Ein scharfzüngiges Kammerspiel, eine berührende Coming-of-Age-Komödie und eine romantische Komödie, die Reiselust weckt: Hier kommen 10 neue Kino-Filme, die im Sommer 2026 auf der Watch-List der Marie Claire Redaktion stehen.
Von Drama bis Romantik, von Komödie bis Biopic: Marie Claire blickt auf 10 vielversprechende Neuerscheinungen, die in den Sommermonaten im Kino starten.
Inspiriert von einer wahren Geschichte erzählt diese Tragikomödie von zwei Fremden, die auf einer Pilgerreise nicht nur zueinanderfinden, sondern auch zu sich selbst.
Die Lehrerin Fred und der rebellische Jugendliche Adam könnten unterschiedlicher kaum sein. Während Fred an ihrem zunehmend wankenden, aber geordneten Leben festhält, versucht Adam seiner Vergangenheit aus Pflegeheimen, Schulverweisen und Jugendhaft um jeden Preis zu entkommen. Ein Resozialisierungsprogramm führt die beiden gemeinsam auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Zwischen Streit, Schweigen und unerwarteten Wendungen werden sie gezwungen, sich ihren Problemen zu stellen – und entdecken dabei eine neue Stärke in sich selbst und im anderen.
Im Kino ab 2. Juli
Die tunesisch-französische Regisseurin Leyla Bouzid präsentiert diesen Sommer ein ergreifendes und elegant inszeniertes Familiendrama über Identität, Familie und die zerstörerische Kraft des Unausgesprochenen.
Die in Paris lebende Lilia (Eya Bouteraa) reist in ihr Geburtsland Tunesien, um ihren Onkel Daly (Karim Rmadi) zu beerdigen. Begleitet wird sie von ihrer Lebensgefährtin Alice (Marion Barbeau), die aber nicht im tunesischen Familienwohnsitz, sondern in einem nahegelegenen Hotel unterkommt. Selbst Lilias Mutter (Hiam Abbass) ahnt nämlich nichts von der lesbischen Beziehung ihrer Tochter, mit der sie nicht nur Schande über ihre Familie bringen würde, sondern die in Tunesien sogar unter Strafe steht.
Als Lilia während der mehrtägigen Trauerfeier erfährt, dass ihr Onkel unter rätselhaften Umständen ums Leben gekommen ist, beginnt sie, eigene Nachforschungen anzustellen. Sie ist es leid, sich vom familiären Versteckspiel demütigen zu lassen, und dringt immer tiefer in die queere Subkultur Tunesiens und damit in ein Netz aus Geheimnissen ein, das nicht nur ihre Familie, sondern die ganze Gesellschaft umspannt.
Im Kino ab 9. Juli
In der Realverfilmung des gefeierten Disney-Animationsfilms können die atemberaubenden Bilder, Klänge und Songs des Seefahrabenteuers noch einmal aus neuer Perspektive erleben.
Die Geschichte folgt der jugendlichen Insulanerin Vaiana (Catherine Laga’aia), die dem Ruf des Ozeans folgt und sich zum ersten Mal über das Riff ihrer Heimatinsel Motunui hinaus wagt. Gemeinsam mit dem berühmt-berüchtigten Halbgott Maui (Dwayne Johnson) und ihrem Huhn setzt sie die Segel, um die Zukunft ihres Volkes zu sichern.
Im Kino ab 9. Juli
Helen Macdonalds Memoiren gelten als moderner Klassiker der Nature Writing-Literatur. Diese Filmadaption bringt ihre außergewöhnliche Geschichte nun mit großer emotionaler Wucht und visueller Kraft auf die Leinwand.
Als Helens (Claire Foy) geliebter Vater (Brendan Gleeson) stirbt, wird sie von tiefer Trauer überwältigt und verliert sich in Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit beim Beobachten von Vögeln und beim Erkunden der Natur. Besessen von der Idee, selbst einen Habicht abzurichten, holt sie den imposanten Vogel Mabel zu sich nach Cambridge.
Fest entschlossen, sich dem mühsamen Prozess der Zähmung eines der wildesten Tiere zu stellen, füllt Helen ihren Gefrierschrank mit Futter und schaltet ihr Telefon aus. Doch während sie versucht, Mabel das Jagen und das eigenständige Fliegen beizubringen, erkennt sie, wie sehr sie ihre eigenen Gefühle und ihr Leben vernachlässigt hat.
Im Kino ab 23. Juli
Inspiriert von der spanischen Filmvorlage „Sentimental“ entfaltet sich dieses Kammerspiel als ebenso witziges wie emotional aufgeladenes Dialogfeuerwerk. Dazu bringt Hauptdarstellerin und Regisseurin Olivia Wilde ein hochkarätiges Ensemble um Penélope Cruz, Edward Norton und Seth Rogen zu einem Abend voller Peinlichkeiten und Entgleisungen zusammen.
Nach 15 Jahren Ehe steckt die Beziehung von Angela (Olivia Wilde) und Joe (Seth Rogen) in der Krise. Gemeinsame Abendessen mit anderen Paaren gab es schon lange nicht mehr. Als Angela spontan die Nachbar:innen aus der Wohnung über ihnen einlädt, zeigt sich, dass Pina (Penélope Cruz) und Hawk (Edward Norton) ihnen mehr Sympathie entgegenbringen als die distanzierten Begegnungen im Fahrstuhl bislang vermuten ließen.
