Jeden Monat suchen wir die Kunst-Highlights in und um Deutschland heraus. Das sind unsere Ausstellungs-Tipps im Juli 2026
Von leuchtenden Tupfern über radikale Materialästhetik bis hin zu feministischen Perspektiven auf Care-Arbeit, Typografie und vergessene Künstlerinnen: Diese im Juli neu eröffnenden Ausstellungen verbinden ikonische Positionen mit aktuellen Debatten.
Die von Pierre Restany initiierte Kunstbewegung hatte zwar ihren Start und ihr Epizentrum in Paris, dehnte sich jedoch international aus. Von der Nachkriegszeit bis in die frühen 1970er Jahre beschäftigten sich viele Künstler:innen in Europa, Lateinamerika und den USA mit Nouveau Réalisme und erkundeten das Potenzial des gefundenen Objekts als künstlerisches Material.
Die Ausstellung läuft vom 03. Juli bis 11. November 2026.
Niki de Saint Phalle, Schwarze schwangere Nana, 1968, Kunsthalle Mannheim © Niki Charitable Art Foundation/ VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Kunsthalle Mannheim/ Rainer Diehl.
Unweit der für ihre All-Black-Ästhetik bekannten deutschen Hauptstadt, entfaltet sich in Potsdam eine leuchtende Farbwelt. Als Paul Signac und Georges Seurat Mitte der 1880er-Jahre eine neue Malweise in die Kunst einführten, wollten sie den höchsten Grad an Leuchtkraft und Harmonie erreichen. Das Ergebnis waren reine Farben in kurzen Pinselstrichen und -tupfen.
Die Ausstellung läuft vom 04. Juli bis 11. Oktober 2026.
Sei es Evas Apfel, die Muttermilch oder der gedeckte Familientisch: Essen erzählt immer auch von Geschlechterrollen. Frauen kochen, sie versorgen, sie ernähren Kinder, Familien und Gemeinschaften. Sie tragen weltweit die Hauptlast der unbezahlten Care-Arbeit. Oft wird es von ihnen erwartet. Die Ausstellung zeigt, wie Nahrung, Fürsorge und Macht in Kunst und Kultur miteinander verwoben sind.
Die Ausstellung läuft vom 04. Juli bis 01. November 2026.
Adolf Friedrich Georg Wichmann (1820 – 1866), Die Traubenspenderin, 1852, Öl auf Leinwand, 124×148,8cm, Kunstsammlungen Chemnitz. Foto: Kunstsammlungen Chemnitz/Detlef Göschel
Drei Ausstellungsorte, 18 Künstlerinnen, 19 Fahnen. Die Ausstellung thematisiert die bis heute bestehende Unterrepräsentation von Frauen in Schrift und Type-Design. Dabei setzt sie ein Zeichen für Vielfalt und Gleichberechtigung in Form von Flaggen. Neben dem Museum Wiesbaden selbst wird auch die historische Wilhelmstraße sowie der LUX-Pavillon der Hochschule Mainz zum Ausstellungsraum.
Die Ausstellung läuft vom 10. Juli bis 03. Oktober 2026.
Foto: Museum Wiesbaden
Die weibliche Bremer Kunstszene der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war nicht ausschließlich Paula Modersohn-Becker. Und so gibt in der Kunsthalle Bremen Bleistiftzeichnungen, Aquarelle und Kohleskizzen weiblicher Künstlerinnen aus Bremen gezeigt. Höchste Zeit, Clara Rilke-Westhoff, Marie Bock, Anna Plate, Margarethe von Reinken, Agnes Sander-Plump, Dora Bromberger und mehr zu entdecken.
Die Ausstellung läuft vom 22. Juli bis 08. November 2026.
Anna Plate, Aufgeschnittene Apfelsine, 1932, Aquarell über Bleistift, 22,5 x 27,4 cm, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen
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