LeGer goes Amazon: Mode für den Moment, gemacht für jeden Tag

Stil beginnt längst nicht mehr nur an der Tür einer Boutique. Er entsteht auf dem Smartphone, zwischen Inspiration und Kaufentscheidung und auf Plattformen, die unseren Alltag begleiten. Dass LeGer nun Teil von Amazon Fashion ist, ist deshalb weniger eine Überraschung als ein gekonntes Spiegel der Gegenwart und ein weiterer Meilenstein für die Brand von Lena Gercke.

Lena Gercke bringt LeGer zu Amazon Fashion und macht ihre Mode so europaweit zugänglich. Foto: Amazon/PR

Mode zwischen Wunschliste und Warenkorb

Moderatorin und Model Lena Gercke gründete 2017 ihr Label und verfolgt bis heute eine klare Handschrift: zeitlose Essentials statt kurzlebiger Trends und entspannte Silhouetten statt maßlose Überinszenierung. Mode muss nicht nur schön aussehen, sie muss sich in den Alltag integrieren. Der Launch bei Amazon Fashion knüpft genau an dieses Selbstverständnis an und macht die neueste Kollektion künftig europaweit noch einfacher zugänglich. Die spannendsten Modemarken unserer Zeit definieren sich nämlich längst nicht mehr über Exklusivität allein. 

Wir haben Lena Gercke in Hamburg getroffen und mit ihr nicht nur über ihre Brand gesprochen, sondern auch, wie es zu der Zusammenarbeit mit Amazon Fashion kam. Die 38-Jährige erzählt außerdem, welche Herausforderungen sie bei der Gründung anfänglich hatte, wann sie am liebsten shoppt und warum LeGer innerhalb kürzester Zeit so groß geworden ist.

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Foto: PR

Fashion inside: Lena Gercke exklusiv im Marie Claire Interview

Marie Claire: Wenn du auf die letzten zehn Jahre zurückblickst. Worauf bist du beruflich und privat am meisten stolz?

In den letzten zehn Jahren habe ich LeGer gegründet. Ich würde sagen, das war mein erstes Baby, bevor ich wirklich Babys hatte. Darauf bin ich natürlich mächtig stolz, dass wir heute gemeinsam mit Amazon diesen ganz besonderen Launch feiern können und es LeGer ab sofort bei Amazon Fashion gibt. Das ist für uns ein großer Meilenstein und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit, weil das für uns bedeutet, dass noch internationaler werden und unsere Mode viel mehr Frauen europaweit erreicht. Das ist ziemlich cool. Und privat bin ich natürlich unheimlich stolz auf meine Kinder.

Marie Claire: Bist du beim Shoppen eher der Typ nach Bauchgefühl kaufen oder die gut organisierte Planerin?

Bauchgefühl, definitiv. Ich kaufe nach Lust und Laune. Wenn ich etwas sehe, was mir auf Anhieb gefällt, dann kaufe ich es, daher bin ich auf jeden Fall Typ Bauchgefühl. Meistens auch erst so ab 22.00 Uhr, was ein Problem ist, denn manchmal erinnere ich mich am nächsten Tag nicht mehr daran, dass ich etwas bestellt habe. Dann sieht man plötzlich die Email mit der Bestellbestätigung und denkt sich: Okay, stimmt, das hast du gestern noch gekauft.

Marie Claire: Gab es in deinem Leben eine Phase, in der Kleidung dir geholfen hat, selbstbewusster zu werden?

Eigentlich immer, ehrlich gesagt. Ich würde nicht sagen, dass mein Selbstbewusstsein von Kleidung abhängt, aber sie hat defintiv Einfluss darauf, wie ich mich fühle. Im Alltag bin ich oft ganz entspannt unterwegs – in Leggins und T-Shirt, vor allem wenn ich mit meinen Kindern unterwegs bin. Wenn ich dann aber ins Office gehe oder wichtige Termine habe, möchte ich mich gut fühlen und auch so kleiden. Selbst wenn es nur eine coole Jeans und ein T-Shirt mit lockerem Blazer ist, gibt mir das ein ganz anderes Gefühl für mich selbst. Ich finde, Kleidung kann generell ein gutes Gefühl auslösen. Manchmal, wenn ich mich nicht so gut fühle, hilft es mir, ein tolles Make-up aufzutragen und einen coolen Look anzuziehen. Man fühlt sich gleich anders und deutlich besser.

