Gestern war ich auf Einladung von L’Oréal Paris bei der Weltpremiere des neuen Kinofilms mit Iris Berben und Heiner Lauterbach zu Gast – und habe mich im Kinosaal verliebt
Es gibt diese Abende, an denen man das Kino mit einem leisen Lächeln verlässt – und mit dem Gefühl, gerade etwas sehr Besonderes gesehen zu haben. Genau so ging es mir bei der Weltpremiere von Ein fast perfekter Antrag.
Am 3. Februar feierte der Film in München Premiere, in der Astor Film Lounge im ARRI. Auf dem roten Teppich: Iris Berben, Heiner Lauterbach, Regisseur Marc Rothemund und Drehbuchautor Richard Kropf – ein Ensemble, das schon vor dem ersten Bild auf der Leinwand große Erwartungen weckt.
Foto: LEONINE Studios
Kurz vor Filmstart steht Heiner Lauterbach auf der Kinobühne und sagt einen Satz, der den Ton des Abends perfekt einfängt:„Was für ein wunderbares Buch.“
So, erzählt er, sei seine – und Iris Berbens – erste Reaktion auf das Drehbuch gewesen. Ein Satz, der nachwirkt, weil man ihm im Film in jeder Szene begegnet: in den Dialogen, in den Pausen, in den Blicken.
Ein fast perfekter Antrag ist ein leiser Film. Einer, der nicht laut um Aufmerksamkeit bittet, sondern sie sich durch Nähe, Wärme und feine Beobachtungen verdient. Er ist einfühlsam, emotional und wohltuend unaufgeregt. Iris Berben spielt mit großer Selbstverständlichkeit, mit Eleganz und Tiefe. Und Heiner Lauterbach verkörpert seine Rolle ganz exzellent: Sein Charakter ist schwierig, kantig, manchmal sperrig – und genau deshalb so berührend. Es ist diese Mischung aus Strenge und Verletzlichkeit, die ihn unglaublich liebenswürdig macht, ohne ihn zu erklären oder zu glätten.
Fotos: LEONINE Studios
Eine besondere Magie entsteht auch dadurch, dass zwei der größten deutschen Schauspieler hier zum ersten Mal ein Liebespaar spielen. Iris Berben und Heiner Lauterbach kennen sich seit Jahrzehnten – und genau diese Vertrautheit verleiht ihren gemeinsamen Szenen eine Tiefe, die man nicht spielen kann.
Unvergessen bleibt die Klavierszene: Heiner Lauterbach sitzt am Klavier, beginnt zu singen – und man merkt, wie sich im Kinosaal etwas verändert. Man möchte mitsingen, lächeln, innehalten. In diesem Moment spürt man förmlich, wie Liebe entsteht: leise, unerwartet, ganz selbstverständlich. Es ist einer dieser Augenblicke, für die man ins Kino geht.
Walter (Heiner Lauterbach) hält einen Vortrag vor Alice (Iris Berben) und seinen Mitstudierenden. Foto: LEONINE Studios
Was diesen Film für mich so besonders macht, ist seine Zurückhaltung. Hier wird nichts überzeichnet, nichts forciert. Stattdessen erzählt Ein fast perfekter Antrag eine Liebesgeschichte, die Raum lässt – für Zwischentöne, für Verletzlichkeit, für das späte Glück.
Ein leiser Film, tolles deutsches Kino. Und ein ganz klares Ja – zu einem fast perfekten Antrag.
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