILHELMINE BENOISTS, SELF-PORTRAIT, 1786, STAATLICHE KUNSTHALLE KARLSRUHE

„The Woman Question 1550-2025“, Art Museum Warschau, Polen

Frauen waren vor dem späten 19. Jahrhundert kaum in der Kunst vertreten? Falsch gedacht! Diese Ausstellung zeigt, dass Frauen über Jahrhunderte hinweg künstlerisch aktiv waren – und das trotz gesellschaftlicher Hürden, Unterdrückung und fehlender Anerkennung. Beleuchtet werden Fragen von Macht, Körper, Mutterschaft, Bildung, Kunst und weibliche Selbstbestimmung von der Renaissance bis zur Gegenwart.

Die Ausstellung ist noch bis zum 03. Mai 2026 zu sehen.

Betty Tompkins, Women Words Painting (Artemisia Gentileschi #2), 2024. Courtesy of Betty Tompkins and P·P·O·W, New York © Betty Tompkins. Foto: Ian Edquist

Betty Tompkins, Women Words Painting (Artemisia Gentileschi #2), 2024. Courtesy of Betty Tompkins and P·P·O·W, New York © Betty Tompkins. Foto: Ian Edquist

„Vivienne Westwood: An Active Life“, Light House Soho, London, England

Nur noch bis zum 18. März läuft die Ausstellung über das Leben und den Aktivismus der britischen Designerin Vivienne Westwood. Zu sehen sind seltene Fotografien von Ki Price, die sowohl intime als auch politische Momente ihres Wirkens festhalten. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine kuratierte Vintage-Auswahl mit über 100 ikonischen Westwood-Designs aus mehreren Jahrzehnten. Schauplatz ist das Light House Soho, ein Showroom und Art Space, gegründet von ihrem Sohn Joe Corré.

Vivienne Westwood protests on the runway with son Joe Corré in the #INEOSVTHEPEOPLE catwalk presentation outside INEOS headquarters in Hans Crescent on February 15, 2018 in London

Vivienne Westwood protests on the runway with son Joe Corré in the #INEOSVTHEPEOPLE catwalk presentation outside INEOS headquarters in Hans Crescent on February 15, 2018 in London

„Gabriele Münter: Contours of a World“, Guggenheim Museum, New York, USA

Als Schlüsselfigur der europäischen Moderne und Mitbegründerin der Künstlergruppe Der Blaue Reiter gilt Gabriele Münter als eine der bedeutendsten Vertreterinnen des deutschen Expressionismus. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner Wassily Kandinsky prägte sie die Münchner Avantgarde maßgeblich. Doch Münter war nicht nur Malerin, sondern auch eine begabte Fotografin. Eine Auswahl ihrer wichtigsten Werke ist in den eindrucksvollen Hallen des Guggenheim zu sehen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 26. April 2026 zu sehen.

Gabriele Münter, Future (Woman in Stockholm) ( Zukunft [Dame in Stockholm] ), 1917. Oil on canvas, 38 3/8 × 25 1/8 in. (97.5 × 63.8 cm). The Cleveland Museum of Art, Gift of Mr. and Mrs. Frank E. Taplin Jr. © 2025 Artists Rights Society (ARS), New York / VG Bild - Kunst, Bonn. Photo: Courtesy The Cleveland Museum of Art Gabriele Münter, Three women, Marshall, Texas , ca. June 19, 1900. Gelatin silver print, sheet: 3 1/2 × 3 1/2 in. (8.9 × 8.9 cm). The Gabriele Münter and Johannes Eichner Foundation, Munich 3635. © 2025 Artists Rights Society (ARS), New York / VG Bild - Kunst, Bonn

Gabriele Münter, Future (Woman in Stockholm) (Zukunft [Dame in Stockholm]), 1917. Oil on canvas, 38 3/8 × 25 1/8 in.(97.5 × 63.8 cm). The Cleveland Museum of Art, Gift of Mr. and Mrs. Frank E. TaplinJr.© 2025 Artists Rights Society (ARS), New York / VG Bild-Kunst, Bonn. Foto: Courtesy The Cleveland Museum of Art

„Huguette Caland. A life in a few lines“, Deichtorhallen, Hamburg

Die libanesische Künstlerin Huguette Caland wurde für ihre Arbeiten bekannt, in denen sie sich mit Themen wie Körper, Identität, Begehren und weibliche Freiheit auseinandersetzte – und das mal spielerisch, mal spannungsvoll, mal erotisch, mal humorvoll. Zwischen Beirut, Paris und Los Angeles lebend, entwickelte sie eine unverwechselbare Bildsprache aus abstrahierten Körperformen und organischen Linien. Ihr vielschichtiges Werken reicht Zeichnungen und Malereien über Textilien und Collagen bis hin zu Skulpturen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 26. April 2026 zu sehen.

Huguette Caland, Self-portrait (Bribes de corps), 1973 © Courtesy of Huguette Caland Estate

Huguette Caland, Self-portrait (Bribes de corps), 1973 © Courtesy of Huguette Caland Estate

„Selena: From Texas to the World“, Grammy Museum, Los Angeles, USA

Selena Quintanilla prägte in den frühen 1990ern mit ihrer unverwechselbaren Stimme und charismatischen Bühnenpräsenz eine ganze Generation lateinamerikanischer Popmusik. Mit ikonischen Bühnenlooks, selbst entworfenen Kostümen und Hits wie Bidi Bidi Bom Bom wurde sie zu einer Stil- und Kulturikone, deren Einfluss auf Musik und Mode bis heute, insbesondere in den USA und Lateinamerika, spürbar ist. Die Ausstellung zeigt ihre Geschichte inklusive persönlicher Erinnerungsstücke und Bühnenlooks.

Die Ausstellung ist noch bis zum 11. Mai 2026 zu sehen.

Selena performing after 1994 fashion show at Alamodome in San Antonio, TX - Foto: Courtesy of Al Rendon

Selena performt nach der 1994 Modenschau im Alamodome in San Antonio, Texas. Foto: Courtesy of Al Rendon

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