Der Moment, auf den die Modewelt gewartet hat, ist gekommen: Matthieu Blazy hat seine mit Spannung erwartete Debütkollektion für Chanel in Paris präsentiert. Ein Höhepunkt einer Saison voller Designer:innen-Debüts und zugleich der Auftakt einer neuen Ära für das französische Traditionshaus.
Am 12. Dezember 2024 wurde Matthieu Blazy als neuer Kreativdirektor von Chanel angekündigt – eine Nachricht, die in der Modewelt hohe Erwartungen weckte. Seitdem wird seiner ersten Ready-to-Wear-Kollektion für Damen heiß entgegengefiebert.
Gegründet von Gabrielle „Coco“ Chanel, prägte Chanel mit Tweed, Perlen, Kamelien, dem „kleinen Schwarzen“ und Chanel N°5 eine Ästhetik, die bis heute zeitlos ist. Karl Lagerfeld führte diese Vision ab 1983 in eine neue Ära und blieb 36 Jahre lang das kreative Herz der Maison. Nach seinem Tod im Februar 2019 übernahm die von Lagerfeld ausgewählte Virginie Viard und führte Chanels Erbe in einem ruhigeren Stil weiter. Nun liegt der Blick auf dem Belgier Blazy und auf dem, was seine Handschrift für die Zukunft der französischen Maison Chanel bedeutet.
Am Montag, 06. Oktober 2025 präsentierte er seine mit Spannung erwartete Debütkollektion für Chanel im Grand Palais und erntete Standing Ovations.
Blazy greift Chanels ikonische Tweed-Tradition auf und übersetzt sie in moderne, fließende Silhouetten. Der erste Look: Ein locker geschnittener Anzug aus tiefsitzender Hose und asymmetrischem Blazer mit hochgekrempelten Ärmeln wird mit extravaganten Ohrringen, Two-Tone-Pumps und einer verdrehten Chanel-Tasche kombiniert. Ein klares Statement: Blazy ist bereit, die ikonischen Codes modern zu interpretieren und neu zu definieren.
An die 1920er-Jahre erinnernde Kleider treffen auf Chanels Signature-Pumps und Blüten am Kragen, während Federn (sie sind seit jeher ein Sinnbild des Chanel-Looks), durch die Kollektion schweben. Sie verleihen den Looks Bewegung, Leichtigkeit und einen Hauch Glamour, wie der finale Look beweist: Model Awar Odhiang trägt ein Seidenshirt zum mehrfarbigen, voluminösen Federrock.
„Für meine erste Chanel-Show wollte ich etwas Universelles schaffen , wie ein Traum, etwas Zeitloses. Mich fasziniert das Universum der Sterne, ein Thema, das dem Haus so nahesteht. Wir alle betrachten denselben Himmel und er ruft dieselben Emotionen hervor“, erklärt Blazy vor der Show. Und so war der Laufsteg der Frühjahr/Sommer 2026 Show vom Universum inspiriert. Umgeben von einer leuchtenden Nachbildung des Sonnensystems liefen die Models zwischen Planeten und Monden in tiefsitzenden Röcken, scharfem Tailoring, fließenden Silhouetten, Hosen mit Bügelfalten und funkelnden Kleidern. In Blazys Chanel-Universum werden weite Hemden zu asymmetrischen Röcken getragen, Cardigans zu Tweedröcken und die klassischen Ensembles in neuen Materialien präsentiert.
Die ikonischen Kettenriemen-Taschen werden von Blazy dekonstruiert und um skulpturale Clutches ergänzt, darunter auch ein Modell in Eiform. Die legendäre „11.12“, einst von Karl Lagerfeld als Hommage an Coco Chanels „2.55“ entworfen, erstrahlt nun in metallsichem Silber. Dazu trägt die Kollektion einen neuen Chanel-Schmuckgeist in sich: opulenter Kopfschmuck, übereinander geschichtete Perlenstränge und auffällige Statement-Ohrringe vollenden die Looks mit moderner Extravaganz.
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