100 Jahre Rolex Oyster: Wie eine Frau die erste wasserdichte Uhr der Welt berühmt machte

2026 feiert Rolex das 100-jährige Jubiläum der Oyster – der ersten wasserdichten Armbanduhr von Rolex. Ihre Legende begann mit einem kühnen Versprechen und einer mutigen Schwimmerin

Erste Oyster, achteckig, 1926. Foto: Rolex/Stojan
Erste Oyster, achteckig, 1926. Foto: Rolex/Stojan

„Die gesamte Welt und die ganze Zukunft lagen offen vor ihr“, sagte Rolex-Gründer Hans Wilsdorf 1956 über seine Erfindung. Ein Jahrhundert später gibt ihm die Geschichte recht: 2026 feiert Rolex 100 Jahre Oyster – ein Jahrhundert voller Innovation, das mit einer einzigen, revolutionären Idee begann.

Im Jahr 1927 machte sich die britische Schwimmerin Mercedes Gleitze mit einer Oyster am Handgelenk auf, den Ärmelkanal zu durchschwimmen. Foto: Central Press/Hulton Archive/Getty Images

Im Jahr 1927 machte sich die britische Schwimmerin Mercedes Gleitze mit einer Oyster am Handgelenk auf, den Ärmelkanal zu durchschwimmen. Foto: Central Press/Hulton Archive/Getty Images

1926: Eine Uhr, die dem Wasser trotzt

Hans Wilsdorf war überzeugt, dass die Armbanduhr das Symbol einer neuen, modernen Zeit werden würde – wenn es nur gelänge, ihr empfindliches Uhrwerk vor äußeren Einflüssen zu schützen. 1926 löste er dieses Problem: Das neu erfundene Oyster-Gehäuse war dank verschraubter Lünette, Aufzugskrone und Gehäuseboden hermetisch verschlossen – wasser- und staubdicht. Der Name spielt bewusst auf die fest verschlossene Auster an.

1931: Die Oyster wird „Perpetual"

Fünf Jahre später folgte der nächste Meilenstein: der Perpetual-Rotor, ein automatischer Aufzugsmechanismus. Aus der Oyster wurde die Oyster Perpetual – präzise, wasserdicht und nun auch autonom. Aus dieser Urform ging eine ganze Uhrenfamilie hervor, zu der heute Ikonen wie Explorer, GMT-Master, Submariner oder Cosmograph Daytona zählen.

Calibre 520, circa 1930, Foto: Rolex

Calibre 520, circa 1930, Foto: Rolex

„Nachweis durch Erprobung" – und eine Frau, die ihn erbrachte

Wilsdorfs Philosophie lautete: „Nachweis durch Erprobung.“ Exzellenz beweise sich nicht im Labor, sondern im echten Leben. 1927 wurde diese Vision Wirklichkeit – durch eine Frau: Die britische Schwimmerin Mercedes Gleitze durchschwamm den Ärmelkanal, begleitet von einer Oyster, und stellte so die Wasserdichtheit der Uhr unter Beweis. Ihr Mut ebnete den Weg für all die Forscher:innen, Entdeckerinnen und Abenteurer:innen, die die Oyster seither an die extremsten Orte der Welt trugen – und die Rolex halfen, ihre Uhren immer weiter zu perfektionieren.

Eine Uhr zum Jubiläum

Zum runden Geburtstag macht Rolex seine ursprünglichste Uhr zum Symbol: die Oyster Perpetual 41 in einer Jubiläumsausgabe. In der Version Rolesor gelb treffen eine Lünette und Krone aus Gelbgold auf ein Gehäuse aus Oystersteel – eine Hommage an die ersten Oyster-Modelle. Kleine Details verraten den Anlass: eine „100″ auf der Aufzugskrone, der Schriftzug „100 years“ anstelle von „Swiss Made“ und ein schiefergraues Zifferblatt, auf dem der Rolex-Name im legendären Grün leuchtet.

Oyster Perpetual 41, Oystersteel und Gelbgold. Fotos: Rolex/Stojan

Die Geschichte zum Erleben

Begleitet wird das Jubiläum von der Wanderausstellung Oyster Story, die die Ursprünge der Uhr erzählt – von einer kühnen Intuition zu einem Meilenstein, der die Uhrmacherei neu definiert hat.

Bleibt eine schöne Wahrheit: Am Anfang dieser hundertjährigen Erfolgsgeschichte stand nicht nur eine geniale Erfindung, sondern der Mut einer Frau, die sich ins kalte Wasser wagte.

Foto: Rolex/Anthony Reed

Wanderausstellung Oyster Story. Foto: Rolex/Anthony Reed

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