Was als geselliger Abend mit Smalltalk über Käse, Wein und Inneneinrichtung gedacht war, entwickelt sich zu einer aberwitzigen Achterbahnfahrt der Gefühle. Wer spielt hier mit wem, und wer wird am Ende die Kontrolle verlieren?
Im Kino ab 30. Juli
Sommer, Toskana und Romantik: Diese Liebeskomödie hat alles drei im Angebot und steht darum auf unserer Liste der Must-See-Sommerfilme 2026.
Anna (Halle Bailey) fliegt spontan in die Toskana, um sich ohne Erlaubnis in der Villa eines Fremden einzunisten. Als sie von der Mutter des Mannes im Haus erwischt wird, redet sie der Frau ein, sie sei seine Verlobte. Diese kleine Lüge wird bald zu einem großen Problem, als Anna sich zunehmend zu dem gutaussehenden Cousin des Fremden (Regé-Jean Page) hingezogen fühlt.
Im Kino ab 6. August
George Jaques erzählt mit dieser Coming-of-Age-Komödie eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und die Überwindung von Schicksalsschlägen – und darüber, was das Leben zu bieten hat, wenn wir unsere Ängste ablegen und uns anderen Menschen gegenüber öffnen.
Die Sommerferien sind die beste Zeit im Leben vieler Jugendlichen. Aber nicht für die eigenbrötlerische Ivy (Bella Ramsey), die sich nach ihrer überstandenen Krebserkrankung lieber zurückzieht. Aus diesem Grund melden ihre überfürsorglichen Eltern die 17-Jährige für einen vierwöchigen Aufenthalt im Children Run Free Camp für krebskranke Jugendliche an. Überzeugt, dass ihr der schlimmste Sommer ihres Lebens bevorsteht, bezieht Ivy ihre Unterkunft im „Chemo-Camp“ – und findet unerwartet Gleichgesinnte in einer Gruppe von Außenseiter:innen, aus denen schnell ein eng verbandelter Freundeskreis wird.
Im Kino ab 13. August
Diese einzigartige Liebesgeschichte, die bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde, nutzt Humor als Antwort auf eine Welt, die aus den Fugen geraten ist.
Nino (Hasan Akil) und Yasmina (Mounia Akl) werden im selben Krankenhaus, am selben Tag und nur Sekunden nacheinander geboren, ohne zu ahnen, dass sich ihre Lebenswege für immer miteinander verweben werden. Im ewigen Chaos Beiruts werden sie Kindheitsfreunde, verlieren sich aus den Augen, nur um sich Jahrzehnte später durch einen Zufall wiederzutreffen und Hals über Kopf zu verlieben.
Nino betreibt mittlerweile das Restaurant seiner Familie mit ansteckender Lebensfreude, die desillusionierte Karrierefrau Yasmina würde am liebsten nach Europa auswandern. In ihrer Gegensätzlichkeit findet das Paar echte Seelenverwandtschaft. Als Yasmina aber unerwartet schwanger wird, erlebt ihre junge Liebe eine Zerreißprobe. Während Nino sein Vaterglück kaum fassen kann, plant Yasmina, das Land zum Wohl ihrer Tochter endgültig zu verlassen…
Im Kino ab 20. August
Der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski erzählt mit diesem schwarz-weiß-Film eine große deutsche Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kehrt der ins Exil geflohene Schriftsteller Thomas Mann (Hanns Zischler) in seine Heimat Deutschland zurück – und begibt sich mit seiner Tochter Erika (Sandra Hüller) auf eine Reise durch ein Land in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar.
Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert.
Im Kino ab 3. September
Dieses Sportler-Porträt widmet sich der mitreißenden Lebensgeschichte von Christy Martin, einer Pionierin des Frauenboxens, die in den 1990er Jahren zur internationalen Sportikone aufstieg.
West Virginia, Ende der 1980er: Die rebellische Christy (Sydney Sweeney) trotzt allen kleinbürgerlichen Konventionen der amerikanischen Provinz und lässt sich nicht den Mund verbieten. Zum Missfallen ihrer konservativen Mutter (Merritt Wever) stellt sie ihr schlagkräftiges Talent auch im Boxring unter Beweis. Mit ungezügelter Energie, geballten Fäusten und knallharter Disziplin erregt die junge Frau in dieser männerdominierten Welt schnell Aufsehen.
Als der erfahrene Trainer und Manager Jim Martin (Ben Foster) sie unter seine Fittiche nimmt, steigt sie zur Knockout-Königin auf, die bald große Arenen füllt. Auch privat werden die beiden ein Paar und heiraten. Doch hinter den Kulissen entwickelt sich ihre Beziehung zu einem wahren Albtraum. Jim, misstrauisch und machtbesessen, kontrolliert jeden ihrer Schritte und finanziert seinen extravaganten Lebensstil mit ihren Preisgeldern. Während Christy im Boxsport als Champion triumphiert, ringt sie abseits des Rampenlichts verzweifelt um Selbstbestimmung und letztlich sogar ums nackte Überleben.
Im Kino ab 3. September
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