Marie Claire: Gab es einen Schlüsselmoment, in dem aus einer Idee eine Brand zu gründen plötzlich ein echter Businessplan wurde?

Wir haben bei LeGer mit Christmas Hoodies angefangen. Die Idee dazu kam mir damals als ich als Model in New York gearbeitet und für viele verschiedene Fashion Brands gearbeitet habe. Ich war von dieser Stadt unglaublich inspiriert. Gleichzeitig hatte schon immer den Wunsch, selbst kreativ zu werden und eigene Ideen umzusetzen. Als Model ist man Teil kreativer Prozesse, gestaltet sie aber nicht. Damals habe ich mir oft vorgestellt, wie schön es wäre, einmal eine eigene Marke aufzubauen und mit einem Team etwas zu kreieren. Ich habe schlussendlich Partner gefunden, die diese Vision mit mir umgesetzt haben und als wir gemerkt haben, dass die Leute LeGer sehr gut annehmen, war das großartig. Und dann kam auf einmal die Corona-Zeit, in der E-Commerce plötzlich enorm an Bedeutung gewonnen hat. LeGer ist zu der Zeit sehr schnell gewachsen. Passenderweise haben wir anfänglich auch viel Loungewear verkauft.

Marie Claire: Was war bei der Gründung am Anfang schwieriger, als du erwartet hättest?

Die ganzen Exceltabellen und Verträge. Ich bin ehrlich gesagt kein großer Zahlenmensch und auch niemand, der sich gerne mit rechtlichen Themen beschäftigt. Meine Stärke vielmehr im kreativen Bereich – darin, Ideen zu entwickeln, Visionen zu formulieren und Produkte mitzugestalten. Die ganzen anderen Dinge gebe ich gerne ab. Man braucht ein gutes und stabiles Team um sich herum, in dem jeder seine eigenen Stärken hat.

Marie Claire: Wie hat sich dein Blick auf Mode verändert, seit du selbst Verantwortung für eine Marke trägst?

Das verändert den Blick enorm, weil man plötzlich versteht, wie viele Schritte hinter einem einzelnen Produkt steckenVon der ersten Idee über die Entwicklung und produktion bis hin zu dem Moment, in dem es bei den Kundinnen und Kunden ankommt. Man bekommt ein ganz anderes Verständnis dafür, wie die Modebranche funktioniert. Umso mehr freue ich mich, dass wir mit dem Launch bei Amazon Fashion nun rund 100 LeGer Styles anbieten können.

Marie Claire: Gab es Menschen, ohne die LeGer nie entstanden wäre?

Ja, definitiv. Ich weiß nicht, ob ich LeGer alleine gegründet hätte. Für mich war schon immer klar,dass ich dafür die richtigen Menschen an meiner Seite brauche. Ich habe nie Modedesign studiert und bin auch kein Zahlenmensch. Ich hatte zwar viele Ideen und wussteund eine klare Vision, was ich aufbauen möchte, aber für die Umsetzung brauchte ich Menschen, die genau dort ihre Stärken haben. Und ich glaube, wenn ich da nicht das richtige Team gehabt hätte, dann hätte ich es wahrscheinlich auch nie in diesem Ausmaß aufbauen können.

Marie Claire: Wenn du heute noch einmal von Null starten würdest, was würdest du komplett anders machen?

Ich würde das Ganze wahrscheinlich langsamer angehen. Gerade in den Anfangsjahren und während der Corona-Zeit sind wir unglaublich schnell gewachsen. Das klingt natürlich erst einmal positiv, aber irgendwann wurde alles so groß, dass es schwierig war, in jedem Bereich den Überblick zu behalten und die Qualität sicherzustellen. Wir haben anfänglich auch viel zu viele unterschiedliche Kategorien bedient von Unterwäsche über Schuhe und Swimwear bis hin zu Männer-Capsules Jeder dieser Kategorien bringt seine Anforderungen mit sich und braucht Menschen, die sich wirklich darauf spezialisieren. Unser Kernteam hat damals mit viel Leidenschaft alles mitgetragen, aber wenn man so viele Themen gleichzeitig vorantreibt, fehlt oft die Zeit, sich jedem Bereich mit der nötigen Liebe zum Detail zu widmen. Rückblickend würde ich deshalb erst das Kerngeschäft stärker festigen und nachhaltig aufbauen, bevor ich weitere Bereiche erschließe.

LeGer shoppen: Diese Pieces gibt es ab jetzt bei Amazon Fashion

Fotos: PR

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